Erfahrungen aus meiner Blogparade #Lieblingshotelzimmer

Ich bin ein bisschen verschnupft, als ich in Facebook eine Nachricht von einem Gruppenadministrator bekomme: Er wird meinen Post löschen, weil ein Link zu einem Blogbeitrag drin ist. Ich finde das nur logisch, denn dort erkläre ich, wie sich auch Destinationen an meiner Blogparade beteiligen können. Er sieht in dem Post keinen Mehrwert für die anderen Gruppenmitglieder, sondern nur Werbung für meinen Text. Und er ist der Admin.

Fluch und Segen des mobilen Arbeitens

Oh ja, es ist prima, dass wir dank Smartphone und mobiler Daten heute unsere Arbeit dort machen können, wo wir wollen. Nicht mehr gebunden zu sein an ein Büro und einen Schreibtisch, das ist eine feine Sache. Wenn auch nicht ganz neu: Schon 2005 brauchte mich eine Freundin in den USA. Ich hatte damals noch mein Schlepptop im Gepäck. Während sie tagsüber zur Arbeit ging, schrieb ich meine Texte in ihrem Wohnzimmer und verschickte sie über ihr W-LAN an meine Kunden. Niemand bemerkte, dass ich nicht in Köln war, auch wenn meine Arbeitszeiten merkwürdig waren.

Wo Medien Skills auf Alexa nachbessern müssen

Seit gut einem Monat teilt sie den Wohnzimmertisch mit uns: Alexa ist eingezogen. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, doch als ich auf der Frankfurter Buchmesse hörte, dass auch G+J Skills, also quasi Apps für Alexa, entwickelt hat, war es soweit. Ich beschloss, mir den digitalen Sprachassistenten von Amazon zu kaufen. Schließlich will und muss ich wissen, wohin sich Journalismus entwickelt.

Warum der Algorithmus und ich auf dem Kriegsfuß stehen

Ja, natürlich kann es sinnvoll sein, dass mir anhand meiner Interessen und Interaktionen Posts, Bilder, Videos, Musik oder Einkaufstipps vorgeschlagen werden. Denn wie sonst sollte man die Flut an Informationen im Internet auch nur ansatzweise durchschauen? Alleine die Zahl für YouTube ist gruselig, wenn sie denn stimmt: Jede Minute sollen 400 Stunden Filmmaterial hochgeladen werden, heißt es. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ich selbst dann, wenn ich jede verbleibende Minute meines Lebens nur noch YouTube sehen würde, nur einen Bruchteil von dem anschauen könnte, was hochgeladen wird. Also ist so ein Algorithmus mit Vorschlägen für den Verbraucher eigentlich eine gute Idee. Wäre da nicht das Aber:

Twitter: Beziehungsstatus kompliziert

Es ist einige Jahre her, dass ich mit zwei männlichen Kollegen auf einem Podium in Stuttgart saß. Wir diskutierten dort zum Thema Personal Branding. Die beiden Jungs waren sich einig: Twitter war für sie unfassbar wichtig. Sie bekamen von dort auch die meisten Klicks auf ihre Blogs. Bei mir war das anders: Ich bekam den meisten Traffic über Facebook. Vielleicht auch bezeichnend: Obwohl ich am längsten bei Twitter war, hatte ich die wenigsten Follower.

Seminar für JournalistInnen in Krisenregionen

Ich bin ein überwiegend fröhlicher und höflicher Mensch. Besonders in der Arbeitswelt: Grüßt mich jemand, wenn ich geschäftlich unterwegs bin, grüße ich zurück. Auch wenn ich die Person nicht kenne. Und ich lächle. Viel und oft. Dass das nicht in allen Kulturen richtig ist, habe ich in Kenia erfahren: An einem Sicherheitsposten wunderte ich mich, warum die anderen Frauen mit versteinerten Gesichtern geradeaus schauten. Ich lächelte den Sicherheitsbeamten an und grüßte. Darauf flüsterte er mir eine etwas zweideutige Bemerkung zu, und ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Zum Glück fuhren wir in diesem Moment weiter.

Leserbriefe aus der Hölle, Teil 2: „Sie leben von den Dummen“

Dieser Leserbrief erreichte mich als Mail und hat eine Vorgeschichte. Er bezieht sich auf einen Artikel, den ich 2013 über Postpay geschrieben habe. Der Text ist einer der meistgelesenen und -kommentierten auf meiner Homepage, und das, obwohl er schon so alt ist. Zuletzt kommentierte dort ein Mensch mit abgekürztem Vor- und ausgeschriebenem Nachnamen. Obwohl es im Artikel um Postpay geht, kam er auf Paypal zu sprechen. Ich antwortete ihm relativ kurz. Darauf kam ein langer Kommentar zurück, den ich nicht 1:1 freischalten konnte. In dem Kommentar standen nämlich Aussagen, von denen ich schlicht und ergreifend nicht weiß, ob sie stimmen oder nicht. Wären sie falsch, käme ich bei einer Veröffentlichung…

Leserpost aus der Hölle, Teil 1. „Sie bekommen Provisionen“

Die Zahl von Kommentaren, in denen ich beleidigt werde, oder in denen mir unbekannte Menschen Dinge unterstellen, die völlig absurd sind, wächst. Es scheint eine immer niedrigere Hemmschwelle zu geben, fremde Menschen anzupöppeln. Übrigens nehmen diese unschönen Umgangsformen auch unter Bekannten und über alle sozialen Netzwerke zu, habe ich den Eindruck. Ich habe dazu neulich schon einmal einen Text veröffentlicht. Ich genehmige diese Kommentare trotzdem, zumindest ansatzweise und so, dass ich damit nicht gegen geltendes Recht verstoße. Werden also in den Kommentaren Unternehmen oder Privatmenschen angegangen mit Aussagen, die nicht belegt sind oder strafrechtlich verfolgt werden könnten, veröffentliche ich diese Passagen nicht. Schließlich hafte ich für das, was auf meiner…

Ein Gespräch über berufliche Leidenschaft und die Rente

Es gibt Menschen, die begleiten einem beruflich lange, sehr lange. Herr M. ist einer von ihnen. Mein erstes Hintergrundgespräch mit ihm hatte ich vor wahrscheinlich 20 Jahren, damals also, als ich anfing, hauptberuflich als Journalistin zu arbeiten. Herr M. war damals aus meiner Sicht alt, sehr alt, ungefähr so alt, wie ich heute bin. Wenn ich ihn die letzten Male kontaktiert habe, dachte ich immer schon: Ob er wohl noch da ist? Er müsste doch bald in Rente gehen.