Warum Reseller nicht immer die beste Wahl sind

Eigentlich finde ich Anbieter wie Momox oder Wirkaufens praktisch: Ich schicke meine gelesenen Bücher, gesehenen DVDs, gebrauchten Kameras dorthin, bekomme einen fairen Preis überwiesen, und sie verkaufen die Produkte für mehr Geld weiter. Speziell an Momox habe ich im Laufe der vergangenen Jahre sehr viele CDs, DVDs und Bücher verkauft, nämlich immer dann, wenn ich dort dafür mehr als einen Euro bekommen habe. Ein Euro ist nämlich in der Regel der Preis, den ich auf dem Flohmarkt dafür bekäme. Bekomme ich bei Momox mehr, ist das natürlich mehrfach praktisch: Ich bin die Dinge gleich los, muss sie nicht erst am Flohmarktstand aufbauen und laufe nicht Gefahr, dass sich niemand dafür…

Von wegen Fachkräftemangel: Das rätselhafte Verhalten vieler Unternehmen im Bewerbungsprozess

„Fachkräftemangel: Unternehmen müssen kreativ werden“ ist nur eine von vielen Überschriften, die man derzeit in großen deutschen Medien liest. Mich amüsieren diese Überschriften und die zugehörigen Artikel. Denn durch meine Bewerbungstrainingsseminare und meine Vorträge zum Thema Recruiting in Zeiten von Fachkräftemangel und social media weiß ich, dass die Realität oft anders aussieht. Nicht nur, dass nur wenige Unternehmen wirklich kreativ im Umgang mit Bewerbern und Mitarbeitern sind. Viel schlimmer ist, dass viele Firmen den Bewerbungsprozess so gestalten, dass man daran zweifeln muss, ob sie wirklich auf der Suche nach Mitarbeitern sind. Ich habe mich darum mit Christof Wirtz über das Thema unterhalten. Er ist Niederlassungsleiter der A!B!C Personalberatungs-GmbH in Rösrath…

Schwierige Preisfindung bei Groupon

Immer wieder hört und liest man, dass die Preise im Internet abhängig seien vom jeweiligen Endgerät, mit dem man online geht: Apple-Nutzer sollen dementsprechend mehr zahlen, und auch, wer mobil ins Netz geht, soll mehr bezahlen, heißt es. Die Internethändler weisen dies in der Regel als Gerücht zurück. Amazon beispielsweise hat zwar gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärt, dass die Produktpreise schwanken, das hänge jedoch nicht mit den Endgeräten zusammen.

Geldanlage: Crowdinvesting in Gebäude statt Immobilienfonds

Die Zinsen sind seit Jahren auf Tiefstständen: Tages- und Festgeld bringen kaum noch Rendite, auf langjährige Investments an der Börse hat nicht jeder Lust. Zinsland und andere Crowdinvesting-Plattformen können mit Renditen um sechs Prozent eine Alternative sein – wenn man sich des Risikos bewusst ist. Bei einer Crowdinvestingplattform beteiligen sich viele Anleger mit überschaubaren Beträgen an einem Unternehmen. Ganz neu ist diese Idee nicht: Unter dem Namen Mikrofinanz werden schon seit vielen Jahren Kleinstkredite an Gründer in Entwicklungsländern vergeben, die Darlehensgeber bekommen auf ihre Anlagen Zinsen. Oikocredit beispielsweise ist auf diesem Gebiet schon sehr lange aktiv. Ein Unterschied zum Crowdinvesting: Hier weiß der Geldgeber in der Regel, in welches Projekt…

Banken: Big Data oder der gläserne Kunde

„Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, Prozesse zu automatisieren“, sagt Frank-Christian Pauli, Referent Team Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Dabei denkt er beispielsweise an die Überprüfung der Kreditwürdigkeit. „Es ist auch im Sinne des Verbrauchers, keinen Kredit abzuschließen, mit dem man hinterher voraussehbar in Schwierigkeiten kommt“, betont er. Um eine solche Prüfung durchzuführen, benötigt man Informationen vom Kunden. Denn ohne diese lässt sich keine Aussage darüber treffen, ob er eine gute oder eine schlechte Bonität hat. In diesem Fall ist es gut, wenn die den Kredit betreffenden Daten gesammelt werden.

Sharing Economy: Das geteilte Leben

Es ist halb sieben, als Annas Wecker wie jeden Morgen unter der Woche klingelt. Anna ist 37, verheiratet, hat zwei kleine Kinder und lebt in Köln. Sie steht heute besonders leise auf, denn im Nachbarzimmer schläft Miguel aus Argentinien. Anna und ihr Mann vermieten das Gästezimmer manchmal an Reisende, die über Airbnb, 9flats oder einen der anderen Marktplätze für private Wohnunterkünfte Schlafmöglichkeiten suchen. Für die junge Familie ist das ein kleines Zubrot, und die Kinder lernen viele unterschiedliche Kulturen kennen über die Gäste, die mal mehr, mal weniger am Familienleben teilnehmen.

„Man muss beim Immobilienkauf die Emotionen ausschalten“

Tom Friess ist Geschäftsführer beim VermögensZentrum und ein großer Fan von Immobilien im Altersvorsorge-Portfolio. Allerdings rät er dazu, sich beim Haus- oder Wohnungskauf gerade in Schrumpfungsregionen nicht von Emotionen leiten zu lassen. In Deutschland stehen speziell auf dem Land immer häufiger Immobilien leer. Trotzdem setzen Sie auf die Immobilie als Altersvorsorge. Ist das sinnvoll? Absolut. Allerdings kann man das nicht generell für jedes Objekt und jede finanzielle Situation sagen. Man muss sich dessen bewusst sein, dass man eine Immobilie nicht einfach in eine Region mit steigenden Preisen verschieben kann, man kann sie auch nicht von heute auf morgen verkaufen. Und man darf nicht sein ganzes Vermögen in eine Immobilie stecken….

Warum man Tagespauschalen nicht mit dem Lohn Festangestellter vergleichen kann

Timo Stoppachers Berechnung, was Freien von einem Tagessatz von 152 Euro bleibt, hat große Wellen in den sozialen Medien geschlagen. Unter anderem kam dabei heraus, dass andere Medienhäuser noch weniger zahlen: Die Rede ist von rund 100 Euro am Tag. Meine persönliche Meinung: Medienhäuser, die es sich nicht leisten können, Journalisten so zu bezahlen, dass diese davon leben können, sollten dringend ihr Geschäftsmodell überdenken. Aber darum geht es hier gar nicht. Sondern eher um das Thema, warum ein Jahresgehalt für einen Festangestellten nicht gleichsetzt werden kann mit dem Honorar für einen Freien.

Kundenservice zwischen hui und pfui

Ich erinnere mich noch genau, wie schrecklich es früher war, einen Kundenservice zu kontaktieren: Man hing endlos in Telefonwarteschleifen und bekam selten die Antworten, die weiterhalfen. Ich finde, das ist generell viel besser geworden. Darum nehme ich Kundenservices heute wieder öfter in Anspruch. Aber nicht immer führt das an das gewünschte Ziel, wie das Beispiel Groupon zeigt.