Erfahrungen aus meiner Blogparade #Lieblingshotelzimmer

Ich bin ein bisschen verschnupft, als ich in Facebook eine Nachricht von einem Gruppenadministrator bekomme: Er wird meinen Post löschen, weil ein Link zu einem Blogbeitrag drin ist. Ich finde das nur logisch, denn dort erkläre ich, wie sich auch Destinationen an meiner Blogparade beteiligen können. Er sieht in dem Post keinen Mehrwert für die anderen Gruppenmitglieder, sondern nur Werbung für meinen Text. Und er ist der Admin.

Bei einer Blogparade ruft ein Blogger ein Thema aus und lädt andere Blogger ein sich, auf ihren Seiten zu diesem Thema zu äußern. Im entsprechenden Artikel verlinken sie dann auf den Ursprungstext des Bloggers, der das Thema initiiert hat. Außerdem kommentieren sie auf seiner Seite den entsprechenden Beitrag. Der Initiator sammelt alle Beiträge und fügt sie am Ende zu einem neuen Artikel zusammen, indem er wieder auf alle anderen verlinkt. So erhöht man gemeinsam die Sichtbarkeit jedes Blogs, und kann ein Thema breit streuen.

Warum ich überhaupt eine Blogparade veranstaltet habe

Teilgenommen habe ich schon an vielen Blogparaden – beispielsweise zuletzt bei der von Simone Janson auf berufebilder.de zum Thema Mobiles Arbeiten. Ich mag Blogparaden, weil sie mir häufig einen Anstoß geben, über ein Thema nachzudenken, das ich bisher nicht so auf dem Schirm hatte. Veranstaltet hatte ich allerdings bisher noch keine. Aber ich wollte Erfahrungen damit sammeln, plötzlich war dieses Thema da: #Lieblingshotelzimmer – also hab’ ich sie gemacht. Ausgang dafür war meine Erfahrung, dass in Hotels längst nicht alle Zimmer gleich gut sind.

Wie ist es gelaufen?

Ich hatte von Anfang an einige Blogger, von denen ich dachte, dass das Thema für sie interessant sein könnte, informiert, dass ich eine Parade machen würde. Die Reaktionen waren so unterschiedlich, wie man sich das nur vorstellen kann:

  • Einige haben gar nicht darauf reagiert.
  • Andere wollten nicht mitmachen, weil sie kein geeignetes Zimmer hatten.
  • Dritte wollten nicht mitmachen, weil sich ihnen die Logik nicht erschloss. Ihr Argument: Das Zimmer alleine zählt im Hotel nicht. Diese Meinung teile ich nicht. Ich bin oft genug in einem Hotel, in dem ich nur das Zimmer kennenlerne. Ich frühstücke dort nicht, esse nicht zu Abend, nutze das Spa nicht. Dafür gibt es viele Gründe. Was letztlich in diesem Fall zählt, ist das Zimmer.
  • Wieder andere haben zugesagt, aber nie etwas geschickt.
  • Jemand meinte, es gebe so viele tolle Hotelzimmer, da sei es unfair, nur eines zu nennen. Auf mein Angebot, mehrere zu nennen, ging dieser Blogger nicht ein. Ich vermute, er wollte es sich einfach nicht mit anderen potenziellen Kooperationspartnern versauen.
  • Jemand anders wünschte sich, dass ich mich im Gegenzug an seiner Blogparade beteilige.
  • Und dann gab es natürlich auch die Kollegen, die einfach mitgemacht haben.

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man Bloggerkollegen anschreibt, und sie fragt, ob sie sich beteiligen, muss man auf alles gefasst sein. Besonders gefreut habe ich mich übrigens über die vier Bloggerrinnen, die bei Twitter, Facebook, Google+ oder auf blogparaden.de von der Aktion gelesen haben, und spontan mitgemacht haben. Das war super!

Warum Anbieter mitmachen durften

Während ich den Aufruf zur Blogparade schrieb, kam mir der Gedanke, dass es ja viele kleine Hotels gibt, die einfach nicht so bekannt sind. Warum sollten sie nicht auch mitmachen können? Und da sie in der Regel keine Blogs haben, dachte ich mir, dass es das beste wäre, wenn sie mir einfach ein Foto und eine kurze Beschreibung schicken. Daraus machte ich dann eine Bildergalerie – inhaltlich getrennt von den Empfehlungen der Blogger, und klar kommuniziert, dass hier Anbieter ihre eigenen Unterkünfte einbringen. Am Ende waren da einige Schätzchen dabei. Aber der Weg dorthin war mühsam.

Mein Post habe kein Mehrwert, heißt es. Das sahen andere anders.
Mein Post habe kein Mehrwert, heißt es. Das sahen andere anders.

Aus der einen Facebook-Gruppe war mein Post ja gelöscht worden, und das war ausgerechnet die, in der man mit Destinationen ins Gespräch gekommen wäre. Also habe ich eben die Destinationen, mit denen ich schon persönlich Kontakt hatte, angeschrieben, ebenso PR-Agenturen. Auch hier waren die Reaktionen sehr unterschiedlich:

  • Eine Destination schickte sie an ihren ganz großen Verteiler – und auf diesem Weg kamen die allermeisten Unterkünfte zu mir.
  • Eine andere schickte sie an einige Unterkünfte weiter, auch von dort kam ein Lieblingshotelzimmer dazu.
  • Eine dritte und eine vierte schickten mir eine Liste, daraus kam immerhin auch ein Zimmer dazu.
  • Die PR-Agenturen, die ich angeschrieben hatte, haben alle das entsprechende Material für ihre jeweiligen Kunden geschickt.

Insgesamt kam ich auf 33 Lieblingshotelzimmer auf diesem Weg.

Und was habe ich letztendlich davon

Interaktionen bei Facebook sorgen für Reichweite
Interaktionen bei Facebook sorgen für Reichweite

Geld habe ich für diese Aktion von niemandem bekommen. Aber Klicks. Der Ursprungsartikel war im Januar mit großem Abstand der am häufigsten geklickte Artikel auf Op jück. Jetzt im Februar ist er noch unter der Top 5, während die Zusammenfassung der Lieblingshotelzimmer mit sehr großem Abstand der Text mit den meisten Klicks ist. Wunderbar.

Auch auf Twitter wurden die Posts mit #Lieblingshotelzimmer oft angesehen, geliked und retweetet, und die Facebookseite bekam neue Follower und auch einige Likes, Kommentare und Shares. In den sozialen Medien habe ich nämlich über Wochen täglich eine Unterkunft beziehungsweise einen Blogger geteilt.

Mit zwei Unterkünften bin ich auch ins Gespräch gekommen. Sie passen sehr gut zu meinem kleinen Blog, und ich werde sie mir im Frühsommer näher ansehen und dann darüber berichten. Es gab zwar mehr Hotelzimmer, die sehr gut gepasst hätten, aber nicht alle waren an einer Kooperation interessiert. So ist es eben.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden damit, wie die Blogparade gelaufen ist. Ich denke schon darüber nach, was ich 2019 für ein Thema angehen könnte. Gerne würde ich dabei wieder Blogger und Anbieter kombinieren. Falls Euch ein entsprechendes Thema einfällt, freue ich mich über eine kurze Info.

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