Projekt Digitalien fordert Improvisationsgeschick

Gestern war ein wilder Tag im Projekt Digitalien: Morgens gab es drei Anmeldungen für das Blogging-Seminar mit Timo Stoppacher. Bei einer der Angemeldeten ging ich davon aus, dass sie nicht kommen würde, da sie schon in der Vorwoche mit den Inhalten etwas überfordert wirkte. Die zweite Dame sagte am frühen Vormittag ab, die dritte angemeldete Teilnehmerin war unschlüssig, ob sie kommen werde, da sie krank war. Zwischenzeitlich war aber eine neue Anmeldung hinzugekommen, so dass der Workshop auf jeden Fall stattfinden sollte.

Etwa 45 Minuten vor Beginn piepte dann jedoch das Handy: Timo, also der Dozent, war noch ganz weit weg. Da es auf der Hohenzollernbrücke brannte, konnte seine S-Bahn nicht in den Hauptbahnhof einfahren. Er musste in einen Bus umsteigen, und es war abzusehen, dass er zu spät kommen würde. Erfreulicherweise hatte er aber seine Präsentation in die Dropbox gelegt und schickte mir den Link. Das Thema „Blogs schreiben“ schockierte mich nicht, aber es war eher ungewohnt, mit fremden Folien arbeiten zu müssen.

Kaum hatten wir das Problem soweit geklärt, klingelte mein Handy: Eine Kundin von mir aus Berlin war in der Stadt. „Frau Blaß, ich bin gerade auf dem Weg zu Ihnen ins Projekt Digitalien!“ – in mir kreischte es auf! Ausgerechnet heute, wo alles so improvisiert war. Und ich war nicht auf echten Kundenbesuch eingestellt und nicht adäquat gekleidet. Obwohl – ich trug eine Kapuzenjacke. Zwar nicht aus Prinzip, sondern weil es im Projekt Digitalien kalt ist. Aber falls sie vom #hoodiejournalismus gehört haben sollte, fände sie das vielleicht ganz lustig.

Als Frau E. kam, war sie ganz aus dem Häuschen: Ihr Sohn musste ihren Computer reparieren, hatte aber das Passwort nicht, und sie konnte sich nicht daran erinnern. Dieses Problem war dank Laptop und Wlan immerhin schnell behoben, so dass wir nur mit nur wenig Verspätung das Blogging-Seminar starten konnten – leider nur mit zwei Teilnehmern. Timo kam auch irgendwann noch dazu. Er übernam mein Smartphone zur Fernsteuerung der Folien – und ich hatte dementsprechend kein Gerät in der Hand, um Videos oder Fotos zu machen. Nun denn. Dafür sind wir alle im Anschluss spontan ins Café Sehnsucht zum Abendessen gegangen. Frau E. fand Kölsch lecker. Und ich hoffe, dass die nächsten Workshops wieder etwas problemloser laufen werden.

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