Projekt Digitalien: Meine persönliche Weiterbildungszeit

Mehrfachbelichtung mit Hipstamatic: Im Vordergrund das Laptop mit Blick zum Fenster. Daneben Fotoprodukte, die mit Hilfe des Internets produziert wurden.
Projekt Digitalien: Mehrfachbelichtung mit Hipstamatic: Im Vordergrund das Laptop mit Blick zum Fenster. Daneben Fotoprodukte, die mit Hilfe des Internets produziert wurden.

Neun Wochen habe ich das Saisongeschäft in der Körnerstraße gemietet, um hier das Projekt Digitalien zu realisieren. Ich will damit unter anderem sinnvolle Anwendungen im Internet möglichst vielen Menschen nahebringen. Die Krux mit dem Internet ist aber, dass es sich ständig weiterentwickelt. Wer nicht am Ball bleibt, ist bald draußen. Damit mir das nicht passiert, nutze ich das Projekt Digitalien auch, um mich selbst verstärkt mit neuen Ideen, Seiten und Apps auseinanderzusetzen.

Hipstamatic? Der Oldie unter den Foto-Apps? Genau – damit setze ich mich derzeit wieder auseinander. Lange verstaubte die App auf meinem Smartphone, irgendwie war Instagram angesagter. Bis ich vor einigen Wochen die Zufallsfunktion von Hipstamatic entdeckte: Man schüttelt das Smartphone einmal, und bekommt daraufhin eine zufällige Kombination von Blende, Film und Blitz angeboten. Das Ergebnis sieht man natürlich erst, wenn das Foto „entwickelt“ ist, wie es bei Hipstamatic heißt. Ich mag ja Zufälle, weil man darüber immer wieder neue Dinge findet, die man vielleicht nie für sich entdeckt oder ausprobiert hätte, wenn man auf dem alltäglichen Weg geblieben wäre. Um die Bandbreite meiner Hipstamatic-Möglichkeiten zu sehen, habe ich das Projekt Digitalien mit der Zufallsfunktion fotografiert. Natürlich wird sie größer, je mehr In-App-Käufe man getätigt hat, denn mit jedem Kauf hat man ein neues Blenden-Film-Paket. Übrigens sind mit Hipstamatic auch Mehrfachbelichtungen möglich – sogar mit einem Wechsel des Aufnahmemodus.

Während ich mich mit Hipstamatic im Wesentlichen aus Spaß beschäftigt habe, haben andere Dinge auch einen beruflichen Mehrwert. Beispielsweise weiß ich seit vergangener Woche endlich, wie ich das iPhone als Fernbedienung für die Präsentationen einsetze. Ich habe außerdem bei Flipboard ein eigenes, öffentliches Magazin angelegt. Und mit Glossi eine neue Darstellungsform ausprobiert, die ich meinen Studenten am Journalistischen Seminar in Mainz im Mai zeigen möchte. Außerdem habe ich mich ausführlich mit dem Thema Usability auseinandergesetzt, da ich mit einer Präsentation eine Kollegin vertreten soll. „Wenn das jemand kann, dann du“, lautete der Ansporn des Kunden. Da gab ich mich geschlagen.

Für die ersten drei Wochen bin ich also schon weit gekommen. Das Beste an dem Ganzen ist aber, dass ich noch sechs Wochen vor mir habe – und auf dem Smartphone noch viele Apps ruhen, die ich in dieser Zeit testen werde.

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