Projekt Digitalien: Noch zwei Wochen – und erste Erfahrungen mit Evernote

Screenshot Evernote
Screenshot Evernote

So schnell vergeht die Zeit: Von neun Wochen Projekt Digitalien sind nur noch knapp zwei übrig! Bis zum 28. April gibt es weitere Workshops zu den Themen Smartphonefotografie, Foursquare und RSS-Feeds. Aber auch zwischen den Seminaren freue ich mich dort über Besuch. Am Freitag war übrigens Sebastian Brinkmann da, und hat uns Evernote nähergebracht.

Zugegeben: ich hatte die App vor vier Jahren schon einmal auf meinen Geräten installiert. Aber ich bin nicht mit ihr warm geworden. Als Sebastian Brinkmann nun anbot, im Projekt Digitalien einen Workshop zur Software anzubieten, war ich geradezu begeistert – in der Hoffnung endlich den Nutzen dieser vielgelobten App verstehen zu können.

Toll finde ich, dass die App Schrift auf Bildern erkennen kann. Das ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Apps, um Ordnung zu halten. Was sich mir noch nicht ganz erschließt, ist der Unterschied zu den Diensten Dropbox und iCloud. Sebastian Brinkmann sagt, er liegt in der Möglichkeit, die abgelegten Informationen bei Evernote durchsuchen zu können. Das klingt verlockend. Und da mir eine Möglichkeit eingefallen ist, wie ich Evernote nutzen kann, habe ich Samstagmorgen hochmotiviert die App aufs iPad heruntergeladen. Der Anfang war allerdings zunächst demotivierend: Ich wusste natürlich mein Passwort nach vier Jahren nicht mehr. Leider klappte es zunächst nicht, das alte zurückzusetzen, und als ich dann irgendwann doch Zugriff auf die Daten von 2010 hatte, zweifelte ich stark daran, dass ich sie abgelegt haben soll. Das tue ich bei einigen noch immer, weil ich zu den Inhalten überhaupt keinen Bezug habe. Aber ich nehme es mal so hin.

Meine Idee war nun, ein Notizbuch mit Reiseinformationen für China in Evernote abzulegen und mit meinem Mann zu teilen. Wenn’s klappt, sollen diese Infos dann auch offline vor Ort verfügbar sein. Doch auch hier wurde meine Motivation zunächst gedämpft: Screenshots von Webseiten kann man nur am Rechner machen – oder man lädt sich zusätzlich eine kostenpflichtige App herunter. Vermutlich werde ich dies bald tun, denn viele der Infos, die ich ablegen möchte, werden nur auf dem iPad-Monitor verfügbar sein, nicht aber im Browserfenster des Rechners.

Am Samstag wechselte ich jedoch zunächst an den Rechner – und wurde wieder enttäuscht: Um nur bestimmte Teile eine Homepage auszuwählen, muss man am Mac nämlich die Apfel-Taste drücken, bevor man in Firefox den Evernote-Button wählt. Da das aber nirgendwo beschrieben war, half nur ein etwas frustrierendes trial & error. Alles andere funktionierte jedoch problemlos – und der Spaß an der App nahm zu mit jedem digitalen Schnipsel, den ich dort ablegte und verschlagwortete. Gestern legte ich sogar ein zweites Notizbuch an – wieder für ein privates Thema. Wie ich Evernote beruflich einsetzen kann, hat sich bislang jedoch noch nicht gezeigt.

Heute Vormittag jedoch erschloss sich mir die Funktion, Evernote als digitalen Zettelkasten zu nutzen für Flyer, die man vielleicht irgendwann einmal gebrauchen kann – und in der Offline-Welt zum gegebenen Zeitpunkt sehr sicher nicht mehr wiederfinden würde. Wir scheinen uns aneinander zu gewöhnen, Evernote und ich. Ich gebe uns mal bis August Zeit, und falls sich unser Verhältnis bis dahin stabilisiert hat, werden wir zusammen bleiben.

Übrigens war Sebastian Brinkmanns Begeisterung von Evernote so ansteckend, dass alle vier Teilnehmer sich vorgenommen haben, sich mit der Software auseinanderzusetzen. Tolles Ergebnis eines Workshops!

4 thoughts on “Projekt Digitalien: Noch zwei Wochen – und erste Erfahrungen mit Evernote

  1. Schöner Artikel – habe ihn mal in unserer Google+ Community „EvernoteDE“ verlinkt.
    Kurze Anmerkungen:
    1. Du brauchst keine kostenpflichtige App für Screenshots. Einfach den Home-Button zusammen mit der Ein-Aus-Taste drücken, das Foto landet im Album und kann so in Evernote Eingang finden.
    2. Es gibt den Web Clipper als Bookmarklet auch für den iPad-Safari. Einmal installiert, kannst Du ganze Webseiten in Evernote aufnehmen (auch „über den Bildschirmrand hinaus“).
    3. Unterschied zu Dropbox: Ja, die Suche (auch in handschriftlichen Zetteln, die Du in Evernote hast) ist _eine_ wichtige Sache. Weitere Unterschiede: Eine Notiz kann mehrere Inhalte aufnehmen, also z. B. die PDF-Rechnung plus Erinnerungsfunktion für das Bezahlen plus Deine Anmerkung, dass diese Rechnung inzwischen bezahlt ist. Außerdem kannst Du getrennte Notizen miteinander verlinken und … und … und …
    Viel Spaß beim Entdecken der 1000 Möglichkeiten!

  2. hi Bettina, auf der Arbeit nutze ich es aber nur mit offline Büchern. Irgendwie habe ich noch einProblem damit meine Firmen und Privatdaten auf einem Fremden Server liegen zu haben. Klar ich nutze auch die Apple Cloud das ist mein Risiko aber wie erklär ich es meinem Arbeitgeber wenn die Daten bei Evernote irgendwann mal gehackt werden…. nun ja ich probier auch, den Workshop bei Dir habe ich leider verpasst, war sicher interessant.

    Gruß
    Micha

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