Projekt Digitalien:“Ich will bei Ihnen keinen Computer kaufen“

Lesezeichen und Postkarten haben neue Besitzer gefunden.
Lesezeichen und Postkarten haben neue Besitzer gefunden.

Drei Wochen mit mindestens acht Mini-Workshops hat das Projekt Digitalien noch vor sich. Für viele Termine gibt es bereits Anmeldungen – oft handelt es sich bei den Teilnehmern um Wiederholungstäter, die mehrere Seminare besuchen. Leider ist es aber schon mehrfach passiert, dass sich Leute angemeldet haben, die dann einfach nicht kamen. Das finde ich sehr schade. Umso erfreulicher waren die letzten Begegnungen mit Passanten, die sich ins Saisongeschäft hereintrauten.

Gestern Nachmittag streckte eine Frau ihren Kopf herein:“Ich finde die Lesezeichen und Postkarten im Schaufenster so schön. Die würde ich gerne kaufen!“. Klar sage ich, und erkläre ihr die Idee mit der Spende. Das findet sie toll. Sie fragt nach, was ich denn eigentlich ganz genau im Saisongeschäft mache. „Das ist total wichtig!“, sagt sie. „Ich merke das ja an mir selbst. Mein PC läuft noch mit Windows XP.“ – „Oh!“, sage ich, und erzähle, dass das Betriebssystem nicht weiter unterstützt wird, und was die Folgen sind. „Ja“, sagt sie. „Ich habe auch schon einen neuen Rechner, aber der läuft noch nicht. Und ein Smartphone habe ich noch gar nicht.“ Ich zeige ihr, was ich mit meinem Smartphone so mache. Sie:“Aber ist das mit den Viren und der Schadsoftware bei den Geräten nicht noch viel schlimmer als beim PC?“. Kommt darauf an, sage ich, und erkläre ihr kurz die Situation. Ich erläutere ihr auch, warum ich mit Mac arbeite. Das findet sie interessant. „Vielleicht sollte ich auch auf Mac umsteigen“, sagt sie. „Aber ich will bei Ihnen jetzt keinen Computer kaufen!“ – „Das geht auch nicht“, sage ich. „Die habe ich nämlich nicht im Angebot.

Kaum ist diese Besucherin weg, kommt eine andere herein, sehr vorsichtig, sie hat ein Einkaufswägelchen bei sich. „Ich habe neulich im Vorbeigehen gesehen, dass Sie einen Workshop zu Social Media anbieten“, beginnt sie. „Ist das nur für Journalisten oder für alle?“. Wieder erkläre ich, worum es geht, sie ist begeistert. Sie erzählt, dass sie selbstständig ist, dass sie in fünf Jahren in Rente geht, dass sie eine Homepage und einen Facebook-Auftritt hat machen lassen, dass sie aber überhaupt nicht weiß, wie sie damit umgehen muss. Aber, so sagt sie, sie wolle sich jetzt endlich bei Google eintragen. Ich erkläre ihr, warum das nicht so einfach geht und empfehle ihr zwei Seminare. Sie habe nicht viel Geld, sagt sie, ob sie trotzdem kommen dürfe. „Natürlich“, sage ich. „Ich glaube aber – bitte nehmen sie mir das nicht übel – dass sie inhaltlich einen weiten Weg vor sich haben.“ – „Ich weiß“, sagt sie. „Aber ich würde das alles gerne verstehen!“. Das finde ich toll – und bin gespannt, ob sie kommt.

Die Liste aller Workshops ist natürlich im Netz. Heute Abend geht es von 18 bis 19 Uhr um das Thema „SEO & Social Media“.

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