Wenn man (k)einen Urlaub gebucht hat

Es gibt viele Portale, in denen man mit Vergünstigung Produkte kaufen kann. Manchmal geht es dabei um Restposten, in anderen Fällen kommt der Rabatt dadurch zustande, dass über eine Plattform besonders viele Käufer gefunden werden. Ich hatte mit den Angeboten von letzteren Plattformen eine gute Zeit: Gutscheine für Restaurantbesuche, Cafés, Museen, Stadtführungen. Vor gut einem Jahr habe ich mich aber entschlossen, mein letztes Konto bei einem solchen Anbieter zu kündigen. Der Grund dafür: Mein Mann bekam im Juli 2016 völlig überraschend die Information von einem dieser Unternehmen, dass er eine Rundreise in Vietnam für zwei Personen gebucht habe, und zwar für 998 Euro. Das ist aus mehreren Gründen völlig abwegig:

Kinderbilder im Netz und die Folgen

So süß: Breiverschmiert, auf dem Töpfchen oder das erste Mal am Strand. Stolze Eltern teilen diese Fotos ihrer Kleinen gerne in sozialen Netzwerken – und wissen oft nicht, welche Folgen das haben kann. Doch soziale Medien wie Facebook und Instagram sind kaum noch aus dem Leben moderner Eltern wegzudenken. Sie verbinden Menschen über Kontinente und um die ganze Welt, und es ist kein Wunder, dass man dort auch Fotos der eigenen Kinder teilen möchte, um Freunde und Familie in der Ferne am Aufwachsen der Kleinen zu beteiligen. Allerdings ist die Welt da draußen nicht nur gut: „Sicherlich ist es ein extremes Beispiel, wenn wir vor Pädophilen warnen“, sagt Martin Müsgens,…

Leserbriefe aus der Hölle, Teil 2: „Sie leben von den Dummen“

Dieser Leserbrief erreichte mich als Mail und hat eine Vorgeschichte. Er bezieht sich auf einen Artikel, den ich 2013 über Postpay geschrieben habe. Der Text ist einer der meistgelesenen und -kommentierten auf meiner Homepage, und das, obwohl er schon so alt ist. Zuletzt kommentierte dort ein Mensch mit abgekürztem Vor- und ausgeschriebenem Nachnamen. Obwohl es im Artikel um Postpay geht, kam er auf Paypal zu sprechen. Ich antwortete ihm relativ kurz. Darauf kam ein langer Kommentar zurück, den ich nicht 1:1 freischalten konnte. In dem Kommentar standen nämlich Aussagen, von denen ich schlicht und ergreifend nicht weiß, ob sie stimmen oder nicht. Wären sie falsch, käme ich bei einer Veröffentlichung…

Leserpost aus der Hölle, Teil 1. „Sie bekommen Provisionen“

Die Zahl von Kommentaren, in denen ich beleidigt werde, oder in denen mir unbekannte Menschen Dinge unterstellen, die völlig absurd sind, wächst. Es scheint eine immer niedrigere Hemmschwelle zu geben, fremde Menschen anzupöppeln. Übrigens nehmen diese unschönen Umgangsformen auch unter Bekannten und über alle sozialen Netzwerke zu, habe ich den Eindruck. Ich habe dazu neulich schon einmal einen Text veröffentlicht. Ich genehmige diese Kommentare trotzdem, zumindest ansatzweise und so, dass ich damit nicht gegen geltendes Recht verstoße. Werden also in den Kommentaren Unternehmen oder Privatmenschen angegangen mit Aussagen, die nicht belegt sind oder strafrechtlich verfolgt werden könnten, veröffentliche ich diese Passagen nicht. Schließlich hafte ich für das, was auf meiner…

Wo bleibt eigentlich die Netiquette?

Hate Speech scheint mir das Thema des Jahres zu sein. Kaum eine Medienkonferenz, die ohne ein Modul zum Thema auskommt, kein Bildungsträger, der nicht mindestens einen Workshop zum Thema anbietet. Berechtigt, durchaus, denn die Welle an Hass, Verleumdungen und Bösartigkeiten, die durchs Internet rollt, ist gigantisch. Auch meine Blogs bleiben nicht immer verschont von den Kommentaren von Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als ihren verbalen Müll auf digitalen Plattformen zu äußern.

Maisel and Friends: Digitalisierung der Braubranche

Eine Terrasse mit Blumen und Sitzgelegenheiten, ein Backsteinhaus, ein trendiger englischsprachiger Name: Maisel und Friends. Auf den ersten Blick sieht man nicht, dass man hier vor der Brauerei Gebrüder Maisel mitten in Bayreuth steht. Doch dann fallen links vom Eingang die glänzenden Malz-Silos auf, rechts hinten sieht man gestapelte Bierkästen, viele. Und überhaupt – hängt da nicht auch ein Hauch von süßlichem Braugeruch in der Luft? Bei Maisel and Friends trifft Tradition auf Moderne: 1887 wurde das Gebäude errichtet, in dem noch heute gebraut wird. Doch heute braut der Braumeister das Bier mithilfe eines Tablets.

Mit digitaler Hilfe durch die Miró-Ausstellung in der Frankfurter Schirn

Kennt Ihr die Bilder von Joan Miró? Sie sind oft groß und blau, manchmal mit schwarzen Punkten oder roten Strichen. Ich gebe offen zu, dass das nicht die Art von Kunst ist, die mich begeistert. Und ich wäre tatsächlich auch nicht auf die Idee gekommen, eine solche Ausstellung zu besuchen, wenn nicht der Eintritt für die Frankfurter Schirn, in der die Bilder noch bis Juni gezeigt werden, im Preis für die Hotelübernachtung im Le Meridien inklusive gewesen wären. So dachte ich: Schau’ ich mir an.

Rückblick auf die CeBIT und #rtb2016

Lange ist es her, sehr lange, dass ich zuletzt auf der CeBIT war. 16 Jahre, um es genau zu sagen. Dass ich mich 2016 wieder für die weltgrößte IT-Messe in Hannover interessiere, liegt an der Konferenz Rock the Blog, die in diesem Jahr das zweite Mal stattfand. Leider habe ich im Vorfeld nicht wirklich viel darüber im Netz gefunden. Aber auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin war #rtb immer wieder Thema. Dummerweise hatte mir seit Beginn meiner Planung mein Terminkalender einen Strich durch die Pläne gemacht: Ich musste am Freitag schon kurz nach 12 #rtb verlassen, um weiter zu fahren – ins Wendland. Ich habe lange überlegt, ob ich wirklich…

Die schwierige Diskussion mit virtuellen Chat-Beratern

Sind Sie Fluch oder Segen? Ich kann es nicht genau sagen, bin aber erstaunt darüber, auf wie vielen Internetseiten es in der Zwischenzeit virtuelle Chat-Partner gibt: Bei Banken oder Online-Shops geht sehr schnell ein Kommunikationsfenster auf, wenn der Kunde zu lange nicht mit der Seite interagiert. Bisher habe ich diese Chats in der Regel gemieden, denn erstens komme ich meistens ohne Hilfe ganz gut zurecht, zweitens treiben mich Sprachassistenten in Hotlines zur Verzweiflung, wenn sie mein Anliegen nicht verstehen. Ich befürchtete, es könnte bei einem virtuellen Chat-Partner ähnlich sein.