Sechs Seminare, die ich als Dozentin nicht so schnell vergessen werde

15 Jahre bin ich selbstständig. Und genau so lange gebe ich auch Seminare. Zu meinen Kunden gehören Hochschulen, Bildungsträger, Verbände, Ministerien und ganz selten auch Privatleute. Eigentlich sollte man ja denken, dass gar nicht so viel bei einem Seminar schief gehen kann, wenn man nur Vorne steht und sein Wissen weitergibt. Doch 2016 habe ich einige Seminare erlebt, die ich kein zweites Mal so haben muss.

Warum 33 Euro Stundenlohn für einen freien Dozenten zu wenig sind

Geht man davon aus, dass ein Monat 20 Arbeitstage hat, käme man mit einem Stundenlohn von 33 Euro auf ein erfreuliches Monatsgehalt von 5.333 Euro vor Steuern. Wer die Zahlen hinterfragt, wird jedoch feststellen, dass das in einigen Fällen ein Trugschluss ist.

Stundenlohn: 4,98 Euro

Manchmal ist es doch gut, seinen Taschenrechner zu zücken. Bisher habe ich ja, wenn ich in Mainz unterrichtet habe, immer bei Bekannten übernachtet. Das wird mir nun aber doch zu unbequem auf Dauer, und ich will ihre Gastfreundschaft nicht strapazieren. Nun habe ich mal gerechnet, wie hoch meine Ausgaben wären, wenn ich ein Hotel für je eine Nacht nehmen würde. Da komme ich mit Benzin- und Übernachtungskosten, Parkhausgebühr und Essen für zwei Tage auf 211 Euro. Für 14 Stunden Blockunterricht gibt es aber nur 300 Euro. Bleiben knapp 89 Euro übrig – vor Steuern. Diese 89 Euro müssen durch 18 Stunden geteilt werden, weil die Vorbereitung des Kurses ja auch…