Wenn man(n) mir digital zu nah kommt

Die sozialen Medien haben zwei gewaltige Vorteile: Man kommt schnell mit dahin Unbekannten ins Gespräch Man wird unangenehme Zeitgenossen genau so schnell wieder los.

Warum ich meine Facebook Page gelöscht habe

Alles hat seine Zeit. Und manchmal ist die einfach vorbei. Weil sich die Umstände ändern beispielsweise. Oder weil es plötzlich einen Algorithmus gibt. Und darum habe ich meine Facebook Business Page für Wirtschaft verstehen gelöscht. Ob ich das genauer erklären kann, fragt mich eine Freundin. Ja, kann ich: Meine One Woman Show läuft seit mindestens zehn Jahren unter dem Namen Wirtschaft verstehen. Damals hatte ich überlegt, ob ich irgendwann wachsen möchte, ein Büro zusammen mit Kollegen gründen will. Ich habe mich irgendwann von dem Gedanken verabschiedet, weil mir meine Unabhängigkeit wichtiger war. Trotzdem gibt es noch die URL wirtschaft-verstehen.de, und meine Mails laufen ebenfalls unter dieser Kennung. Tatsächlich mache ich…

Leserpost aus der Hölle, Teil 1. „Sie bekommen Provisionen“

Die Zahl von Kommentaren, in denen ich beleidigt werde, oder in denen mir unbekannte Menschen Dinge unterstellen, die völlig absurd sind, wächst. Es scheint eine immer niedrigere Hemmschwelle zu geben, fremde Menschen anzupöppeln. Übrigens nehmen diese unschönen Umgangsformen auch unter Bekannten und über alle sozialen Netzwerke zu, habe ich den Eindruck. Ich habe dazu neulich schon einmal einen Text veröffentlicht. Ich genehmige diese Kommentare trotzdem, zumindest ansatzweise und so, dass ich damit nicht gegen geltendes Recht verstoße. Werden also in den Kommentaren Unternehmen oder Privatmenschen angegangen mit Aussagen, die nicht belegt sind oder strafrechtlich verfolgt werden könnten, veröffentliche ich diese Passagen nicht. Schließlich hafte ich für das, was auf meiner…

Identitätsdiebstahl bei Facebook – und was Ihr dagegen tun könnt

Es ist Sonntagmorgen, und draußen wird es hell, als ich die Augen aufschlage. Ich liege in einem Hotelzimmer und greife nach dem Handy, weil ich wissen möchte, wie spät es ist. Schlaftrunken sehe ich eine Freundschaftsanfrage für Facebook von Irene auf dem Display. Merkwürdig, denke ich, ich bin doch schon seit Jahren mit Irene befreundet. Vielleicht, so denke ich, hatte sie ein Problem mit ihrem Konto oder mich versehentlich entfreundet. Darum nehme ich die Freundschaftsanfrage im Halbschlaf an. Doch postwendend kommt eine Nachricht von ihr. Wie es mir geht, will sie wissen. Auf französisch. Und das ist merkwürdig. Jetzt bin ich wach.

Sie wollen deine Daten: Tests und Challenges bei Facebook

Hattet Ihr sie auch in Eurem Facebook-Nachrichtenstrom? Diese Challenge, in fünf Tagen fünf Bilder zu posten, die älter sind als 15 Jahre? Und dann neue Mitspieler zu nominieren? Oder den kleinen Test: Welcher Schauspieler bist du? Und habt Ihr mitgemacht, weil das ja eine nette Unterbrechung vom Alltag ist? Dann wisst Ihr sicherlich schon längst, dass diese Challenges und Tests nicht zu Eurem Vergnügen entwickelt werden, sondern häufig, weil Datenbroker mit den so gesammelten Informationen Euer Profil vervollständigen wollen. Ich habe dazu mit Martin Hellweg gesprochen, er ist der Virtual Bodyguard und hilft Firmen und Privatpersonen, ihre Privatsphäre und Reputation zu schützen oder wieder herzustellen, wenn selbige durch das Internet…

Warum Facebook nicht doof ist

In Seminaren passiert mir das immer wieder: Unabhängig vom Alter wollen mir Seminarteilnehmer erklären, Facebook sei langweilig, doof oder dumm. Frage ich dann nach, was sie damit genau meinen, bekomme ich oft die Antwort, die Nachrichten, die angezeigt würden, interessierten sie nicht. Meine Standard-Antwort darauf ist dann zunächst, dass ein Netzwerk immer nur so gut ist, wie man es sich selbst macht. Davon abgesehen gibt es einige Schrauben, an denen man drehen kann, um seinen Newsfeed mehr auf die eigenen Interessen zuzuschneiden.

Merkwürdige Freundschaftsanfragen bei Facebook

Das hat bestimmt schon jeder bei Facebook erlebt – oder zumindest jede: Ein Mann, nach dem Bild irgendwo zwischen 40 und 50, schickt eine Nachricht oder Freundschaftsanfrage. Das Profil des Mannes: leer. Kein Hintergrundbild, keine Freunde, keine Informationen, keine Posts, nichts. Wie blöd wäre ich, wenn ich solch eine Person, die ich nicht kenne, in meinen Freundeskreis aufnähme? Mache ich nicht, aber ich beginne mal zu recherchieren. Sensibilisiert durch die Geschichte einer Frau, die lange Zeit eine virtuelle Beziehung mit einem nicht-existierenden Mann führte, bin ich neugierig geworden. Die Kurzversion gibt’s übrigens bei der Süddeutschen.