Warum der Algorithmus und ich auf dem Kriegsfuß stehen

Ja, natürlich kann es sinnvoll sein, dass mir anhand meiner Interessen und Interaktionen Posts, Bilder, Videos, Musik oder Einkaufstipps vorgeschlagen werden. Denn wie sonst sollte man die Flut an Informationen im Internet auch nur ansatzweise durchschauen? Alleine die Zahl für YouTube ist gruselig, wenn sie denn stimmt: Jede Minute sollen 400 Stunden Filmmaterial hochgeladen werden, heißt es. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ich selbst dann, wenn ich jede verbleibende Minute meines Lebens nur noch YouTube sehen würde, nur einen Bruchteil von dem anschauen könnte, was hochgeladen wird. Also ist so ein Algorithmus mit Vorschlägen für den Verbraucher eigentlich eine gute Idee. Wäre da nicht das Aber:

Die Sache mit den Influencern bei Instagram

Ich staune nicht schlecht: Die schmächtige, schüchterne Frau, die ich bei einer Bloggerveranstaltung von Temma treffe, hat 21.500 Follower bei Instagram. Wir sitzen nebeneinander am Tisch und unterhalten uns darüber, was wir machen. Sie bloggt und instagramt. Ich mache auf vielen Kanälen ein bisschen was. Und bin mit meinen 537 Followern bei Instagram ein ungefähr staubkorngroßer Influencer. „Wie viele Follower hast du gekauft?“, frage ich sie. Sie schaut mich einige Sekunden ausdruckslos an. Dann: „Erst 5000. Und als es dann noch nicht lief, habe ich nochmals 5000 gekauft.“. Ich sage nichts dazu, kann mir aber gut vorstellen, dass 10.000 Follower eine gute Ausgangsgröße ist, um wahrgenommen zu werden und dem…

Wo bleibt eigentlich die Netiquette?

Hate Speech scheint mir das Thema des Jahres zu sein. Kaum eine Medienkonferenz, die ohne ein Modul zum Thema auskommt, kein Bildungsträger, der nicht mindestens einen Workshop zum Thema anbietet. Berechtigt, durchaus, denn die Welle an Hass, Verleumdungen und Bösartigkeiten, die durchs Internet rollt, ist gigantisch. Auch meine Blogs bleiben nicht immer verschont von den Kommentaren von Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als ihren verbalen Müll auf digitalen Plattformen zu äußern.

Social Media, Künstler und Konzerte

Viele Musiker wollen nicht, dass sie bei ihrem Konzert fotografiert werden: Bob Dylan beispielsweise. Regelmäßig verzichten in diesen Fällen Medien dann komplett auf die Berichterstattung über das Konzert. Zurecht, wie ich finde. Eine Freundin erzählte mir, sie sei beim Barbara Streisand Konzert in der Lanxess Arena in Köln vor einigen Jahren gewesen. Damals seien Ordner im Minutentakt vorbeigekommen, spätestens aber, wenn irgendwo ein Handy-Display aufblitzte: Fotografieren verboten. Gerade Barbara Streisand, nach der im Internet ein Effekt benannt wurde, nämlich der, dass ein Verbot der Veröffentlichung dazu führt, dass im Internet Dinge noch deutlich leichter gefunden werden als zuvor, weil sie massenhaft eingestellt werden. Nun ja.

In Norwegen liebt man Instagram

Hashtags sieht man in Norwegen überall. #visitnorway soll man benutzen, bittet die norwegische Tourismusagentur. Die Tourismusbehörde von Stavanger bittet um das Hashtag #regionstavanger. Und selbst Straßenzüge in Stavanger und einzelne Häuser in der Stadt haben in den Fenstern ein Hashtag hängen, das man nutzen soll, wenn man Fotos des Hauses oder der Häuser beispielsweise bei Instagram postet.

Hoppla, mein Blog ist kurzfristig ein Medienstar

In meinen Seminaren sage ich es ja immer: Vernetzt Euch! Bloggt! Twittert! Besonders schön ist aber, wenn man am eigenen Leib erfährt, dass das keine leeren Phrasen sind: Auf meinem kleinen Blog Liebesbrief an Köln hatte ich ein Foto mit einem kurzen Text veröffentlicht. Das Foto avancierte samt meinem Blog zum medienstar. Zumindest für einige wenige Tage. Und so ist es dazu gekommen: [View the story „Als mein Blog kurzfristig zum Medienstar wurde“ on Storify]

Bewerben im digitalen Zeitalter

„Der Mittelstand hat großen Nachholbedarf in Sachen Internet“, sagt mir Dagmar Strehlau im Interview. Sie ist Senior Consultant bei der Anxo Management Beratung in Hofheim am Taunus. „Dieses Defizit ist ein großes Problem. Denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es schwierig, gute Mitarbeiter zu finden. Stellt sich ein Unternehmen im Netz nicht zeitgemäß dar, wird es noch schwieriger. Ich hatte erst neulich einen Kunden, der eine einzige Anzeige in genau einer Zeitung aufgeben wollte. Diese Zeiten sind vorbei. Eine Anzeige muss man auf mehreren Kanälen publizieren. Was Suchmaschinenoptimierung mit Recruitung zu tun hat und wie sich Unternehmen und Bewerber im digitalen Zeitalter richtig aufstellen, lest Ihr in meinem Gastbeitrag…