35 Apps, die ich liebe – beruflich und privat

Apps auf meinem Smartphone
Apps auf meinem Smartphone
Immer wieder stelle ich fest, dass Menschen ihr Smartphone höchstens benutzen, um zu telefonieren, vielleicht Mails zu checken oder WhatsApp-Nachrichten zu empfangen. Dabei spielen weder Alter noch Geschlecht oder Beruf eine Rolle: Meine Mittzwanziger an verschiedenen Bildungseinrichtungen unterscheiden sich da kaum von den 40+-Teilnehmern in den unterschiedlichen Journalismus-Seminaren. Mich irritiert das immer, denn für mich ist das Smartphone längst ein digitaler Assistent geworden, der mir in vielen Lebenslagen zur Seite steht. Ich habe darum eine Liste meiner Lieblingsapps gemacht, die vielleicht auch andere inspirieren können:

  • Die App der Deutschen Bahn: Natürlich kann man über die Deutsche Bahn schimpfen, wenn der Zug wieder einmal Verspätung hat. Ich bin aber eher ziemlich froh darüber, dass es die App des Unternehmens gibt. Damit kann ich problemlos und ziemlich spontan einen Zug buchen. Da ich sehr oft mit der Bahn unterwegs bin, und ich nie mein Rückfahrtticket im Voraus kaufe, habe ich sie also sehr oft im Einsatz. Sehr praktisch ist sie auch, um in einer fremden deutschen Stadt von A nach B zu kommen, ohne sich in einen Plan des öffentlichen Personennahverkehrs vertiefen zu müssen.
  • Handyticket ist ebenfalls eine App, die ich regelmäßig nutze: Seither muss ich in einer Bahn der Kölner Verkehrsbetriebe nie mehr nach Kleingeld suchen. Und ich fahre in Köln immer zum günstigeren Viererticketpreis, da das in der App automatisch so eingestellt ist. Bin ich in Düsseldorf unterwegs, wechsle ich einfach die Region. Genau so wie beispielsweise in Berlin oder Dresden.
  • iMessage und der Facebook-Messenger: Viele meiner Freunde haben ein iPhone, so wie ich auch. Was soll man dann mit WhatsApp, wenn es doch iMessage gibt? Ich schätze die App sehr, die mir SMSen automatisch auch auf alle anderen Apple-Geräte schickt und genauso wie WhatsApp für Multimedia und Gruppen ausgelegt ist. Den Facebook-Messenger nutze ich, um mit allen anderen Menschen zu kommunizieren, die kein iPhone haben. WhatsApp habe ich auch installiert. Es gibt aber zum Glück nur drei Menschen in meinem Umfeld, die darüber kommunizieren.
  • Twitter nutze ich fast ausschließlich als App. Über sie lassen sich meine unterschiedlichen Konten einfach verwalten. Natürlich habe ich auch die Facebook-App auf dem Handy, aber eher, um zu lesen. Dort poste ich in der Regel über den Computer. Snapchat funktioniert sowieso nur über das Handy. Und Instagram im Wesentlichen auch.
  • Nachrichten konsumiere ich am liebsten über die Apps News Republic und Blendle. Bei beiden kann man sein Interessengebiet festlegen und bekommt dementsprechend Artikel angezeigt. Bei News Republic kann man außerdem RSS-Feeds beispielsweise von Blogs ablegen. Bei Blende bezahlt man pro gelesenem Artikel, was ich gut finde: Guter Journalist kostet eben.
  • Die Kalender- und die Erinnerungs-App organisieren meinen Alltag, privat und beruflich. Mein Mann und ich nutzen den Kalender jeweils individuell, aber auch als Paar. Das erleichtert es deutlich, Verabredungen auch ohne Rücksprache zu treffen. Auch bei den Erinnerungslisten haben wir gemeinsame und individuelle Listen. In meiner Liste stehen alle Aufgaben für einen Arbeitstag. Die Listen sehe ich natürlich auch auf dem Computer, ebenso wie den Kalender. Somit sind beides hervorragende Tools für ein gutes Zeitmanagement.
  • Die Orientierung behalte ich mit Google Maps, Apples Karten und der Navigon-App für Europa beziehungsweise die USA. Letztere hat mich schon durch Spanien, Frankreich, Belgien und die Niederlande sowie weite Strecken durch die USA geführt.
  • Aviary ist meine Lieblingsapp, um Bilder zu bearbeiten. Sie kann alles, was ich brauche, und verständlich ist sie zudem. Meine Lieblingsapp für den Videoschnitt ist iMovie, und wenn ich Audioaufnahmen grob schneiden muss, dann mache ich das mit iRig. Derzeit habe ich auch Pics2Mov wieder entdeckt. Mit ihr mache ich aus meinen Snapchat-Geschichten Zusammenfassungen fürs Blog.
  • Multimedialemente für meine Blogs mache ich besonders gerne mit Panorama von Dermandar: Das Panorama lässt sich einbetten und navigieren. Bubbli ist eine App für 360 Grad Panoramen, ThingLink macht interaktive Grafiken, Periscope ist für den Live-Stream von Veranstaltungen.
  • Die WordPress-App nutze ich nur selten, um Texte zu veröffentlichen. Das liegt daran, dass sie einfach nicht alles kann, was im Webinterface möglich ist. Aber wenn mir beispielsweise ein Tippfehler auffällt, korrigiere ich ihn oft über die App. Und außerdem habe ich damit die Blogstatistiken im Blick. Aus dem selben Grund habe ich Google Analytics auf dem Handy. Dort bekommt man noch etwas mehr Einblicke in die Statistiken.
  • Pages, das Apple-Pendant zu Word, nutze ich sehr häufig im Flieger oder der Bahn oder in kürzeren Urlauben, um meine Blogbeiträge vorzuschreiben. Besonders gerne übrigens mit der per Bluetooth verbundenen Tastatur.
  • iBooks und den Kindle als App nutze ich natürlich um eBooks zu lesen. Und die Apple-App Podcast ist wunderbar, um viele Hörstücke jederzeit bei sich zu haben. Ein Segen in überfüllten Zügen – vorausgesetzt man hat seine Kopfhörer dabei.
  • ShoppingList ist eine ganz wunderbare Einkaufslistenfunktion. Statt auf Papier notieren mein Mann und ich alles, was wir brauchen digital. Die Apps auf unseren Smartphones synchronisieren sich, so dass wir nicht doppelt einkaufen. Ist einer von uns gerade in einem Supermarkt, auf dem Markt oder der Drogerie, so kauft er direkt auch das ein, was in der ShoppingList notiert ist. Hervorragend.
  • Genius-Scan ist auch eine App, die ich besonders oft nutze. Damit lassen sich Dokumente viel schneller scannen und versenden als mit dem in den Drucker eingebauten Scanner.
  • Hotels buche ich ebenfalls gerne über das Smartphone, und zwar über die Apps hotels.com, Secret Escapes oder Hotel tonight.
  • Will ich wissen, was im Fernsehen läuft – ja, ich schaue noch linear TV – frage ich die Telekom-App zum Mediareceiver. Diesen programmiere ich auch über die App, beispielsweise im Urlaub, wenn ich sehe, dass ich sonst etwas wirklich Spannendes verpassen würde.
  • Brauche ich ein Taxi, benutze ich Mytaxi, und außerdem finde ich Foodora zur Essensbestellung gut, obwohl ich gar nicht so gute Erfahrungen mit der Plattform gemacht habe.

Mails checke ich natürlich auch am Handy. Und die meisten Fotos mache ich ebenfalls mit dem Smartphone und der entsprechenden App. Manchmal telefoniere ich sogar mit dem Gerät. Das passiert aber tatsächlich eher selten. Und das bei jeder App-Nutzung Daten weitergegeben werden, ist mir natürlich auch klar.

BettinaBlass

Wirtschaftsjournalistin, Dozentin für Internetthmen und Buchautorin.

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