Warum ich meine Facebook Page gelöscht habe

Alles hat seine Zeit. Und manchmal ist die einfach vorbei. Weil sich die Umstände ändern beispielsweise. Oder weil es plötzlich einen Algorithmus gibt. Und darum habe ich meine Facebook Business Page für Wirtschaft verstehen gelöscht. Ob ich das genauer erklären kann, fragt mich eine Freundin. Ja, kann ich: Meine One Woman Show läuft seit mindestens zehn Jahren unter dem Namen Wirtschaft verstehen. Damals hatte ich überlegt, ob ich irgendwann wachsen möchte, ein Büro zusammen mit Kollegen gründen will. Ich habe mich irgendwann von dem Gedanken verabschiedet, weil mir meine Unabhängigkeit wichtiger war. Trotzdem gibt es noch die URL wirtschaft-verstehen.de, und meine Mails laufen ebenfalls unter dieser Kennung. Tatsächlich mache ich

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Identitätsdiebstahl bei Facebook – und was Ihr dagegen tun könnt

Es ist Sonntagmorgen, und draußen wird es hell, als ich die Augen aufschlage. Ich liege in einem Hotelzimmer und greife nach dem Handy, weil ich wissen möchte, wie spät es ist. Schlaftrunken sehe ich eine Freundschaftsanfrage für Facebook von Irene auf dem Display. Merkwürdig, denke ich, ich bin doch schon seit Jahren mit Irene befreundet. Vielleicht, so denke ich, hatte sie ein Problem mit ihrem Konto oder mich versehentlich entfreundet. Darum nehme ich die Freundschaftsanfrage im Halbschlaf an. Doch postwendend kommt eine Nachricht von ihr. Wie es mir geht, will sie wissen. Auf französisch. Und das ist merkwürdig. Jetzt bin ich wach.

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Sie wollen deine Daten: Tests und Challenges bei Facebook

Hattet Ihr sie auch in Eurem Facebook-Nachrichtenstrom? Diese Challenge, in fünf Tagen fünf Bilder zu posten, die älter sind als 15 Jahre? Und dann neue Mitspieler zu nominieren? Oder den kleinen Test: Welcher Schauspieler bist du? Und habt Ihr mitgemacht, weil das ja eine nette Unterbrechung vom Alltag ist? Dann wisst Ihr sicherlich schon längst, dass diese Challenges und Tests nicht zu Eurem Vergnügen entwickelt werden, sondern häufig, weil Datenbroker mit den so gesammelten Informationen Euer Profil vervollständigen wollen. Ich habe dazu mit Martin Hellweg gesprochen, er ist der Virtual Bodyguard und hilft Firmen und Privatpersonen, ihre Privatsphäre und Reputation zu schützen oder wieder herzustellen, wenn selbige durch das Internet

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Warum Facebook nicht doof ist

In Seminaren passiert mir das immer wieder: Unabhängig vom Alter wollen mir Seminarteilnehmer erklären, Facebook sei langweilig, doof oder dumm. Frage ich dann nach, was sie damit genau meinen, bekomme ich oft die Antwort, die Nachrichten, die angezeigt würden, interessierten sie nicht. Meine Standard-Antwort darauf ist dann zunächst, dass ein Netzwerk immer nur so gut ist, wie man es sich selbst macht. Davon abgesehen gibt es einige Schrauben, an denen man drehen kann, um seinen Newsfeed mehr auf die eigenen Interessen zuzuschneiden.

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Merkwürdige Freundschaftsanfragen bei Facebook

Das hat bestimmt schon jeder bei Facebook erlebt – oder zumindest jede: Ein Mann, nach dem Bild irgendwo zwischen 40 und 50, schickt eine Nachricht oder Freundschaftsanfrage. Das Profil des Mannes: leer. Kein Hintergrundbild, keine Freunde, keine Informationen, keine Posts, nichts. Wie blöd wäre ich, wenn ich solch eine Person, die ich nicht kenne, in meinen Freundeskreis aufnähme? Mache ich nicht, aber ich beginne mal zu recherchieren. Sensibilisiert durch die Geschichte einer Frau, die lange Zeit eine virtuelle Beziehung mit einem nicht-existierenden Mann führte, bin ich neugierig geworden. Die Kurzversion gibt’s übrigens bei der Süddeutschen.

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Gelesen: Unfollow. Wie Instagram unser Leben zerstört

Instagram und ich, das ist Hassliebe. Einerseits mag ich die App, weil mir dort nicht so viel Hass und brauner Mist begegnet wie bei Twitter und Facebook. Außerdem verdiene ich indirekt Geld mit ihr, wenn ich KollegInnen erkläre, wie man Storys macht. Und andererseits frage ich mich, wie es sein kann, dass die Zahl der Follower seit Monaten nicht mehr steigt. Welche Algorithmen und Finessen liegen dahinter? Erst wurden aus unter 1000 Follower knapp über 2000. Das war einfach: Regelmäßig posten, liken, anderen folgen. Aber seither stagniert die Zahl. Es kommen X Fake Accounts in einer Woche dazu – und nach vier Monaten, wenn ihre Konten wieder gelöscht sind, sind

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Digitalisierung: Im Fake-Shop eingekauft

„Ich hab‘ Lehrgeld gezahlt“, sagt meine Freundin P. und lacht. Und das nicht zu wenig: Gut 120 Euro hat sie der Einkauf in einem etwas eigenwilligen Klamottenladen, wahrscheinlich einem Fake-Shop, im Netz gekostet. Sie war durch Werbung bei Facebook darauf aufmerksam geworden. Die Shirts, Kleider, Röcke trafen genau ihren Geschmack. Ein bisschen wild, ein bisschen öko, trotzdem sehr weiblich. Und dazu kam dieser unverschämt niedrige Preis. „Ich war zwar schon skeptisch“, sagt sie. Aber letztlich waren die Kleidungsstücke einfach zu schön. Darum fiel ihr auch gar nicht ein, nach einem Impressum zu suchen. Und die schlechten Begleittexte zu den Produkten? Hätte ja auch ein noch junger Shop sein können, der

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Digital X – oder als ich einen Tag über das Internet nachdachte

Da steht dieser Mann auf der Bühne und weiß gar nicht, wie viel ich ihm eigentlich verdanke. Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, war bei Digital X, einer Konferenz, die über sich selbst sagt, sie sei Europas führende Digitalisierungsinitiative auf Entscheider-Level. Und ich sitze im Publikum, höre ihm zu, und werde mir bewusst, dass ich heute sehr wahrscheinlich nicht die wäre, die ich bin, wenn er nicht 1989 den Grundstein zum World Wide Web gelegt hätte. Ich würde möglicherweise keine Texte fürs Internet schreiben, ich würde keine Texte über das Internet schreiben, ich würde nicht bloggen und keine Seminare geben rund um Social Media, SEO und Online publizieren. Kurz

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#DW_GMF 2019: Ganz anders als die Republica – aber sehr spannend

Nein, es ist weder hip, noch groß, noch in einer coolen Location: Das Deutsche Welle Global Media Forum (DWGMF) in Bonn findet im World Conference Center statt. Es gibt eine Hauptveranstaltung und nur wenige parallellaufende Sessions um die Mittagszeit. Essen ist übrigens im Preis inbegriffen und wird im Gegensatz zur #rp19 nicht auf Einweggeschirr serviert. Das DWGMF ist viel gemütlicher und überschaubarer als die Republica – und gleichzeitig viel internationaler. In diesem Jahr ging es um Machtverschiebungen im Journalismus. Und was in der Ankündigung für meine Verhältnisse ein bisschen steif und nüchtern daherkam, war live und in Farbe ziemlich spannend. Ein Loblied auf Blogger auf #DW_GMF Mein Lieblingszitat des Tages

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