ITB 2018: Digitale Reisetrends aus Paris für die Welt

Nachbearbeitung der ITB 2018
Nachbearbeitung der ITB 2018

Früher gab es Digitalkonferenzen, heute gibt es keine Messe oder Konferenz mehr, auf der Digitalthemen nicht im Fokus stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich auf einer Konferenz zum Thema Mobilität oder Demokratie bin, auf der Buchmesse in Frankfurt oder auf der Reisemesse ITB in Berlin. Sie interessiert mich natürlich besonders in Zusammenhang mit meinem Reiseblog, und weil ich dort auf Themensuche für Artikel bin, die ich meinen Kunden anbieten könnte. Wenn mir dort aber Digitalthemen in Form von digitalen Reisetrends begegnen, freue ich mich doppelt.

Laurent Queige von Welcome City Lab
Laurent Queige von Welcome City Lab

Eher zufällig habe ich in diesem Jahr im Vorfeld der ITB von Paris & Co gehört, weil Atout France mich auf deren Angebot aufmerksam gemacht hatte. So hatte einen Termin mit deren Vertreter vereinbart. Ich traf Laurent Queige, Managing Director von Welcome City Lab, das zu Paris & Co gehört. Er erzählte mir von seiner Arbeit: „Wir unterstützen 30 innovative Start-ups pro Jahr“, sagte er. Das müssen übrigens nicht zwingend französische Unternehmen sein. Derzeit werden beispielsweise auch indische oder US-amerikanische Firmen werden gefördert, wenn ihre Idee ins Konzept der digitalen Reisetrends passt. Start-ups, die ausgewählt wurden, bekommen vom Welcome City Lab ein Coaching in Marketing und Hilfe bei der Finanzierung. „Wir wollen, dass sie die typischen Fehler vermeiden“, sagt Queige.

Digitale Reisetrends im Überblick

Mit einigen Unternehmen war er zur ITB nach Berlin angereist. Mit dabei waren:

  • Skydeals. Das unternehmen ermöglicht es bei einer W-LAN-Verbindung an Bord eines Flugzeuges beim Einkaufen spezielle Rabatte zu bekommen.
  • eCentime richtet sich an chinesische Besucher, die mehr als einmal nach Europa kommen. Sie bringen die Touristen mit den Anbietern lokaler Produkte in Kontakt.
  • Skylap ermöglicht es, die günstigsten Preise für Flüge herauszusuchen, bei denen mehr als nur ein Ziel angesteuert werden soll. Damit soll es einfach sein, einen Stop over einzuplanen oder eine Weltreise zu planen.

Diese drei Firmen fördert Welcome City Lab seit 2018.

Unternehmen, die schon länger zu den digitalen Reisetrends zählen

Schon länger mit dabei sind

  • Europass, eine Möglicht für chinesische Touristen, via WeChat in Euro zu bezahlen.
  • Flydirekt richtet sich an Flugbegleiter, die so ihre Stand-by Tickets nicht nur auf der eigenen Fluglinie, sondern auf allen nutzen können.
  • Optionizr ist eine Möglichkeit, gegen eine kleine Gebühr einen besonders günstigen Preis im Hotel, bei der Bahn oder in einem Flugzeug für eine Gruppe von Leuten zu reservieren.
  • Addock macht es kleinen Unternehmen wie Museen oder Kajakvermietern möglich, dass Kunden dort online reservieren, ohne dass sie zuerst in ein aufwändiges Reservierungssystem investieren müssen.
  • LoungeUp ist eine Möglichkeit für Hotels, ihren Gästen den bestmöglichen Service über eine Plattform anzubieten. Egal, ob sie ein Taxi benötigen, eine Massage wünschen oder einen Tisch im Restaurant buchen wollen – das alles ist über die Plattform schon vor der Reise, aber auch während des Aufenthalts möglich. Dadurch soll sich das Serviceangebot der Hotels erhöhen.

Eine Übersicht aller geförderten Start-ups seit 2014 kann man sich im Internet herunterladen. Außerdem gibt es ein Trend Book zum Herunterladen, indem es um Innovationen in der Tourismusbranche geht.

In meinem Instagram-Account könnt Ihr übrigens in den Highlights noch meine ITB-Story anschauen.

BettinaBlass

Wirtschaftsjournalistin, Dozentin für Internetthmen und Buchautorin.

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