Regeln fürs Enterben

Bei dem Wort „enterben“ fallen wahrscheinlich jedem erst einmal Familientragödien ein – Zoff, Unfrieden und vielleicht sogar körperliche Misshandlungen. Dabei kann es gute Gründe dafür geben, die gesetzliche Erbfolge auszuschalten. In einem Testament beispielsweise kann man festlegen, dass die Nächsten nichts erben sollen, obwohl das Gesetz das eigentlich so vorsieht. Worauf es ankommt, wenn man andere als die gesetzlichen Erben im Nachlass bedenken möchte.

Man kennt es aus Spielfilmen: In der Familie kommt es zum Streit, wutentbrannt schleudern Vater oder Mutter dem missratenen Nachwuchs ins Gesicht: „Du bist enterbt!“ Was nach großem Drama klingt, ist erstens gar nicht so einfach umzusetzen. Zweitens kann es jedoch einige sehr gute und ganz rationale Gründe dafür geben, die gesetzliche Erbfolge zu ändern. Wer darüber nachdenkt, jemanden zu enterben, sollte sich daher zunächst mit der Sachlage auseinandersetzen.

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BettinaBlass

Wirtschaftsjournalistin, Dozentin für Internetthmen und Buchautorin.

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