Tansania: Die vielen Seiten der Entwicklungshilfe

Ganz böse Zungen sagen, dass Entwicklungshelfer mehr Schaden als Nutzen anrichten. Denn wenn sie wirklich helfen würden, würden sie ihre eigenen Arbeitsplätze langfristig überflüssig machen. Nicht ganz so harsch fällt das Urteil des Süd-Sudanesen Nhial Bol aus:“Viele Entwicklungshelfer meinen, sie wüssten genau, was die armen Länder brauchen. Dabei starten sie oft Projekte, die nicht funktionieren können, weil die Mentalität und Kultur der Betroffenen außer Acht gelassen wird. Helfer sollten fragen, wie Entwicklungshilfe in Afrika helfen kann. Was nutzt es denn armen Kindern in den Usambarabergen in Tansania, wenn sie Englisch lernen? Was bringt es ihnen, wenn ein Lehrer nach drei Monaten wieder verschwindet?“

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Sinnvolle Auszeit: Als ehrenamtliche Reporterin in Tansania

Ich wollte schon immer mal im Ausland zur Uni gehen oder arbeiten. Aber als Studentin der Neueren deutschen Literatur war das nicht sinnvoll. Später, in der Festanstellung, hatte mir unsere Chefin einen Austausch mit einer Partnerredaktion in den USA ermöglicht – doch bevor der Flieger abhob, wurden wir alle entlassen. Und meine Bewerbungen um Journalistenstipendien waren wohl nicht gut genug, denn ich bekam nie eines. Von Voluntourismus, also der ehrenamtlichen Arbeit bei einem Projekt oder einer Organisation im Urlaub, hatte ich zwar schon gehört, doch als Freiberuflerin kam das für mich nicht in Frage: In der Regel muss man länger als vier Wochen vor Ort sein. Das bedeutet für mich

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