Von Kaffeefahrt bis Verkaufsparty

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Ob im Wohnzimmer bei Freunden, im Pauschalurlaub oder auf einer Kaffeefahrt: Manchmal wird auf potenzielle Käufer Druck ausgeübt. Wer in einer solchen Situation einkauft, hat häufig nicht lange Freude mit dem erworbenen Produkt. Oft ist es seinen Preis nicht wert oder einfach überflüssig. Darum ist es ganz gut, wenn man seine Rechte kennt und außerdem klar und deutlich Nein sagen kann. Wer zu einer Verkaufsveranstaltung genötigt wird, sollte sich selbst Regeln auferlegen – und diese strikt einhalten.

Kunststoffschüsseln, Dessous, Sexspielzeug oder Küchenalleskönner: In Deutschlands Wohnzimmern wird so einiges bei privaten Verkaufspartys angeboten, im Direktvertrieb. „Das Prinzip ist bei allen Firmen, die den Direktvertrieb für ihre Produkte gewählt haben, ähnlich“, erklärt Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kölner Kanzlei WBS law. „Als Ausrichter bekommt man zu Beginn häufig Produkte überlassen. Je mehr man bei der Party verkauft, desto höher ist die Provision, die der Gastgeber am Ende bekommt. Allerdings wird der Wert der Ware mit der Provision verrechnet, sodass am Ende weniger Geld übrigbleibt.“ Später erhält der Gastgeber die Produkte oft zum Vorzugspreis. Durch den Rabatt, den der Gastgeber vom Hersteller bekommt, macht er beim Verkauf zum regulären Preis einen Gewinn. Dementsprechend hoch ist für den Gastgeber der Verkaufsparty auch der Druck, Ware zu verkaufen.

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BettinaBlass

Wirtschaftsjournalistin, Dozentin für Internetthemen und Buchautorin.

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