Maisel and Friends: Digitalisierung der Braubranche

Eine Terrasse mit Blumen und Sitzgelegenheiten, ein Backsteinhaus, ein trendiger englischsprachiger Name: Maisel und Friends. Auf den ersten Blick sieht man nicht, dass man hier vor der Brauerei Gebrüder Maisel mitten in Bayreuth steht. Doch dann fallen links vom Eingang die glänzenden Malz-Silos auf, rechts hinten sieht man gestapelte Bierkästen, viele. Und überhaupt – hängt da nicht auch ein Hauch von süßlichem Braugeruch in der Luft? Bei Maisel and Friends trifft Tradition auf Moderne: 1887 wurde das Gebäude errichtet, in dem noch heute gebraut wird. Doch heute braut der Braumeister das Bier mithilfe eines Tablets.

Genossenschaftlich geführtes Gasthaus: Die Krone Schenke in Unsleben

Maximal 30 Minuten gibt mir Gertraud Balling, als ich sie an einem Freitagmorgen um halb zehn in der Krone Schenke im bayrischen Unsleben anrufe. Kein Wunder: In der genossenschaftlich geführten Gaststätte muss heute ein 60. Geburtstag gestemmt werden: Zwar arbeiten in der Küche bis zu vier Personen und auch im Service sind bis zu vier Leute tätig, hinzu kommen zwei Reinigungskräfte. Doch fast alle arbeiten nur in Teilzeit, und manche Arbeiten müssen eben auf freiwillige Schultern aus dem Dorf verteilt werden. Dazu gehört heute Servietten zu falten und Besteck zu polieren – nur zwei kleine Aufgaben, die Gertraud Balling, Vorstandsmitglied der Genossenschaft, an diesem Freitag übernommen hat.

Leidersbach: Mit Geldgeschenken für Familien gegen den demographischen Wandel

Leidersbach liegt in Unterfranken, nur wenige Kilometer von Aschaffenburg entfernt. In dem Ort wohnen rund 4750 Menschen, zu wenige, als dass wegweiser-kommune.de von der Bertelsmann-Stiftung eine Bevölkerungsprognose für die kommenden Jahre aufzeigen würde. Fakt ist jedoch, dass es in Leidersbach Leerstand gibt. Baulücken und leerstehende Häuser hat man erfasst, um aktiv dagegen vorzugehen: Familien, die dort einziehen, bekommen 4.000 Euro geschenkt, pro Kind gibt es 2.000 Euro mehr. Der Maximalbetrag liegt bei 10.000 Euro pro Familie. Mich hat interessiert, wie viele Familien das Angebot bisher angenommen haben. Darum habe ich Kristin Wolf von der Gemeinde Leidersbach einige Fragen gestellt: Wie viele Familien hat Leidersbach bisher durch die Geldgeschenke gewonnen? Leidersbach…