Coronakrise: Wenn Stundungen teuer werden

Kurzarbeit beim Kölner Stadt-Anzeiger, bei RTL und vielen anderen Medienhäusern. Wegbrechende Aufträge für freie Journalistinnen und Journalisten – speziell in den Ressorts Kultur und Sport. Aber auch Selbstständige im PR-Bereich sind betroffen, wenn bei ihren Auftraggebern das entsprechende Budget gekürzt wurde. Christian Weihe, Justiziar beim DJV-NRW, bekommt momentan viele Anrufe mit Fragen, die vor wenigen Monaten noch kein Thema waren: „Kurzarbeit und Corona-Soforthilfen machen derzeit einen großen Teil unserer Arbeit aus“, sagt er. Die Probleme sind seit dem ersten Schock eher größer geworden: Im dritten Monat der Coronakrise sind bei einigen Kolleginnen und Kollegen die Rücklagen aufgebraucht. Bei vielen Freien dürfte das finanzielle Problem überhaupt erst zeitverzögert einsetzen, denn sie warten oft lange

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Welcher Messenger ist der sicherste?

Auf Whatsapp verzichten? Das können sich viele nicht vorstellen. Dabei gibt es andere Messenger, die Nachrichten sicherer verschicken. Dazu gehören Hoccer, Telegram oder Threema. Ein Experte erklärt, auf was man achten sollte. Alle sind bei Whatsapp, so scheint es zumindest. Mitte Februar 2020 hatte das Unternehmen gemeldet, dass zwei Milliarden Nutzer weltweit den Messenger zur Chatkommunikation einsetzen. Dabei gibt es viel Kritik an dem Nachrichtenübermittler. „Whatsapp ist Teil des Facebook-Konzerns. Wir kritisieren an diesem Messenger, dass er Daten seiner Nutzer mit anderen Facebook-Diensten teilen und zu Werbezwecken nutzen möchte“, sagt Hauke Mormann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Er arbeitet im Arbeitsschwerpunkt digitale Anwendungen. Problematisch: Als Messenger sammelt Whatsapp auch Daten Bei

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Die kleinen Probleme mit der großen Digitalisierung

Die Corona-Krise hat eines gezeigt: Wenn wir wollen, können wir Digitalisierung. Quasi aus dem Stand. Dass das nicht ganz ruckelfrei läuft, war vorherzusehen und hat sich auf vielerlei Ebenen gezeigt: Die Unternehmensserver einiger Firmen hatten Probleme mit den vielen Fernzugriffen, das Öffnen einer Excel-Datei dauert dann schon mal Minuten. Viele Arbeitnehmer mussten ihre privaten Handynummern für Kooperationspartner, Vorgesetzte, Kunden freigeben – und werden jetzt auch zu Unzeiten angerufen. Und längst nicht jeder weiß, was sich bei einer Videokonferenz gehört – und was man gefälligst unterlassen sollte. Aber darum soll es in diesem Artikel gar nicht gehen.  Vielmehr ist mir eine Sache passiert, von der ich nie gedacht hätte, dass sie

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Achtung Wild!

Besonders in der dunklen Jahreszeit, gern in der Dämmerung oder bei Nacht, ist es auf der Landstraße schnell passiert: Ein Wildtier überquert die Fahrbahn, der Autofahrer bemerkt den Hirsch, das Wildschwein oder den Fuchs zu spät, kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Es kommt zum Zusammenstoß. Mit etwas Glück ist es nur ein Blechschaden und man kommt mit dem Schrecken davon. Doch ein Wildunfall ist nicht nur lästig, sondern kann auch gefährlich werden – und mitunter ziemlich teuer. Denn die Versicherung zahlt nicht immer. Am besten ist es natürlich, wenn ein Unfall gar nicht erst passiert. Darum sollten Autofahrer reagieren, wenn Schilder am Straßenrand vor einem Wildwechsel warnen. Jetzt heißt es:

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Gelesen: Die große Zerstörung

Wer bei diesem Titel an Corona denkt, liegt falsch. „Die große Zerstörung. Was der digitale Bruch mit unserem Leben macht“ (Werbe-Link zu Amazon) ist ein Buch rund um die Digitalisierung, das aus meiner Sicht das Pech hat, zum falschen Zeitpunkt zu erscheinen. Der Dudenverlag hat es mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt.  Der Autor, Andreas Barthelmess, ist Start-up-Unternehmer. Und er schreibt Texte für die NZZ, den Spiegel oder die Zeit, die in dieses Buch eingeflossen sind. Genauso wie seine autobiografischen Erinnerungen – beispielsweise an den Bio-Unterricht Mitte der 90er, und an eine Jugend in einer ruhigen Zeit. Im Gegensatz dazu steht die Gegenwart, unruhig, und mit teils wild-scheinenden Führern.

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Was bedeutet Steuerfreibetrag? Tipps und Tricks für Arbeitnehmer

Mit Steuerfreibeträgen kann man die monatliche Steuerlast verringern und braucht nicht auf die Erstattung zu viel gezahlter Steuern warten. Alles Wichtige, was man darüber wissen sollte, erklärt eine Expertin des Lohnsteuerhilfevereins. Einen Freibetrag eintragen zu lassen führt dazu, dass der Betrag, von dem der Arbeitgeber Steuern abführt, geringer ausfällt. „Dieser Lohnsteuerfreibetrag wird dann vom monatlichen Gehalt abgezogen, bevor die Steuer berechnet wird“, sagt Christina Georgiadis, Pressesprecherin des Lohnsteuerhilfevereins Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) in Neustadt. So landet mehr vom Lohn sofort auf dem Arbeitnehmer-Konto. Der Steuerzahler muss dementsprechend nicht erst auf eine Rückzahlung durch die Steuererklärung im kommenden Jahr warten. Freibeträge gibt es zum Beispiel für Werbungskosten: Wer beispielsweise täglich lange zum Arbeitsplatz

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Leben in Parallelwelten: Schlamassel im Weltall

WTF? Ich starre auf das Buch, das mir der Bastei Lübbe Verlag unverlangt zugeschickt hat. Wesen im All, alle mit eckigen Köpfen, eines ist ein Schwein. Der Titel: Schlamassel im Weltall (Werbe-Link zu Amazon). Der Autor: Paluten. Laut beigelegtem Waschzettel einer der meistgeklickten YouTuber aus Deutschland. Ich kenne ihn nicht. Das ist jetzt nicht so verwunderlich: YouTube ist keine Plattform, auf der ich mich wohlfühle. Einführung in Palutens Weltall Natürlich bin ich neugierig, und schaue, was Patrick Mayer, so sein echter Name, seinen 3,68 Millionen Abonnenten so bietet. Ich stelle schnell fest: ich bin definitiv nicht die Zielgruppe. Für mich ist alles zu laut, zu schnell, zu bunt. Aber das

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Corona-Betrüger: Wie Kriminelle die Krise für sich nutzen – und man sich davor schützt

Während Menschen mit dem Coronavirus um ihre Gesundheit oder um ihr Leben kämpfen, nutzen Betrüger die Coronakrise, um Geld zu machen. Doch wer genau hinschaut und kritisch bleibt, kann die Abzocker und ihre Tricks entlarven. Egal, wie schlimm eine Krise ist: Es gibt immer jemanden, der davon profitiert. So ist es auch in der Coronakrise. Die Betrüger machen ihr Geschäft mit der Angst der Menschen, die um ihr Leben und das ihrer Angehörigen fürchten. Kriminelle verschicken Phishing-Mails, um Kontakt-Informationen abzugreifen So sind derzeit beispielsweise Mails im Umlauf, die vorgeben, von der Sparkasse zu kommen. Betreff: „Umgang mit dem Covid-19-Erreger“ oder Ähnliches. Mit der Mail werden die Empfänger aufgefordert, ihre Kontaktdaten

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Gelesen: Mehr Wahrheit wagen

Journalisten haben es nicht leicht: Da sind Präsidenten und Parteien, die nicht wollen, dass über sie berichtet wird. Und um das zu verhindern verunglimpfen sie Medien, wann immer sie können: Lügenpresse und Fake News sind zwei Beispiele dafür, wie man Journalisten und deren Arbeit diskreditiert. Das Ergebnis: Viele Menschen, auch in Deutschland, glauben nicht mehr, was Medien veröffentlichen. Fatal. Denn ohne Journalismus keine Demokratie. Schließlich sind Journalisten in einem freien Land eben nicht dem Staat und der Regierung verpflichtet. Im Gegenteil setzen sie sich für die Bürger ein und schauen denen, die das Sagen haben, genau auf die Finger. Das gilt in der Politik und in der Wirtschaft: Der Diesel-Skandal

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