Texte aktualisieren: Wie unterschiedlich Kunden zahlen

Wie eine Aktualisierung aussehen kann

Die Dinge ändern sich schnell. Das merke ich im Verbraucherjournalismus oft: Ein neues Gesetz, eine noch fiesere Abzockmasche, ein Produkt, dass es nicht mehr gibt. Meine Online-Kunden fragen mich darum regelmäßig, ob ich die alten Texte aktualisieren kann. Das gehört zu meinem Alltag und ich finde es sinnvoll. Außerdem weiß ich natürlich auch: Google findet das gut. Also schaue ich mir die alten Texte an:  Stimmen die Links noch?  Gibt es den Gesprächspartner noch?  Hat sich durch neue Gesetze oder Regelungen etwas verändert? Meine Kunden gehen allerdings sehr unterschiedlich vor, was die Anforderungen und die Bezahlung betreffen: Kunde D bezahlt mich nach dem Stundensatz, den wir vor elf Jahren ausgehandelt

Wie manche Kundenbeziehungen unspektakulär zu Ende gehen

Ups, da ist die Beziehung zum Kunden vorbei, und man hat's nicht mitbekommen.

Man kennt diese Berichte darüber, dass ein Partner sich vom anderen per SMS oder WhatsApp getrennt hat. Ich frage mich immer, wie das sein kann, besonders dann, wenn eine lange Beziehung die beiden verbunden hat. Allerdings sehe ich hier durchaus eine Parallele zu Kundenbeziehungen. Ich bin nämlich seit 15 Jahren selbstständig und habe zu einigen Kunden schon länger eine Beziehung als zu meinem Mann. In solch langen Kooperationen baut man auch durchaus eine Art Beziehung auf: „Wo machen Sie Urlaub? Kommen Sie gesund wieder!“ – „Sie klingen so erkältet, nehmen Sie sich doch mal frei!“ – „Es tut mir leid das zu hören, hoffentlich bessert sich die Situation bald wieder!“

Kundenwünsche: Hexen kann ich nicht

Sommerwochenende

Es ist Donnerstagmittag und ich ärgere mich. Dabei hat der Tag gut angefangen: eine Vortragsanfrage für Januar, ich komme gut mit der Arbeit voran. Doch dann klingelt das Telefon. Ein Kunde fragt, ob ich sehr kurzfristig einen Artikel schreiben kann. Was heißt „sehr kurzfristig“? Bis Mittwochmorgen. Allerdings könne er mir auch erst morgen Bescheid geben, ob er den Text wirklich braucht. Nee, sage ich, das schaffe ich nicht. Ich bin Dienstag und Mittwoch in Berlin. Da bliebe mir ja nur der Montag für Recherche und Schreiben. Der Kunde will wohlgemerkt immer zwei O-Ton-Geber im Text sehen.