Gelesen: Die große Zerstörung

Wer bei diesem Titel an Corona denkt, liegt falsch. „Die große Zerstörung. Was der digitale Bruch mit unserem Leben macht“ (Werbe-Link zu Amazon) ist ein Buch rund um die Digitalisierung, das aus meiner Sicht das Pech hat, zum falschen Zeitpunkt zu erscheinen. Der Dudenverlag hat es mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt.  Der Autor, Andreas Barthelmess, ist Start-up-Unternehmer. Und er schreibt Texte für die NZZ, den Spiegel oder die Zeit, die in dieses Buch eingeflossen sind. Genauso wie seine autobiografischen Erinnerungen – beispielsweise an den Bio-Unterricht Mitte der 90er, und an eine Jugend in einer ruhigen Zeit. Im Gegensatz dazu steht die Gegenwart, unruhig, und mit teils wild-scheinenden Führern.

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Gelesen: Mehr Wahrheit wagen

Journalisten haben es nicht leicht: Da sind Präsidenten und Parteien, die nicht wollen, dass über sie berichtet wird. Und um das zu verhindern verunglimpfen sie Medien, wann immer sie können: Lügenpresse und Fake News sind zwei Beispiele dafür, wie man Journalisten und deren Arbeit diskreditiert. Das Ergebnis: Viele Menschen, auch in Deutschland, glauben nicht mehr, was Medien veröffentlichen. Fatal. Denn ohne Journalismus keine Demokratie. Schließlich sind Journalisten in einem freien Land eben nicht dem Staat und der Regierung verpflichtet. Im Gegenteil setzen sie sich für die Bürger ein und schauen denen, die das Sagen haben, genau auf die Finger. Das gilt in der Politik und in der Wirtschaft: Der Diesel-Skandal

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Gelesen: App Store Confidential

Zuerst einmal ist dieses Buch schön. So, wie auch ein iPhone oder ein Mac schlichte Eleganz ausstrahlen, ist auch das Buch: weißes Cover, schlichter Schriftzug. Innen schwarze Seiten, um Kapitel abzutrennen, Zitate von Steve Jobs, die über eine ganze Seite gehen, und die die eine oder andere Saite in mir zum Klingen bringen – auch wenn ich wirklich kein Appleianer bin. Ich nutze zwar die Infrastruktur mit dem Apfellogo, aber das heißt nicht, dass ich dem goldenen Käfig gegenüber nicht auch kritisch bin. Das Buch App Store Confidential, (Werbe-Link zu Amazon) das mir der Murmann Verlag kostenlos zur Rezension überlassen hat, ist rein äußerlich trotzdem ganz im Stil der Marke,

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Bücher von und über Journalisten

Ich lese gerne Bücher, die Journalisten geschrieben haben. Oft sind sie einfach besser geschrieben, als Bücher von anderen Autoren. Hinzu kommt, dass sie meist Einblicke in spannende Themen geben. Aber auch fiktionale Bücher, in denen es irgendwie um Journalisten geht, mag ich. Möglicherweise, weil die Identifikationsmöglichkeit mit ihnen hoch ist. In diesem Artikel will ich auf Bücher von und über Journalisten aufmerksam machen, die ich aus welchem Grund auch immer für lesenswert halte. Den Beitrag werde ich künftig immer wieder aktualisieren.

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Cybercrime: Aktuelle Literaturtipps – nicht nur für Nerds

Identitätsdiebstahl – was ist das eigentlich? Klar, da klaut jemand unsere Daten, aber was passiert dann? Tina Groll, Journalistin, und ganz sicher kein digitales Naivchen, ist genau das passiert. Die Folgen sind weitreichend: Schuldnerin soll sie sein, mit Haftstrafen wurde ihr gedroht. Sie hat sich gewehrt, doch sie kann sich nicht sicher sein, dass alle die falschen Daten über sie aus Datenbanken gelöscht wurden. Trotz dieser Erfahrung will sie auf das Internet genau so wenig verzichten Cem Karakaya. Der Polizist ist auf Cyberkriminalität spezialisiert. Er weiß genau, was im Netz so alles passieren kann. Zusammen haben die beiden das Buch „Die Cyber-Profis“ (Werbe-Link zu Amazon) geschrieben, das nicht Angst machen

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Gespräch mit Alexandra Borchardt: Digitalisierung und der Mensch

Digitalisierung – das ist ein sehr theoretischer Begriff. Er klingt nach Firmen, die ihre Produktion von Robotern übernehmen lassen, um noch effizienter zu arbeiten und dadurch höhere Gewinne einzufahren. Sicherlich ist auch das ein Teil der Digitalisierung. Tatsächlich geht es aber um sehr viel mehr, denn die Digitalisierung trifft jeden einzelnen von uns auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Alexandra Borchardt ist Strategic Development Director an der University of Oxford. Bevor sie dort ans Reuters Institute for the Study of Journalism ging, arbeitete sie über zwei Jahrzehnte als Journalistin, zuletzt bei der Süddeutschen Zeitung als Chefin vom Dienst. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben: Mensch 4.0: Frei bleiben in einer digitalen Welt

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Internet: Zwischen Sicherheit und Selbstvermarktung

Geheimdienste und soziale Netzwerke greifen unsere Daten ab. Das ist keine neue Erkenntnis. Die Frage bleibt jedoch für viele Nutzer, was sie dagegen tun können. Hinzu kommt, dass viele Tipps, die man zum Thema findet, nicht sinnvoll sind, wenn man als Journalist seine Marke im Netz aufbauen möchte. Ich habe mich zu dem Thema Sicherheit und Selbstvermarktung mit Martin Hellweg unterhalten. Er ist der Autor des Buches „Safe Surfer. 52 Tipps zum Schutz ihrer Privatsphäre im digitalen Zeitalter“ und Gründer der Firma Virtual Bodyguard. Das Buch „Safe Surfer“ flatterte mir eher zufällig und per Post ins Haus. Ich soll es für meinen Kunden getAbstract.com auf fünf Seiten zusammenfassen. Besonders erfreulich

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