Das manchmal fragwürdige Verhalten von Arbeitgebern im Bewerbungsprozess

Das manchmal fragwürdige Verhalten von Arbeitgebern im Bewerbungsprozess

Als Freiberuflerin habe ich mich schon sehr lange nicht mehr auf eine Festanstellung beworben. Umso spannender finde ich, bei Freund*innen und Kolleg*innen den Bewerbungsprozess zu verfolgen. Nun sind diese ja – nicht nur durch Corona – deutlich digitaler geworden. Da sollte man doch meinen, dass sich das auch in der Geschwindigkeit der Stellenbesetzung niederschlägt. Leider scheint das eher die Ausnahme zu sein. Und nicht nur das: Trotz digitaler Möglichkeiten scheint oft auch eine zeitnahe Kommunikation mit den Bewerbern von vielen Personaler*innen zu viel verlangt zu sein. Das ist besonders dann peinlich, wenn sich die Firmen in den Stellenanzeigen Begriffe wie „Wertschätzung“ oder „Kommunikation auf Augenhöhe“ auf die Fahnen schreiben. Übrigens

Wie Unternehmen abgezockt werden

Wie Unternehmen abgezockt werden

Betrügerinnen und Betrüger sind erfinderisch, wenn es darum geht, an das Geld von Unternehmen zu kommen. Oft greifen sie dabei auf modernste Technik zurück. Allerdings funktionieren einige Maschen auch fast ohne digitale Unterstützung seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Die Gelben Seiten sind in Deutschland das wohl bekannteste Branchenverzeichnis. Daneben gibt es noch viele andere Anbieter, die die Aufnahme in ein Onlineverzeichnis anbieten. Die sind jedoch längst nicht alle seriös. Allerdings sind ihre Aufnahmeanträge so gut gemacht, dass Unternehmerinnen und Unternehmer schon sehr genau hinschauen müssen, um zu erkennen, dass sie hereingelegt werden. Online-Branchenverzeichnis prüfen Gerade bei kleinen und mittelständischen Firmen fehlt dieser genaue Blick in der Hektik des Alltags jedoch

Post-Ident-Verfahren: Während der Corona-Pandemie nicht wirklich sinnvoll

Post-Ident-Verfahren: Während der Corona-Pandemie nicht wirklich sinnvoll

Weißt du, was Crowdlending ist? Dabei leihen Privatleute anderen Geld, und zwar über eine Plattform. Das hat einige Vorteile für diejenigen, die Geld benötigen. Freiberufler beispielsweise, denen Banken oft nicht so gerne einen Kredit geben, können dort auf Geld hoffen. Auch für diejenigen, die Geld verleihen wollen, ist das Angebot attraktiv: Sie bekommen dort eine höhere Rendite, als wenn das Geld auf dem Konto verschimmelt. Allerdings müssen sie zunächst ein Konto bei einer Bank eröffnen – und sich zumindest bei einem der großen Crowdlending-Anbieter per Post-Ident-Verfahren legitimieren. Nun ist das Post-Ident-Verfahren eigentlich eine gute Sache. In Zeiten einer Corona-Pandemie ist es aber vielleicht etwas old school. Insbesondere, da man sich

Fotorechte für einen Reiseführer – oder warum ich manchmal die Welt nicht mehr verstehe

Fotorechte für einen Reiseführer – oder warum ich manchmal die Welt nicht mehr verstehe

Ich habe einen Reiseführer geschrieben. Er wird im Herbst dieses Jahres herauskommen. Zugegeben: ich werde damit nicht reich. Rechnet man das Garantiehonorar auf die Stunden um, die ich mit dem Buch verbracht habe, liege ich unter dem Mindestlohn. Wohlgemerkt vor Steuern und Sozialabgaben. Bei den Arbeiten am Reiseführer ging es auch um Fotorechte – und davon will ich heute erzählen. Natürlich hätte ich den Reiseführer auch „kalt“ schreiben können – also am Computer die Strecken zusammensetzen, schauen, was andere darüber schreiben und deren Inhalte umformulieren und mir Pressefotos schicken lassen. Das ist aber so gar nicht mein Ding. Ich habe jedes Kapitel individuell geplant, bin alle Strecken abgegangen und habe

Eine fast perfekte Woche – trotz Corona-Pandemie

Eine fast perfekte Woche – trotz Corona-Pandemie

Sonntagmorgen. Meine App erinnert mich daran, dass ich heute eine Trainingseinheit Yoga habe – trotz Corona-Pandemie. Es regnet in Strömen – und ich bin ganz froh, dass das Trainingsstudio nicht so weit weg ist: Die Treppe runter, Matte ausgerollt, Fernseher an und den Kurs von Gymondo gestreamt. Die Teilnahmegebühr übernimmt meine Krankenkasse – und das schon einige Jahre. Weil ich mit Gymondo super zurechtkomme, hatte ich auf Januar 2020 meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gekündigt – gerade rechtzeitig vor Beginn der Pandemie. Darum war es für mich auch keine große Umstellung, plötzlich zuhause Sport machen zu müssen. Ich habe derzeit vier Einheiten in der Woche: Montag und Mittwoch einen Fat Burner,

Gelesen: Business Bullshit

Gelesen: Business Bullshit

Sprache verändert sich. Das war schon immer so. Auch über die vielen englischen Begriffe, die sich im Deutschen breit machen, kann man den Kopf schütteln – oder es hinnehmen. Ich komme aus dem Süden Deutschlands, da gibt es auch das Trottoir, das Plumeau und andere Wörter aus dem benachbarten Frankreich. Dafür findet man den Kindergarten in vielen Ländern. Ist halt so. In „Business Bullshit“, einem Buch, das mir der Duden Verlag (Werbe-Link) kostenlos zur Rezension geschickt hat, geht es um viele englische Wörter. Allerdings nicht, weil sie aus dem Englischen kommen, sondern weil Autor Jens Bergmann sie für leere Begriffe ohne Sinn hält, mit denen sich besonders gerne die schmücken,

Gegen die Regeln: Sponsored Links mit „dofollow“

Gegen die Regeln: Sponsored Links mit „dofollow“

Es ist ja nicht so, dass man für seine Blogs keine Kooperationsanfragen bekäme. Das Problem ist aber, dass man zu viele bekommt, die unseriös sind. Oft geht es dabei um dofollow-Links.  Was ist ein dofollow-Link? Grundsätzlich müsst Ihr unterscheiden zwischen nofollow- und dofollow-Links. Wenn Ihr eine andere Internetseite via Link empfehlt, ist das automatisch ein dofollow-Link. Ihr sprecht der anderen Seite im Prinzip durch die Verlinkung Euer Vertrauen aus. Das erkennt Google. Ein Link von einer anderen Seite hat darum Auswirkungen auf deren Platzierung in den Suchergebnissen. Nun gibt es Internetseitenbesitzer, die die Betreiber anderer Seiten dafür bezahlen, dass sie eine solche Verlinkung bekommen. Eigentlich bezahlen sie also jemanden dafür,

Wenn eine Bank das Kreditkartenbanking umstellt – und sich kaum jemand für die damit verbundenen Probleme interessiert

Wenn eine Bank das Kreditkartenbanking umstellt – und sich kaum jemand für die damit verbundenen Probleme interessiert

Beim Aufräumen hatte ich heute wieder einmal einen Kontoauszug vom Februar 2020 in den Händen. Ja, das ist ein Jahr her. Und eigentlich ist das schon zu lange, um noch darüber zu berichten. Aber ich habe die Geschichte um das neue Kreditkartenbanking rekonstruiert – und sie ist einfach ziemlich verrückt. Insbesondere, weil kaum ein großes Medium über die massiven Probleme berichtete, die damals ein kreditkartenausgebendes Institut hatte, als es seine Software umstellte. Um es noch verrückter zu machen: Ich habe meine Geschichte mindestens einem großen Verbrauchermagazin erzählt. Dort sah man aber keine Veranlassung, darüber zu berichten. Nun denn, fange ich mal am Anfang an:  26. Februar 2020: Gutschrift von einem

Texte aktualisieren: Wie unterschiedlich Kunden zahlen

Texte aktualisieren: Wie unterschiedlich Kunden zahlen

Die Dinge ändern sich schnell. Das merke ich im Verbraucherjournalismus oft: Ein neues Gesetz, eine noch fiesere Abzockmasche, ein Produkt, dass es nicht mehr gibt. Meine Online-Kunden fragen mich darum regelmäßig, ob ich die alten Texte aktualisieren kann. Das gehört zu meinem Alltag und ich finde es sinnvoll. Außerdem weiß ich natürlich auch: Google findet das gut. Also schaue ich mir die alten Texte an:  Stimmen die Links noch?  Gibt es den Gesprächspartner noch?  Hat sich durch neue Gesetze oder Regelungen etwas verändert? Meine Kunden gehen allerdings sehr unterschiedlich vor, was die Anforderungen und die Bezahlung betreffen: Kunde D bezahlt mich nach dem Stundensatz, den wir vor elf Jahren ausgehandelt