Gelesen: Business Bullshit

Gelesen: Business Bullshit

Sprache verändert sich. Das war schon immer so. Auch über die vielen englischen Begriffe, die sich im Deutschen breit machen, kann man den Kopf schütteln – oder es hinnehmen. Ich komme aus dem Süden Deutschlands, da gibt es auch das Trottoir, das Plumeau und andere Wörter aus dem benachbarten Frankreich. Dafür findet man den Kindergarten in vielen Ländern. Ist halt so. In „Business Bullshit“, einem Buch, das mir der Duden Verlag (Werbe-Link) kostenlos zur Rezension geschickt hat, geht es um viele englische Wörter. Allerdings nicht, weil sie aus dem Englischen kommen, sondern weil Autor Jens Bergmann sie für leere Begriffe ohne Sinn hält, mit denen sich besonders gerne die schmücken,

Gegen die Regeln: Sponsored Links mit „dofollow“

Gegen die Regeln: Sponsored Links mit „dofollow“

Es ist ja nicht so, dass man für seine Blogs keine Kooperationsanfragen bekäme. Das Problem ist aber, dass man zu viele bekommt, die unseriös sind. Oft geht es dabei um dofollow-Links.  Was ist ein dofollow-Link? Grundsätzlich müsst Ihr unterscheiden zwischen nofollow- und dofollow-Links. Wenn Ihr eine andere Internetseite via Link empfehlt, ist das automatisch ein dofollow-Link. Ihr sprecht der anderen Seite im Prinzip durch die Verlinkung Euer Vertrauen aus. Das erkennt Google. Ein Link von einer anderen Seite hat darum Auswirkungen auf deren Platzierung in den Suchergebnissen. Nun gibt es Internetseitenbesitzer, die die Betreiber anderer Seiten dafür bezahlen, dass sie eine solche Verlinkung bekommen. Eigentlich bezahlen sie also jemanden dafür,

Wenn eine Bank das Kreditkartenbanking umstellt – und sich kaum jemand für die damit verbundenen Probleme interessiert

Wenn eine Bank das Kreditkartenbanking umstellt – und sich kaum jemand für die damit verbundenen Probleme interessiert

Beim Aufräumen hatte ich heute wieder einmal einen Kontoauszug vom Februar 2020 in den Händen. Ja, das ist ein Jahr her. Und eigentlich ist das schon zu lange, um noch darüber zu berichten. Aber ich habe die Geschichte um das neue Kreditkartenbanking rekonstruiert – und sie ist einfach ziemlich verrückt. Insbesondere, weil kaum ein großes Medium über die massiven Probleme berichtete, die damals ein kreditkartenausgebendes Institut hatte, als es seine Software umstellte. Um es noch verrückter zu machen: Ich habe meine Geschichte mindestens einem großen Verbrauchermagazin erzählt. Dort sah man aber keine Veranlassung, darüber zu berichten. Nun denn, fange ich mal am Anfang an:  26. Februar 2020: Gutschrift von einem

Texte aktualisieren: Wie unterschiedlich Kunden zahlen

Texte aktualisieren: Wie unterschiedlich Kunden zahlen

Die Dinge ändern sich schnell. Das merke ich im Verbraucherjournalismus oft: Ein neues Gesetz, eine noch fiesere Abzockmasche, ein Produkt, dass es nicht mehr gibt. Meine Online-Kunden fragen mich darum regelmäßig, ob ich die alten Texte aktualisieren kann. Das gehört zu meinem Alltag und ich finde es sinnvoll. Außerdem weiß ich natürlich auch: Google findet das gut. Also schaue ich mir die alten Texte an:  Stimmen die Links noch?  Gibt es den Gesprächspartner noch?  Hat sich durch neue Gesetze oder Regelungen etwas verändert? Meine Kunden gehen allerdings sehr unterschiedlich vor, was die Anforderungen und die Bezahlung betreffen: Kunde D bezahlt mich nach dem Stundensatz, den wir vor elf Jahren ausgehandelt

Ab an die Südseen

Ab an die Südseen

Bodensee, Ammer- oder Tegernsee: In Baden-Württemberg und Bayern, also im Süden der Bundesrepublik, liegen viele große Seen. Wer von ausgedehnten Uferspaziergängen und Orten mit schmalen Gassen nicht genug bekommen kann, sollte einen Urlaub dort ins Auge fassen. Und so mancher See hat sogar Inseln zu bieten. Mit dem Auto lassen sich die Strecken bequem zurücklegen – und im wahrsten Sinne des Wortes erfährt man dabei ganz unterschiedliche Regionen. Eine Woche Urlaub und sieben Seen erleben – das geht! Vom Bodensee bis zum Chiemsee sind es zwar nur rund 350 Kilometer, doch auf dieser Strecke gibt es viel zu entdecken. Natürlich stehen die Seen im Vordergrund, doch auch Berge, Geschichte, Tradition

Smishing und Vishing

Smishing und Vishing

Smishing und Vishing Eigentlich klingen die Begriffe ganz lustig: Smishing und Vishing. Was sich dahinter verbirgt, ist für Betroffene jedoch ziemlich ernüchternd. Denn hierbei handelt es sich um ein bestimmtes Vorgehen von Betrügern, die moderne Technik nutzen, um arglosen Mitmenschen ihr Geld abzunehmen. Dabei spielen im Gegensatz zum Phishing nicht E-Mails, sondern Smartphones und herkömmliche Telefone eine wichtige Rolle. Und zwar werden die Opfer per SMS oder Anruf getäuscht. Wie können Sie sich schützen? Den Begriff Phishing haben die Meisten vermutlich schon einmal gehört. Er beschreibt, wie Betrüger über E-Mails versuchen, an vertrauliche Informationen zu gelangen. So führt beispielsweise ein eingebauter Link auf eine gefälschte Homepage einer Bank. Folgt der

Die Sache mit der Kunst und den sozialen Medien

Die Sache mit der Kunst und den sozialen Medien

Soziale Medien sehe ich natürlich immer aus meiner Perspektive als Journalistin: Sie dienen der Vernetzung, der Kommunikation, vielleicht auch der PR. Ich kann darüber Nachrichten bestimmten Zielgruppen zugänglich machen. Oder als PR-Experte eben meine Zielgruppe auf meine Themen aufmerksam machen. Dass Künstler soziale Medien möglicherweise ganz anders sehen und nutzen, war mir bis zum Februar 2020 nicht bewusst. Damals war ich aber auf einem Vortrag zu genau diesem Thema. Und weil daraus ein Kauf von Kunst resultierte, der jetzt seit gut einem Jahr in meinem Flur hängt und meine Gedanken beschäftigt, wird es Zeit, davon zu berichten. Künstler und soziale Medien Natürlich kann man auch in der Kunstszene nicht eine

Die Sache mit dem Content Marketing

Die Sache mit dem Content Marketing

Stellt Euch einen Artikel vor, in dem es um die richtige Geldanlage fürs Kind geht. Darin werden keine Finanzinstitute genannt und keine Namen von Geldanlageprodukten. Dafür zitiere ich eine Verbraucherschützerin. Diesen Artikel habe ich so vor vielen Jahren für eine große überregionale Tageszeitung geschrieben. Kurze Zeit später habe ich diesen Text ein zweites Mal verkauft – an eine Bank. Ich habe nichts in diesem Text geändert – außer dem Dokumentennamen. Im ersten Fall, da sind sich alle einig, handelt es sich um unabhängigen und seriösen Journalismus. Im zweiten Fall, so höre ich immer wieder, hätte ich eine PR-Leistung erbracht. Den Banken veröffentlichten üblicherweise keine journalistischen Texte, sondern machten das verrufene

Elektronische Signatur erstellen – und online sicher nutzen: Was man dazu wissen sollte

Elektronische Signatur erstellen – und online sicher nutzen: Was man dazu wissen sollte

Mit dem Finger oder Tablet-Stift kann man ein PDF am Bildschirm unterschreiben. Eine qualifizierte digitale Unterschrift ist das jedoch nicht. Eine Expertin erklärt, worauf es bei der Signatur wirklich ankommt – und was schon heute möglich ist. „Wenn ich mit einem digitalen Stift oder einfach meinem Finger beispielsweise ein Bestell- oder Vertrags-PDF am Tablet unterschreibe, steht da zwar mein Name, aber der Empfänger hat keinen Nachweis darüber, dass tatsächlich ich dieses Dokument unterschrieben habe“, sagt Rebekka Weiß, die beim Branchenverband Bitkom Leiterin Vertrauen und Sicherheit ist. Das mag kein Problem sein, wenn man für wenige Euro dadurch eine Bestellung bei einem Versandhändler auslöst. „Um aber beispielsweise staatliche Leistungen zu beantragen,