Die Alters-Krux bei Recherchestipendien

In Großbritannien recherchieren? In den USA, China oder Lateinamerika? Kein Problem, denn Stipendien für Journalisten gibt es eine ganze Menge. Die Zeitschrift Journalist listet sie im Internet auf, aber auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung sind einige gelistet. Die Krux an den Programmen: Ich bin entweder zu alt dafür, oder wir passen inhaltlich nicht zusammen.

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Blogger, Journalismus und PR

Früher war alles ganz einfach: Da musste, wer in Zeitungen und Magazinen auftauchen wollte, gute Kontakte zu Journalisten pflegen. Heute ist das nicht mehr nötig. Denn erstens kann jede Organisation, jedes Unternehmen selbst senden. Zweitens gibt es nicht-journalistische Blogger, die sich auf Kooperationen einlassen, die der deutsche Presserat anstößig finden könnte. Leider haben das „Jeder ist (s)ein Sender“-Prinzp viele PR-Agenturen und Pressestellen noch immer nicht verstanden.

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Was ein Tagessatz von 152 Euro mit Korruption zu tun hat

Timo Stoppacher hat gestern auf Fit für Journalismus vorgerechnet, was von einem Tagessatz von 152 Euro übrigbleibt. Aufhänger für diese Geschichte ist eine Stellenanzeige von sz.de. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: In der Woche bleiben etwas mehr als 100 Euro übrig. Ich habe mich gestern Abend gefragt, wie empfänglich man da wohl für Nettigkeiten wird. Und nun behaupte bitte niemand, Korruption gäbe es im Journalismus nicht.

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Journalismus: Ich will mal über Geld reden

Überall hört und liest man, dass freie Journalisten schlecht verdienen. Ich kenne interessanterweise keinen dieser Kollegen persönlich. Haben Kollegen aus dem Bekanntenkreis tatsächlich als Freie schlecht verdient, haben sie nach sehr kurzer Zeit den Job gewechselt. Ich glaube außerdem, dass es schlecht ist, diese These immer weiter und weiter zu verbreiten.

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Journalismus und Trauma

Es muss 1989 oder 1990 gewesen sein, als mein damaliger Kollege bei den Badischen Neuesten Nachrichten mir erzählte, was ihn umtrieb: „Der Zug hatte bei der Einfahrt in den Bahnhof einen Unfall. Und ich bin in die Redaktion gerannt, um den Fotoapparat zu holen, damit wir die Geschichte am nächsten Tag in der Zeitung haben. Ich habe keinen Verletzten geholfen – und ehrlich gesagt, ich habe nicht einmal daran gedacht zu helfen. Ich wollte nur das Foto.“ Damals sagte ich, um ihn ein bisschen zu trösten: „Es waren ja genügend Leute da, um zu helfen. Deine Arbeit ist es, zu informieren, nicht zu helfen.“

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