Pinterest: mehr als Rezepte und Basteltipps

Für viele ist Pinterest nur ein weiteres zeitfressendes soziales Netzwerk, andere halten es für einen digitalen Treffpunkt von Back- und Bastelfreunden. Wieder andere versuchen, es beruflich einzusetzen. Im Bereich Medien und PR könnten das allerdings deutlich mehr sein. Denn Journalistinnen und Journalisten, Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen PR und Bildjournalismus sowie journalistische Bloggerinnen und Blogger können Pinterest auf dreierlei Weise sinnvoll nutzen: bei der Themenplanung, bei der Recherche und auch bei der Selbstvermarktung. Pinterest ist kein Newcomer: Die Plattform gibt es seit zehn Jahren. Der Name setzt sich zusammen aus „to pin“ (anheften) und „interest“ für Interesse. Der Name verdeutlicht schon eine Hauptfunktion von Pinterest: Registrierte Nutzerinnen und Nutzer…

Gelesen: Eine Gesellschaft in Unfreiheit

China. Ich erinnere mich an meine Reise im Jahr 2014. Vier Wochen waren wir unterwegs in Beijing, Shanghai, Guangzhou und an einigen anderen Orten. Ich erinnere mich daran, wie verlassen man sich fühlt, wenn man kein Wort versteht und lesen kann. Und ich erinnere mich an unseren unvergesslichen Besuch bei McDonalds in Qingdao. Geboren aus der Not war diese Einkehr, weil wir kein einziges Café oder Restaurant gefunden hatten. Und weil man uns Gutscheine mit Bildern in die Hand drückte. Wir gingen davon aus, dass nichts schief gehen kann, wenn man seine Speise auf Bildern sieht. Den überraschten Blick und die Nachfrage der Bedienung habe ich nicht verstanden, bis sie…

Coronakrise: Wenn Stundungen teuer werden

Kurzarbeit beim Kölner Stadt-Anzeiger, bei RTL und vielen anderen Medienhäusern. Wegbrechende Aufträge für freie Journalistinnen und Journalisten – speziell in den Ressorts Kultur und Sport. Aber auch Selbstständige im PR-Bereich sind betroffen, wenn bei ihren Auftraggebern das entsprechende Budget gekürzt wurde. Christian Weihe, Justiziar beim DJV-NRW, bekommt momentan viele Anrufe mit Fragen, die vor wenigen Monaten noch kein Thema waren: „Kurzarbeit und Corona-Soforthilfen machen derzeit einen großen Teil unserer Arbeit aus“, sagt er. Die Probleme sind seit dem ersten Schock eher größer geworden: Im dritten Monat der Coronakrise sind bei einigen Kolleginnen und Kollegen die Rücklagen aufgebraucht. Bei vielen Freien dürfte das finanzielle Problem überhaupt erst zeitverzögert einsetzen, denn sie warten oft lange…

Gelesen: Die große Zerstörung

Wer bei diesem Titel an Corona denkt, liegt falsch. „Die große Zerstörung. Was der digitale Bruch mit unserem Leben macht“ (Werbe-Link zu Amazon) ist ein Buch rund um die Digitalisierung, das aus meiner Sicht das Pech hat, zum falschen Zeitpunkt zu erscheinen. Der Dudenverlag hat es mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt.  Der Autor, Andreas Barthelmess, ist Start-up-Unternehmer. Und er schreibt Texte für die NZZ, den Spiegel oder die Zeit, die in dieses Buch eingeflossen sind. Genauso wie seine autobiografischen Erinnerungen – beispielsweise an den Bio-Unterricht Mitte der 90er, und an eine Jugend in einer ruhigen Zeit. Im Gegensatz dazu steht die Gegenwart, unruhig, und mit teils wild-scheinenden Führern….

Leben in Parallelwelten: Schlamassel im Weltall

WTF? Ich starre auf das Buch, das mir der Bastei Lübbe Verlag unverlangt zugeschickt hat. Wesen im All, alle mit eckigen Köpfen, eines ist ein Schwein. Der Titel: Schlamassel im Weltall (Werbe-Link zu Amazon). Der Autor: Paluten. Laut beigelegtem Waschzettel einer der meistgeklickten YouTuber aus Deutschland. Ich kenne ihn nicht. Das ist jetzt nicht so verwunderlich: YouTube ist keine Plattform, auf der ich mich wohlfühle. Einführung in Palutens Weltall Natürlich bin ich neugierig, und schaue, was Patrick Mayer, so sein echter Name, seinen 3,68 Millionen Abonnenten so bietet. Ich stelle schnell fest: ich bin definitiv nicht die Zielgruppe. Für mich ist alles zu laut, zu schnell, zu bunt. Aber das…

Gelesen: Mehr Wahrheit wagen

Journalisten haben es nicht leicht: Da sind Präsidenten und Parteien, die nicht wollen, dass über sie berichtet wird. Und um das zu verhindern verunglimpfen sie Medien, wann immer sie können: Lügenpresse und Fake News sind zwei Beispiele dafür, wie man Journalisten und deren Arbeit diskreditiert. Das Ergebnis: Viele Menschen, auch in Deutschland, glauben nicht mehr, was Medien veröffentlichen. Fatal. Denn ohne Journalismus keine Demokratie. Schließlich sind Journalisten in einem freien Land eben nicht dem Staat und der Regierung verpflichtet. Im Gegenteil setzen sie sich für die Bürger ein und schauen denen, die das Sagen haben, genau auf die Finger. Das gilt in der Politik und in der Wirtschaft: Der Diesel-Skandal…

Vor 10 Jahren war einiges noch anders

Ich bin ja Wegschmeißer. Darum finde ich es großartig, jeden Jahreswechsel Unterlagen wegschmeißen zu dürfen, für die die gesetzliche Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist. Im Jahr 2020 sind das eindeutig die Unterlagen von 2009. Bevor ich sie allerdings schreddere, schaue ich sie mir tatsächlich gerne nochmals an. Schließlich vergisst man oft, wie sich das eigene Leben in den vergangenen Jahren verändert hat. Außerdem ist es ganz spannend, einen Blick zurück auf Kunden und Aufträge oder Preise zu werfen. Lest hier, was mir in diesem Jahr beim Rückblick aufgefallen ist: Vor 10 Jahren noch mit Auto Der wahrscheinlich größte Unterschied zu 2009 ist, dass ich damals noch ein Auto hatte. Ich liebte meinen…

Blogger: Warum ich keine Fotogenehmigung kaufe

Ich habe Verständnis dafür, dass nicht jedes Museum möchte, dass Blogger oder Journalisten dort alles fotografieren. Da ist zum einen das Urheberrecht des Künstlers, das gewahrt werden muss. Manchmal ist es auch die Lichtempfindlichkeit der ausgestellten Objekte, die Fotografen einen Strich durch die Rechnung verstehen. Was ich jedoch nicht verstehe: Wenn ein Museum Angst hat, dass veröffentlichte Bilder dazu führen, dass Besucher das Museum nicht mehr besuchen. Das ist Quatsch. Mich machen solche Bilder erstens neugierig auf ein Museum, zweitens ist eine Ausstellung mehr als die Sammlung diverser Objekte – zumindest wenn sie gut gemacht ist. Ich versteh es dementsprechend als eine Empfehlung für das Museum, wenn ich darüber berichte…

Bücher von und über Journalisten

Ich lese gerne Bücher, die Journalisten geschrieben haben. Oft sind sie einfach besser geschrieben, als Bücher von anderen Autoren. Hinzu kommt, dass sie meist Einblicke in spannende Themen geben. Aber auch fiktionale Bücher, in denen es irgendwie um Journalisten geht, mag ich. Möglicherweise, weil die Identifikationsmöglichkeit mit ihnen hoch ist. In diesem Artikel will ich auf Bücher von und über Journalisten aufmerksam machen, die ich aus welchem Grund auch immer für lesenswert halte. Den Beitrag werde ich künftig immer wieder aktualisieren.