Gelesen: Business Bullshit

Business Bullshit - Buch aus dem Duden Verlag

Sprache verändert sich. Das war schon immer so. Auch über die vielen englischen Begriffe, die sich im Deutschen breit machen, kann man den Kopf schütteln – oder es hinnehmen. Ich komme aus dem Süden Deutschlands, da gibt es auch das Trottoir, das Plumeau und andere Wörter aus dem benachbarten Frankreich. Dafür findet man den Kindergarten in vielen Ländern. Ist halt so. In „Business Bullshit“, einem Buch, das mir der Duden Verlag (Werbe-Link) kostenlos zur Rezension geschickt hat, geht es um viele englische Wörter. Allerdings nicht, weil sie aus dem Englischen kommen, sondern weil Autor Jens Bergmann sie für leere Begriffe ohne Sinn hält, mit denen sich besonders gerne die schmücken,

Gegen die Regeln: Sponsored Links mit „dofollow“

Unseriöse Anfragen

Es ist ja nicht so, dass man für seine Blogs keine Kooperationsanfragen bekäme. Das Problem ist aber, dass man zu viele bekommt, die unseriös sind. Oft geht es dabei um dofollow-Links.  Was ist ein dofollow-Link? Grundsätzlich müsst Ihr unterscheiden zwischen nofollow- und dofollow-Links. Wenn Ihr eine andere Internetseite via Link empfehlt, ist das automatisch ein dofollow-Link. Ihr sprecht der anderen Seite im Prinzip durch die Verlinkung Euer Vertrauen aus. Das erkennt Google. Ein Link von einer anderen Seite hat darum Auswirkungen auf deren Platzierung in den Suchergebnissen. Nun gibt es Internetseitenbesitzer, die die Betreiber anderer Seiten dafür bezahlen, dass sie eine solche Verlinkung bekommen. Eigentlich bezahlen sie also jemanden dafür,

Texte aktualisieren: Wie unterschiedlich Kunden zahlen

Wie eine Aktualisierung aussehen kann

Die Dinge ändern sich schnell. Das merke ich im Verbraucherjournalismus oft: Ein neues Gesetz, eine noch fiesere Abzockmasche, ein Produkt, dass es nicht mehr gibt. Meine Online-Kunden fragen mich darum regelmäßig, ob ich die alten Texte aktualisieren kann. Das gehört zu meinem Alltag und ich finde es sinnvoll. Außerdem weiß ich natürlich auch: Google findet das gut. Also schaue ich mir die alten Texte an:  Stimmen die Links noch?  Gibt es den Gesprächspartner noch?  Hat sich durch neue Gesetze oder Regelungen etwas verändert? Meine Kunden gehen allerdings sehr unterschiedlich vor, was die Anforderungen und die Bezahlung betreffen: Kunde D bezahlt mich nach dem Stundensatz, den wir vor elf Jahren ausgehandelt

Die Sache mit der Kunst und den sozialen Medien

Meine ganz individuelle Collage

Soziale Medien sehe ich natürlich immer aus meiner Perspektive als Journalistin: Sie dienen der Vernetzung, der Kommunikation, vielleicht auch der PR. Ich kann darüber Nachrichten bestimmten Zielgruppen zugänglich machen. Oder als PR-Experte eben meine Zielgruppe auf meine Themen aufmerksam machen. Dass Künstler soziale Medien möglicherweise ganz anders sehen und nutzen, war mir bis zum Februar 2020 nicht bewusst. Damals war ich aber auf einem Vortrag zu genau diesem Thema. Und weil daraus ein Kauf von Kunst resultierte, der jetzt seit gut einem Jahr in meinem Flur hängt und meine Gedanken beschäftigt, wird es Zeit, davon zu berichten. Künstler und soziale Medien Natürlich kann man auch in der Kunstszene nicht eine

Die Sache mit dem Content Marketing

Journalismus, PR und Content Marketing

Stellt Euch einen Artikel vor, in dem es um die richtige Geldanlage fürs Kind geht. Darin werden keine Finanzinstitute genannt und keine Namen von Geldanlageprodukten. Dafür zitiere ich eine Verbraucherschützerin. Diesen Artikel habe ich so vor vielen Jahren für eine große überregionale Tageszeitung geschrieben. Kurze Zeit später habe ich diesen Text ein zweites Mal verkauft – an eine Bank. Ich habe nichts in diesem Text geändert – außer dem Dokumentennamen. Im ersten Fall, da sind sich alle einig, handelt es sich um unabhängigen und seriösen Journalismus. Im zweiten Fall, so höre ich immer wieder, hätte ich eine PR-Leistung erbracht. Den Banken veröffentlichten üblicherweise keine journalistischen Texte, sondern machten das verrufene

Pinterest: mehr als Rezepte und Basteltipps

Pinterest für Journalisten

Für viele ist Pinterest nur ein weiteres zeitfressendes soziales Netzwerk, andere halten es für einen digitalen Treffpunkt von Back- und Bastelfreunden. Wieder andere versuchen, es beruflich einzusetzen. Im Bereich Medien und PR könnten das allerdings deutlich mehr sein. Denn Journalistinnen und Journalisten, Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen PR und Bildjournalismus sowie journalistische Bloggerinnen und Blogger können Pinterest auf dreierlei Weise sinnvoll nutzen: bei der Themenplanung, bei der Recherche und auch bei der Selbstvermarktung. Pinterest ist kein Newcomer: Die Plattform gibt es seit zehn Jahren. Der Name setzt sich zusammen aus „to pin“ (anheften) und „interest“ für Interesse. Der Name verdeutlicht schon eine Hauptfunktion von Pinterest: Registrierte Nutzerinnen und Nutzer

Gelesen: Eine Gesellschaft in Unfreiheit

"Eine Gesellschaft in Unfreiheit" - als Korrespondenten in China

China. Ich erinnere mich an meine Reise im Jahr 2014. Vier Wochen waren wir unterwegs in Beijing, Shanghai, Guangzhou und an einigen anderen Orten. Ich erinnere mich daran, wie verlassen man sich fühlt, wenn man kein Wort versteht und lesen kann. Und ich erinnere mich an unseren unvergesslichen Besuch bei McDonalds in Qingdao. Geboren aus der Not war diese Einkehr, weil wir kein einziges Café oder Restaurant gefunden hatten. Und weil man uns Gutscheine mit Bildern in die Hand drückte. Wir gingen davon aus, dass nichts schief gehen kann, wenn man seine Speise auf Bildern sieht. Den überraschten Blick und die Nachfrage der Bedienung habe ich nicht verstanden, bis sie

Coronakrise: Wenn Stundungen teuer werden

Neuer Artikel fürs DJV-NRW Journal

Kurzarbeit beim Kölner Stadt-Anzeiger, bei RTL und vielen anderen Medienhäusern. Wegbrechende Aufträge für freie Journalistinnen und Journalisten – speziell in den Ressorts Kultur und Sport. Aber auch Selbstständige im PR-Bereich sind betroffen, wenn bei ihren Auftraggebern das entsprechende Budget gekürzt wurde. Christian Weihe, Justiziar beim DJV-NRW, bekommt momentan viele Anrufe mit Fragen, die vor wenigen Monaten noch kein Thema waren: „Kurzarbeit und Corona-Soforthilfen machen derzeit einen großen Teil unserer Arbeit aus“, sagt er. Die Probleme sind seit dem ersten Schock eher größer geworden: Im dritten Monat der Coronakrise sind bei einigen Kolleginnen und Kollegen die Rücklagen aufgebraucht. Bei vielen Freien dürfte das finanzielle Problem überhaupt erst zeitverzögert einsetzen, denn sie warten oft lange

Gelesen: Die große Zerstörung

Buchcover

Wer bei diesem Titel an Corona denkt, liegt falsch. „Die große Zerstörung. Was der digitale Bruch mit unserem Leben macht“ (Werbe-Link zu Amazon) ist ein Buch rund um die Digitalisierung, das aus meiner Sicht das Pech hat, zum falschen Zeitpunkt zu erscheinen. Der Dudenverlag hat es mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt.  Der Autor, Andreas Barthelmess, ist Start-up-Unternehmer. Und er schreibt Texte für die NZZ, den Spiegel oder die Zeit, die in dieses Buch eingeflossen sind. Genauso wie seine autobiografischen Erinnerungen – beispielsweise an den Bio-Unterricht Mitte der 90er, und an eine Jugend in einer ruhigen Zeit. Im Gegensatz dazu steht die Gegenwart, unruhig, und mit teils wild-scheinenden Führern.