Warum es gut war, einen Vertrag zwei Jahre lang nicht zu unterschreiben

Ich erinnere mich genau an denn Tag im April vor zwei Jahren, als das große Kuvert meines langjährigen Kunden mich erreichte. Ohne mich vorgewarnt zu haben, legte man mir plötzlich nach zehn Jahren einen Vertrag vor. Den sollte ich als freier Mitarbeiter unterschreiben, und damit würde ich dem Verlag das Recht einräumen, meine Texte weiterzuverkaufen. Ohne dass ich an den möglichen Einnahmen beteiligt würde. Ich fand, dass das keine gute Idee ist. Ziemlich wütend habe ich darum damals den DJV-Rechtsbeistand angerufen und darum gebeten, den Vertrag zu checken und mich auf eventuelle fiese Details aufmerksam zu machen.

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Ein Vertrag, den ich nicht unterschreibe

Bereits im Mai bekam ich eine Mail einer Zeitung aus Süddeutschland. Der Absender schreibt mir: Liebe Kollegin, Sie schreiben für die xxx und damit auch für Sonderveröffentlichungen, die unser Haus für den xxx produziert. Wir sind mit Ihrer Arbeit sehr zufrieden. Der „xxx“ wird künftig die Sonderveröffentlichungen (SVÖs) online verlängern. Daher weise ich auf folgendes hin: Im Zusammenhang mit den technischen Veränderungen eines modernen Zeitungsvertriebs entwickelt unser Verlag Publikationsformen für alle modernen Kommunikationstechniken, wie Internet, e-paper oder App. Dies gehört zum redaktionellen Kerngeschäft einer Tageszeitung und ist unerlässlich, damit die Wettbewerbsposition und die Zukunft des Verlags – und damit auch ihrer Autoren – gesichert werden. Wir erlauben uns deshalb, darauf

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Stundenlohn: 4,98 Euro

Manchmal ist es doch gut, seinen Taschenrechner zu zücken. Bisher habe ich ja, wenn ich in Mainz unterrichtet habe, immer bei Bekannten übernachtet. Das wird mir nun aber doch zu unbequem auf Dauer, und ich will ihre Gastfreundschaft nicht strapazieren. Nun habe ich mal gerechnet, wie hoch meine Ausgaben wären, wenn ich ein Hotel für je eine Nacht nehmen würde. Da komme ich mit Benzin- und Übernachtungskosten, Parkhausgebühr und Essen für zwei Tage auf 211 Euro. Für 14 Stunden Blockunterricht gibt es aber nur 300 Euro. Bleiben knapp 89 Euro übrig – vor Steuern. Diese 89 Euro müssen durch 18 Stunden geteilt werden, weil die Vorbereitung des Kurses ja auch

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