Mailverkehr mit Spammern

Mal schreibt ein Prinz aus Uganda, mal ein schwer-kranker Mensch, der mir Millionen vermachen möchte – und jedes Mal juckt es mich erneut in den Fingern, auf diese blödsinnigen Spam-Mails zu antworten. Jetzt habe ich das einfach mal gemacht. Aus purer Neugierde. Natürlich von einem uralten Laptop, auf dem nichts ist, was relevant ist. Und natürlich auch nicht von meinem offiziellen Mailaccount: Frau Olm-Lakes ist die erste, der ich mit meiner gefakten Web-de-Adresse antworte. Frau Olm-Lakes hat nämlich Gebärmutterhalskrebs und möchte, dass ich die fünf Millionen ihres verstorbenen Mannes unters Volk bringe, der Verwandtschaft traut sie nicht. Ich antworte ihr, dass Gebärmutterhalskrebs ja häufig geheilt werden kann, und ich frage

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Identitätsdiebstahl bei Facebook – und was Ihr dagegen tun könnt

Es ist Sonntagmorgen, und draußen wird es hell, als ich die Augen aufschlage. Ich liege in einem Hotelzimmer und greife nach dem Handy, weil ich wissen möchte, wie spät es ist. Schlaftrunken sehe ich eine Freundschaftsanfrage für Facebook von Irene auf dem Display. Merkwürdig, denke ich, ich bin doch schon seit Jahren mit Irene befreundet. Vielleicht, so denke ich, hatte sie ein Problem mit ihrem Konto oder mich versehentlich entfreundet. Darum nehme ich die Freundschaftsanfrage im Halbschlaf an. Doch postwendend kommt eine Nachricht von ihr. Wie es mir geht, will sie wissen. Auf französisch. Und das ist merkwürdig. Jetzt bin ich wach.

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Vorsicht, Abzocke! Arbeit als Geldesel oder Finanzagent

Das verspricht mir Leake Socorro ganz fett in einer E-Mail. Da bin ich neugierig genug, um zu lesen, was ich tun soll. Erfreut stelle ich fest, dass die Mail in nicht ganz schlechtem Deutsch geschrieben ist, das schafft Vertrauen. Und 4.000 bis 8.000 Euro im Monat für maximal 24 Stunden in der gleichen Zeit, das wäre ja ein Traumjob! Also lese ich weiter: Ich kann den Job nebenher machen, und ich benötige keine besondere Ausbildung, schreibt mir Socorro. Toll! Nur ein Bankkonto brauche ich, schreibt er weiter. Kein Problem, das habe ich. Also weiter: Darauf wird mir Socorros Firma künftig Geld überweisen, und zwar 2.000 bis 8.000 Euro im Monat.

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