Multimedia-Seminar beim DJV-RLP: Ergebnisse

Irland-GIF

In Mainz habe ich für den Deutschen Journalistenverband Rheinland-Pfalz ein Seminar zum Thema Multimedia Storytelling gegeben. Wir haben uns dazu Scrollytelling-Specials angesehen, uns über mobile reporting unterhalten, verschiedene Apps besprochen, und überlegt, wie man so ein Special eigentlich am besten plant. Am Ende hatten die Teilnehmer noch eine Stunde Zeit, selbst Apps auszuprobieren. Und das sind ihre Ergebnisse:

Workshop in Kenia: Raus aus der Komfort-Zone

Fahrt zur Arbeit

Es ist heiß, 34 Grad Celsius am Tag, 32 Grad nachts im Zimmer. Schatten gibt es kaum. Im nordwestlichen Turkana County in Kenia ist es trocken, immer wieder sieht man spontane Sandwalzen übers Land rollen oder als Hosen gen Himmel steigen. Vorbeifahrende Autos ziehen Staub hinter sich her, der sich schnell in Mund und Nase verteilt. Hinzu kommt der beißende Geruch von ewig Schwelendem, der sowohl die Lunge als auch die Augen schmerzhaft reizt. In dieser unwirtlichen Gegend und außerhalb meiner Komfort-Zone habe ich eine Woche lang einen Workshop zu mobile video gegeben. Das klingt wie ein Widerspruch in sich, denn im Turkana County sind laut Angaben von Wikipedia nur

Apps für Hörfunk-Journalisten

Audio-Apps

Ich gebe ganz offen zu, dass ich von Hörfunk wenig Ahnung habe. Zu lange liegt mein Studium zurück, zu analog war, was ich dort gelernt habe. Trotzdem ist Hörfunk für mich interessant – und zwar in Zusammenhang mit mobile reporting und der Möglichkeit, multimediale Inhalte auf Internetseiten einzubauen. Dabei geht es nicht zwingend darum, ein Hochglanz-Hörfunk-Feature mit dem Smartphone aufzunehmen und zu schneiden. Vielmehr geht es darum, Audio aufzunehmen, vielleicht ein bisschen schneiden – aber auch darum, Hörfunk online hör- und sichtbar zu machen. Und zwar am besten mit entsprechenden Apps fürs Smartphone. Das ist so ungefähr auch meine Aufgabe von einem Kunden für einen Workshop irgendwann in den kommenden

App im Test: Tastemade

Tastemade Screenshot

Tastemade City ist eine App, um schnell und auch unterwegs Videos zu machen. Sie teilt man dann in einer Community und macht so im Prinzip personalisierte, multimediale Reisetipps. Das geht eigentlich ganz einfach: Drückt man den Startknopf, kommt zuerst die Frage, ob man nur 20 Sekunden aufnehmen möchte oder den „Full Scoop“, bei dem man eine Minute Zeit hat, seinen Lieblingsplatz vorzustellen. Ich entscheide für mich letzteres und klicke OK. Jetzt bekomme ich eine Art Regieanweisung: Im ersten Feld kann ich den Ort, die Schrift und die Videomusik ändern. „St. Peter-Ording“ kennt die App nicht, aber sie akzeptiert den Namen. Ich suche mir eine hübsche Schriftart aus, und stelle fest,

Was ich bei Snapchat bisher gelernt habe

Snapcode

Ich gebe es zu: Ich habe es lange vor mir hergeschoben, mich bei Snapchat anzumelden. Noch ein soziales Netzwerk! Und dann etwas für junge Leute! Och nee! Dann habe ich aber 2015 gelesen, dass US-amerikanische Medien dort aktiv sind, und dann musste ich mich dort im Frühjahr anmelden. Denn wie sollte ich sonst mit gutem Gewissen Onlinejournalismus unterrichten können? Anfangs war es da verdammt einsam. Nicht, dass ich jetzt viele Freunde dort hätte, es sind noch immer unter 40, und gefühlt ein Drittel sind Karteileichen. Trotzdem: immer wieder kommt einer dazu. Für mich das Wichtigste: Ich habe Spaß an Snapchat, auch wenn es mein Datenvolumen frisst. Und irgendwie habe ich

App im Test: Adobe Premiere Clip

Fotos und Videos auswählen

Wer auf dem iPhone ein kurzes Video schneiden möchte, ist meiner Meinung nach mit iMovie sehr gut bedient. Allerdings kann es ja auch sein, dass man mit iMovie nicht zurecht kommt oder keinen großen Wert darauf legt, beispielsweise Titel oder Übergänge zu gestalten. Dann gibt es eine ganz gute App-Alternative, und zwar Adobe Premiere Clip. Sie läuft auch auf Android-Geräten. Die App ist kostenlos. Für diejenigen, die ganz schnell ein Video erstellen möchten, gibt es nämlich die Möglichkeit, das automatisch geschehen zu lassen. Dazu klickt man unter Projekte zunächst rechts oben das Pluszeichen, erlaubt dann den Zugriff auf die Bilder auf dem iPhone und wählt die entsprechenden Video Bilder aus.

App-Test: MyAlbum als digitales Fotoalbum

Screenshot MyAlbum

Ein digitales Fotoalbum anlegen und per Link verschicken, das geht sehr einfach beispielsweise mit der App MyAlbum für Apple. Nach dem Einloggen legt das Pluszeichen rechts oben ein neues Album an. Um es zu füllen, bekommt man Zugriff auf die Videos und Fotos auf dem Smartphone. Die klickt man an, danach rechts oben auf das Häkchen. Jetzt laden die gewählten Inhalte in die App, das braucht je nach Menge der Bilder und der Länge der Videos seine Zeit. Zum Weiterlesen: „Es geht nicht ums Bilder machen, sondern darum, Erinnerungen zu teilen„ Manche Medien werden nicht hochgeladen, ich konnte bisher nicht herausfinden, ob das am W-LAN oder der Größe der entsprechenden

App-Test: Storyo

Norwegen mit Storyo

Der Name sagt es schon: Storyo erzählt Geschichten, und zwar aus Bildern. Dazu erlaubt man der App den Zugriff auf die eigene Galerie. Dann gibt man entweder einen Zeitraum vor oder wählt die entsprechenden Fotos einzeln aus. Sind Sie mit Geodaten und Uhrzeit versehen, ordnet Storyo beides automatisch zu und erzählt so eine chronologische Bildergeschichte. Die kann zwischen 15 und 60 Sekunden lang sein, mit Musik unterlegt werden, und es stehen verschiedene Layouts dafür zur Verfügung. Wer das Layout ändern will, klickt allerdings nicht den „Bearbeiten“-Button, sondern den Zurück-Pfeil. Das ist etwas merkwürdig. Sonst ist die App aber wirklich einfach zu bedienen. Ausgespielt wird das Ganze schließlich als Video auf