Die kleinen Probleme mit der großen Digitalisierung

Die Corona-Krise hat eines gezeigt: Wenn wir wollen, können wir Digitalisierung. Quasi aus dem Stand. Dass das nicht ganz ruckelfrei läuft, war vorherzusehen und hat sich auf vielerlei Ebenen gezeigt: Die Unternehmensserver einiger Firmen hatten Probleme mit den vielen Fernzugriffen, das Öffnen einer Excel-Datei dauert dann schon mal Minuten. Viele Arbeitnehmer mussten ihre privaten Handynummern für Kooperationspartner, Vorgesetzte, Kunden freigeben – und werden jetzt auch zu Unzeiten angerufen. Und längst nicht jeder weiß, was sich bei einer Videokonferenz gehört – und was man gefälligst unterlassen sollte. Aber darum soll es in diesem Artikel gar nicht gehen.  Vielmehr ist mir eine Sache passiert, von der ich nie gedacht hätte, dass sie

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Gelesen: Die große Zerstörung

Wer bei diesem Titel an Corona denkt, liegt falsch. „Die große Zerstörung. Was der digitale Bruch mit unserem Leben macht“ (Werbe-Link zu Amazon) ist ein Buch rund um die Digitalisierung, das aus meiner Sicht das Pech hat, zum falschen Zeitpunkt zu erscheinen. Der Dudenverlag hat es mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt.  Der Autor, Andreas Barthelmess, ist Start-up-Unternehmer. Und er schreibt Texte für die NZZ, den Spiegel oder die Zeit, die in dieses Buch eingeflossen sind. Genauso wie seine autobiografischen Erinnerungen – beispielsweise an den Bio-Unterricht Mitte der 90er, und an eine Jugend in einer ruhigen Zeit. Im Gegensatz dazu steht die Gegenwart, unruhig, und mit teils wild-scheinenden Führern.

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Getestet: Fitteryou – Sport im Wohnzimmer

Gehört Ihr auch zu den Leuten, die Monat für Monat für ihr Fitnessstudio bezahlen – aber nie dorthin gehen? Ich bin am Anfang wirklich gerne in mein Fitnessstudio am Mediapark gegangen, und auch sehr regelmäßig: Schwimmen, Yoga, Kraftsport und einige Zirkel und Übungen mit digitaler Unterstützung. Und plötzlich war der Spaß weg. Als ob ein Luftballon geplatzt sei. Irgendwann habe ich dann gekündigt – und seit März muss ich nun endlich nicht mehr dafür bezahlen. Statt Fitnessstudio mit Apps im Wohnzimmer aktiv Das heißt natürlich nicht, dass ich keinen Sport mehr mache: ich laufe ja ein bisschen. Und meine Krankenkasse bezahlt mir die Jahresgebühr für Gymondo. Das ist eine App,

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Gelesen: App Store Confidential

Zuerst einmal ist dieses Buch schön. So, wie auch ein iPhone oder ein Mac schlichte Eleganz ausstrahlen, ist auch das Buch: weißes Cover, schlichter Schriftzug. Innen schwarze Seiten, um Kapitel abzutrennen, Zitate von Steve Jobs, die über eine ganze Seite gehen, und die die eine oder andere Saite in mir zum Klingen bringen – auch wenn ich wirklich kein Appleianer bin. Ich nutze zwar die Infrastruktur mit dem Apfellogo, aber das heißt nicht, dass ich dem goldenen Käfig gegenüber nicht auch kritisch bin. Das Buch App Store Confidential, (Werbe-Link zu Amazon) das mir der Murmann Verlag kostenlos zur Rezension überlassen hat, ist rein äußerlich trotzdem ganz im Stil der Marke,

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Journalism of Things: Wenn Sensoren Geschichten schreiben

Der bekannte Befehl „Alexa, schalte das Licht ein“ ist ein typisches Beispiel für das sogenannte Internet der Dinge oder Internet of Things (IoT), wie es im Englischen heißt. Dabei sind Amazons Smartspeaker Echo und eine Lampe oder auch nur eine Glühbirne über das hauseigene WLAN sowie die Cloud und eine zugehörige App auf dem Smartphone miteinander verbunden. Auf diese Art können sie miteinander kommunizieren. „Darüber schreiben wir als Journalisten oft“, sagt der Wissenschaftsjournalist Jakob Vicari. „Und häufig auch ziemlich begeistert. Aber nur selten kommen wir auf die Idee, diese Technologien auch für unsere Arbeit als Journalisten zu benutzen.“ Darum hat Vicari mit einigen Kollegen im Mai bei der re:publica, einer

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Gelesen: Mich kriegt Ihr nicht

Schon wieder ein Buch über Digitalisierung und Privatsphäre. Dieses hebt sich aber schon durch sein Äußeres ab: Es ist rundum rot – also auch die Seitenkanten sind rot. Der Titel des Buches von Steffan Heuer aus dem Murmann-Verlag: Mich kriegt Ihr nicht. (Werbe-Link zu Amazon) Die Seiten sind für meinen Geschmack ein bisschen zu erschlagend mit Inhalten gefüllt, die Einführung ist recht theoretisch und zahlenlastig – aber durchaus interessant. Wenn sich jemand noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, ist es bestimmt ein guter Einstieg. Ich überfliege ihn eher. Datenschutz und Hate Speech: Es ist komplex Nicht, ohne zwischendurch einmal nachzudenken: Der Autor schreibt, man solle im Internet trotz des

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„Sag’s uns“ – Weniger Müll in den Straßen mit der App der Stadt Köln

Kennt Ihr das? Ihr installiert eine App. Dann funktioniert sie nicht richtig. Ihr vergesst sie, irgendwann löscht Ihr sie wieder. Das passiert mir so oft. Und so war es auch mit der App der Stadt Köln. Bis mir Timo Stoppacher neulich erzählte, dass er damit wilden Müll in den Straßen regelmäßig meldet – und oh Wunder! Dieser sogar kurze Zeit später beseitigt ist. Daraufhin habe ich mir die App also auch wieder installiert – aber erfreulich wenig Müll in der darauffolgenden Zeit in den Straßen gesehen. Bis ich vergangene Woche einen Abendspaziergang durchs Veedel gemacht habe. Schon nach wenigen Schritten kam ich zu der Brücke, die über die Autobahn Richtung

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#rp19 – same same but different?

Was mich an der Republica in Berlin jedes Jahr am meisten fasziniert, ist, dass man unter 8000 Menschen über so viele stolpert, die man kennt. Manche sieht man nur aus der Ferne, andere trifft man ständig, bei Dritten weiß man über Twitter, dass sie da sind – um sie persönlich zu treffen, muss man aber doch einige Anstrengungen unternehmen. Und schließlich gibt es die, die man genau einmal sieht, und dann nicht mehr. Die Menschen und die Begegnungen machen für mich einen ganz wichtigen Teil der Republica aus. Hier gibt es Kolleg*innen, die ich nur auf dieser Veranstaltung sehe, quasi einmal im Jahr. Andere habe ich seit Jahren nicht gesehen,

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#IoTFuturetrends: Wohin geht die Reise beim mobile Payment?

Irgendwie passiert grade nix. So fasst Bettina Horster, die bei Eco, dem Verband der Internetwirtschaft, Vorständin ist, die aktuelle Welt des Internets der Dinge (IoT für Internet of Things) zusammen. Bei den selbstfahrenden Autos tut sich nicht viel – außer, dass Apple in diesem Bereich gerade 200 Mitarbeiter entlassen will, dafür aber Amazon jetzt verstärkt einsteigen will. Ähnlich stagnierend sehe es bei den Themen Blockchain und AR aus. Künstliche Intelligenz spiele im Wesentlichen in China eine Rolle, in den USA und Großbritannien – aber nicht in Deutschland. Und wie ich da im 11. Stock des Biocampus in Köln sitze, mit Blick auf die Domspitzen und den Colonius, glaube ich das

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