Ein Model Release mit Daumenabdruck

Wer andere Menschen fotografiert, darf deren Bilder nicht einfach ins Internet laden oder auf Produkte drucken, die anschließend verkauft werden. Darum ist es völlig richtig, dass Calvendo meinen Kalender mit Bildern aus den Usamabarbergen nicht ohne Rückfrage veröffentlicht hat. Ich habe sie gemacht, als ich dort 2012 als ehrenamtliche Reporterin gearbeitet habe. Im Kalender sind nämlich drei Bilder, auf denen Menschen erkennbar abgebildet sind: eine Frau nach dem Gottesdienst bei einer Diskussion mit Nachbarn, ein junges Mädchen im Abendlicht und ein Kind, das seine Zunge herausstreckt.

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Tansania: Besuch in der Krankenstation in Yamba

Veronika, genannt Mama Ade, und Hilde arbeiten als Krankenschwestern in der Krankenstation in Yamba. Es gab schon eine medizinische Versorgung, bevor Village Africa seine Arbeit in den Usambarabergen vor heute genau sechs Jahren aufgenommen hat. Allerdings war sie geschlossen, als Caroline Johnston, die Gründerin von Village Africa, hierher kam. Die wichtigste Aufgabe von Mama Ade und Hilde ist es, festzustellen, ob ein Patient mit Fieber an Malaria erkrankt ist. Denn wer nicht rechtzeitig die nötigen Medikamente bekommt, kann an der Krankheit sterben.

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Tansania: ein Schulbesuch in den Usambarabergen

In Yamba gibt es einen Kindergarten und die Klassen 1 bis 7. Jede Klasse hat ein eigenes Zimmer, nur der Kindergarten und die beiden ersten Klassen teilen sich einen der dunklen Räume mit den Holzbänken und der großen schwarzen Tafel zeitversetzt. Die Schüler tragen alle blaue Hosen oder einen blauen Rock, ein ehemals weißes Hemd oder eine weiße Bluse, und fast alle einen dunkelblauen Strickpullover. Die Pullover haben ehemalige Ehrenamtliche zusammen mit der Dorfbevölkerung gestrickt, weil es in Yamba oft unter 20 Grad hat. Jeden Morgen wird die Schuluniform genau unter die Lupe genommen, und die Kinder sind aufgefordert, Löcher oder Risse zu Hause zu stopfen.

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Das ist Village Africa

Sechs Jahre alt wird Village Africa 2012. Als Caroline Johnston, die britische Gründerin, hier 2006 ankam, wollte sie als erstes eine Straße, die das Dorf mit der Außenwelt verbindet. Darum gibt es heute eine Buckelpiste, die bis auf einige Kilometer an das Bergdorf heranführt. Caroline hatte in der ganzen Welt selbst als Ehrenamtliche gearbeitet, als sie Pfarrer Father Baruti traf. Er fragte sie, ob sie ihm nicht helfen wollte, die Armut in Yamba und Milingano zu bekämpfen, und sie stimmte zu.

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