Wie Poetry Slam gegen Schreibblockaden wirkt

Florian Cieslik

Der Kugelschreiber schreibt. Und zwar gut. Die erste Grundvoraussetzung für einen Schreibworkshop ist also gegeben. Nicht dass ich keinen Stift bei mir hätte, aber ich freue mich immer über neue Stifte. Solange sie denn gut schreiben. Tatsächlich ist das bei diesem Bloggerworkshop besonders wichtig, denn er wird sich im Nachhinein als besonders produktiv herausstellen. Heißt: Ich werde am Ende viele Seiten in meinem Notizbuch beschrieben haben, und das mit Inhalten, über die ich mich selbst wundere.

Workshop in Kenia: Raus aus der Komfort-Zone

Fahrt zur Arbeit

Es ist heiß, 34 Grad Celsius am Tag, 32 Grad nachts im Zimmer. Schatten gibt es kaum. Im nordwestlichen Turkana County in Kenia ist es trocken, immer wieder sieht man spontane Sandwalzen übers Land rollen oder als Hosen gen Himmel steigen. Vorbeifahrende Autos ziehen Staub hinter sich her, der sich schnell in Mund und Nase verteilt. Hinzu kommt der beißende Geruch von ewig Schwelendem, der sowohl die Lunge als auch die Augen schmerzhaft reizt. In dieser unwirtlichen Gegend und außerhalb meiner Komfort-Zone habe ich eine Woche lang einen Workshop zu mobile video gegeben. Das klingt wie ein Widerspruch in sich, denn im Turkana County sind laut Angaben von Wikipedia nur

Technik in Seminaren: Was einer Dozentin die Laune verderben kann

Kein W-LAN = kein Onlinejournalismus

Es ist nach zwei Uhr morgens, als ich im Gästehaus eines Konferenzhotels irgendwo im tiefen Osten vom Lachen einiger Menschen auf dem Flur geweckt werde. Mich erschreckt die Vorstellung, dass das einige Teilnehmer meines Seminars sein könnten, das um 9 Uhr beginnen soll. Wer jetzt noch so fit ist, kann es kaum sechs Stunden später wieder sein. Auch nicht, wenn er über 20 Jahr jünger ist als ich. Der Gedanke beunruhigt mich so sehr, dass ich nicht mehr einschlafen kann. Ich nutze meine Podcastapp und mache damit eine geführte Entspannungsübung. Kurz vor dem Einschlafen fällt es mir ein: Ich habe den VGA-Adapter für mein Laptop zuhause vergessen. Es war nicht

Gleichberechtigung: journalist(en)-Workshop ohne Frauen

Anzeige aus dem journalist

Als ich im aktuellen journalist die Anzeige für das erste Blog-Camp in Hannover sehe, denke ich noch, das ist ein Versehen: Acht Männernamen werden in der Anzeige genannt – „u.a.“ heißt es. Ich denke, es ist ein doofer Zufall, dass keine einzige Frau in der Anzeige erwähnt wird. Doof, aber eben Zufall. Doch es kommt noch schlimmer.

UofM: Personal Branding im Reporting-Kurs

Memphis

Tief beeindruckt bin ich von der Hausaufgabe, die Kursleiterin Pam Denney ihren Studenten gibt: Bis zur nächsten Stunde müssen sie einen Twitter-Account angelegt und genutzt haben. Auch eine LinkedIn-Seite sollen die Studierenden bis dahin gestaltet haben. Ich stelle mir vor, ich gebe diese Hausaufgabe in Mainz. Mit Sicherheit würden sich einige Studenten weigern, weil sie im Internet nicht präsent sein wollen. Und auch im Seminar selbst hat social media nicht diesen Stellenwert wie am Department of Journalism. Eine ganze Woche nur für social media. Was man in dieser Zeit alles machen könnte.

University of Memphis: Erster Tag als Austauschdozentin

Ankündigung Vortrag

Journalism Building, University of Memphis – geschafft, ich bin da, und es ist noch sehr ruhig. Darum drehe ich im dritten Stock eine Runde und schaue mir an, was an den Wänden hängt: Zeitungen, Namensschilder, Aufkleber an den Türen, die etwas über die Persönlichkeit derer aussagen mögen, die dort arbeiten. Ein DIN A 4 Blatt, weiß, in Farbe ist eine Deutschland-Flagge aufgedruckt. Ich schaue genauer hin und amüsiere mich, dort die Ankündigung für meinen Vortrag als Austauschdozentin über mobile reporting zu sehen.