ITB 2018: Digitale Reisetrends aus Paris für die Welt

Früher gab es Digitalkonferenzen, heute gibt es keine Messe oder Konferenz mehr, auf der Digitalthemen nicht im Fokus stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich auf einer Konferenz zum Thema Mobilität oder Demokratie bin, auf der Buchmesse in Frankfurt oder auf der Reisemesse ITB in Berlin. Sie interessiert mich natürlich besonders in Zusammenhang mit meinem Reiseblog, und weil ich dort auf Themensuche für Artikel bin, die ich meinen Kunden anbieten könnte. Wenn mir dort aber Digitalthemen in Form von digitalen Reisetrends begegnen, freue ich mich doppelt.

„Wir brauchen eine bessere Streitkultur im Internet“

Aragon Schraga forscht zu artifical neural networks, also zu künstlichen neuronalen Netzen. Seine Ergebnisse setzt er ein, um Firmen zu beraten, die mehr über das Thema machine learning, oft auch als künstliche Intelligenz bezeichnet, wissen möchten. Ich habe ihn kennengelernt, als ich zu einer Buchpräsentation in der Hauptstadt war. Dort wurde Digital Human (Werbe-Link zu Amazon) vorgestellt, und in diesem Zusammenhang diskutierten Wissenschaftler und Firmenvertreter miteinander über die Digitalisierung und ihre Folgen für den Menschen, aber auch für die Unternehmen.

Fluch und Segen des mobilen Arbeitens

Oh ja, es ist prima, dass wir dank Smartphone und mobiler Daten heute unsere Arbeit dort machen können, wo wir wollen. Nicht mehr gebunden zu sein an ein Büro und einen Schreibtisch, das ist eine feine Sache. Wenn auch nicht ganz neu: Schon 2005 brauchte mich eine Freundin in den USA. Ich hatte damals noch mein Schlepptop im Gepäck. Während sie tagsüber zur Arbeit ging, schrieb ich meine Texte in ihrem Wohnzimmer und verschickte sie über ihr W-LAN an meine Kunden. Niemand bemerkte, dass ich nicht in Köln war, auch wenn meine Arbeitszeiten merkwürdig waren.

Die Rückkehr der German Angst

Angst. Kein Wort habe ich in den vergangenen drei bis sechs Monaten häufiger gehört. In meinem weiteren Bekanntenkreis leiden akut vier Menschen unter panischen Angststörungen und werden stationär oder ambulant behandelt. Woher ihre Angststörungen kommen, wissen sie meistens selbst nicht genau. Aber Angst ist eben nicht rational. Und trotzdem stark genug, um ihren Alltag zu lähmen. Diese vier mögen Extremfälle sein, aber ich habe das Gefühl, Angst ist derzeit in Deutschland allgegenwärtig, und sie begegnet mir auch in Kommunikationsunternehmen. Es mag 30 Jahre her sein, dass im angelsächsischen Sprachbereich German Angst ein weit verbreiteter Begriff war. Gemeint ist damit eine diffuse, kollektive Angst vor vielen Dingen, die die Deutschen befallen…

Digitale Transformation gelingt nur mit den richtigen Führungskräften: ein ITB-Digitalisierungsfazit

„Der Roboter kommt, auch in der Hotelbranche“, da ist sich Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sicher. Tatsächlich werden gleich zwei auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, der ITB, vorgestellt. Da ist Mario, 57 Zentimeter groß, keine sechs Kilo schwer, spricht 19 Sprachen – und arbeitet im Mario-tt Hotel in Gent. „Er übergibt den Gästen ihre Zimmerkarte“, sagt Roger Langhout, General Manager des Marriott Hotels in Gent, und diese liebten ihn. Entwickelt hat Mario Zora Robotics in Belgien. In Europa, sagt Fabrice Goffin von Zora Robtics, müsse ein Roboter wie ein Roboter aussehen. Ganz anders in Japan: Der Toshiba-Roboter ChihiraKanae sieht sehr menschlich aus. Die Roboter von Zora…

Führung durchs Smart Home auf der Internationalen Möbelmesse in Köln

Plötzlich knackte es in meinen Ohren. Ich hörte nichts mehr, obwohl mein Gegenüber die Lippen bewegte. Nein, das lag nicht an meinen Ohren, sondern an der Technik: Die schweren Bügel, die meine Ohren nach unten zogen, übertrugen nicht, was der Herr vor mir in sein kleines Mikro sprach. Lag’s an den Bügeln oder am Mikro? Das weiß ich nicht. Fest steht allerdings, dass das kein guter Auftakt war für eine Führung durch ein Smart Home auf der Internationalen Möbelmesse in Köln. Die Idee, die das Netzwerk Let’s be smart hatte, nämlich eine Andeutung eines smarten, also vernetzten Hauses, zu errichten, und uns all die Wunderdinge zu zeigen, die unser Leben…

Digitalisierung: keine Panik, aber mehr Mut nötig

Eine Konferenz zu Digitalthemen mit Vertretern von Google und Twitter? Lass ich mir nicht entgehen. Schon gar nicht, wenn ich als Pressevertreter dazu eingeladen werde. Ein bisschen ist es Ironie des Schicksals, dass es dann der Leiter einer Kommunikationsabteilung sein wird, der mich mit seinem Vortrag beim Digital Marketing Talk 2016 der Marketing- und Technologieagentur DigitasLBI im Rheinenergie-Stadion in Köln am meisten begeistert: Sebastian Ackermann von RWE sprach über „Die Relevanz der digitalen Transformation für das Überleben und die Weiterentwicklung von Unternehmen“. Sperriger Titel, erfrischender Typ: Mitarbeiter in der Digitalbranche tragen keine Krawatten, aber Bärte, stellt Sebastian Ackermann von RWE bei #DMT2016 fest. — Bettina Blass (@kuechenzuruf) 13. Januar 2016

Banken: Big Data oder der gläserne Kunde

„Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, Prozesse zu automatisieren“, sagt Frank-Christian Pauli, Referent Team Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Dabei denkt er beispielsweise an die Überprüfung der Kreditwürdigkeit. „Es ist auch im Sinne des Verbrauchers, keinen Kredit abzuschließen, mit dem man hinterher voraussehbar in Schwierigkeiten kommt“, betont er. Um eine solche Prüfung durchzuführen, benötigt man Informationen vom Kunden. Denn ohne diese lässt sich keine Aussage darüber treffen, ob er eine gute oder eine schlechte Bonität hat. In diesem Fall ist es gut, wenn die den Kredit betreffenden Daten gesammelt werden.