Leserpost aus der Hölle, Teil 1. „Sie bekommen Provisionen“

Die Zahl von Kommentaren, in denen ich beleidigt werde, oder in denen mir unbekannte Menschen Dinge unterstellen, die völlig absurd sind, wächst. Es scheint eine immer niedrigere Hemmschwelle zu geben, fremde Menschen anzupöppeln. Übrigens nehmen diese unschönen Umgangsformen auch unter Bekannten und über alle sozialen Netzwerke zu, habe ich den Eindruck. Ich habe dazu neulich schon einmal einen Text veröffentlicht. Ich genehmige diese Kommentare trotzdem, zumindest ansatzweise und so, dass ich damit nicht gegen geltendes Recht verstoße. Werden also in den Kommentaren Unternehmen oder Privatmenschen angegangen mit Aussagen, die nicht belegt sind oder strafrechtlich verfolgt werden könnten, veröffentliche ich diese Passagen nicht. Schließlich hafte ich für das, was auf meiner…

Ein Gespräch über berufliche Leidenschaft und die Rente

Es gibt Menschen, die begleiten einem beruflich lange, sehr lange. Herr M. ist einer von ihnen. Mein erstes Hintergrundgespräch mit ihm hatte ich vor wahrscheinlich 20 Jahren, damals also, als ich anfing, hauptberuflich als Journalistin zu arbeiten. Herr M. war damals aus meiner Sicht alt, sehr alt, ungefähr so alt, wie ich heute bin. Wenn ich ihn die letzten Male kontaktiert habe, dachte ich immer schon: Ob er wohl noch da ist? Er müsste doch bald in Rente gehen.

Wie manche Kundenbeziehungen unspektakulär zu Ende gehen

Man kennt diese Berichte darüber, dass ein Partner sich vom anderen per SMS oder WhatsApp getrennt hat. Ich frage mich immer, wie das sein kann, besonders dann, wenn eine lange Beziehung die beiden verbunden hat. Allerdings sehe ich hier durchaus eine Parallele zu Kundenbeziehungen. Ich bin nämlich seit 15 Jahren selbstständig und habe zu einigen Kunden schon länger eine Beziehung als zu meinem Mann. In solch langen Kooperationen baut man auch durchaus eine Art Beziehung auf: „Wo machen Sie Urlaub? Kommen Sie gesund wieder!“ – „Sie klingen so erkältet, nehmen Sie sich doch mal frei!“ – „Es tut mir leid das zu hören, hoffentlich bessert sich die Situation bald wieder!“…

Checkliste: den Social Media Einsatz planen

Ist doch ganz einfach: Man ist auf einer Konferenz oder bei einem Vortrag, und dann twittert man ein bisschen. Da muss man in der Tat nicht viel vorbereiten, außer dass man auf genügend Akku achten sollte. Schwieriger wird es, wenn man eine Aktion beispielsweise eines Kunden einen ganzen Tag lang über Facebook und Twitter unterstützen will.

Leserfrage: Ich heirate. Was mache ich mit meinem Nachnamen?

Eine Kollegin fragte mich neulich, ob ich eigentlich bei meiner Heirat den Namen meines Mannes angenommen habe. Nein, das habe ich nicht. Ich habe erst mit Ende 30 geheiratet, ich bin unter meinem Nachnamen bekannt, ich sehe ehrlich gesagt auch keinen Sinn darin, den Namen zu ändern, nur weil man heiratet. Für mich war das also keine Frage, ich wollte weiterhin Blaß heißen. Der einzige Grund, den Namen eventuell zu wechseln, wäre gewesen, wenn ich damit das ß im Namen losgeworden wäre, ein steter Quell für Probleme bei Reisen im Ausland. In meinem Fall hätte ich das ß allerdings gegen ein ü getauscht, was auch nicht wirklich besser gewesen wäre….

Warum es gut war, einen Vertrag zwei Jahre lang nicht zu unterschreiben

Ich erinnere mich genau an denn Tag im April vor zwei Jahren, als das große Kuvert meines langjährigen Kunden mich erreichte. Ohne mich vorgewarnt zu haben, legte man mir plötzlich nach zehn Jahren einen Vertrag vor. Den sollte ich als freier Mitarbeiter unterschreiben, und damit würde ich dem Verlag das Recht einräumen, meine Texte weiterzuverkaufen. Ohne dass ich an den möglichen Einnahmen beteiligt würde. Ich fand, dass das keine gute Idee ist. Ziemlich wütend habe ich darum damals den DJV-Rechtsbeistand angerufen und darum gebeten, den Vertrag zu checken und mich auf eventuelle fiese Details aufmerksam zu machen.

Pressereisen: Wenn sich Journalisten daneben benehmen

Ich schimpfe ja gerne mal über PR-Agenturen: Darüber, dass sie mir unverlangt unpassende Pressemitteilungen schicken. Dass sie mich nicht aus dem Verteiler nehmen, obwohl ich sie mehrfach ganz nett darum bitte. Dass sie nicht erreichbar sind, nicht zurückrufen oder ganze Artikel vor der Veröffentlichung gegenlesen wollen. Allerdings sieht die Sache oft ganz anders aus, wenn man sich mit der Gegenseite unterhält. Ich habe mich darum mit PR-Kollegen unterhalten, und sie gebeten, mir zu sagen, was sie schon mit Journalisten erlebt haben. Das ist das Ergebnis, allerdings anonym:

Multimedia-Seminar beim DJV-RLP: Ergebnisse

In Mainz habe ich für den Deutschen Journalistenverband Rheinland-Pfalz ein Seminar zum Thema Multimedia Storytelling gegeben. Wir haben uns dazu Scrollytelling-Specials angesehen, uns über mobile reporting unterhalten, verschiedene Apps besprochen, und überlegt, wie man so ein Special eigentlich am besten plant. Am Ende hatten die Teilnehmer noch eine Stunde Zeit, selbst Apps auszuprobieren. Und das sind ihre Ergebnisse:

Warum ich bei Amazon mein Konto als eBook-Autor gekündigt habe

Ich finde es toll, wie schnell man bei Amazon ein eBook anbieten kann: Worddokument schreiben, als HTML speichern, hochladen, verkaufen. Super. Seit einiger Zeit geht das auch mit Multimediaelementen über die Software Kindle Textbook Creator, die ich aber noch nicht ausprobiert habe. Der Grund: Ich hatte nichts zu erzählen.