Digitale Transformation: Ich verdiene mein Geld im Zug – Erkenntnisse von der #FBM18

Blogbeitrag schreiben, während ich einen Vortrag höre

Ich lebe die digitale Transformation, lerne ich auf der Frankfurter Buchmesse. Dort unterhielten sich unter anderem Vertreter von Langenscheidt, Droemer Knaur und anderen Unternehmen darüber, wie Räume und Unternehmensstrukturen die Arbeit und die Kooperationen mit den Kunden verändern. Ein Fazit: Es ist völlig egal, wo und wann gearbeitet wird, Hauptsache, das Ergebnis stimmt. Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensarbeitsräume bei @MicrosoftDE – wie weit sind davon noch viele Unternehmen entfernt. Meine Kunden haben sich in der Zwischenzeit daran gewöhnt, dass viele meiner Texte im Zug entstehen. #FBM18 #digitaleTransformation — Bettina Blass (@kuechenzuruf) 11. Oktober 2018 Geräteübergreifend arbeiten durch die Cloud ist auch Teil der digitalen Transformation Genau das ist schon lange mein Credo,

Wie Poetry Slam gegen Schreibblockaden wirkt

Florian Cieslik

Der Kugelschreiber schreibt. Und zwar gut. Die erste Grundvoraussetzung für einen Schreibworkshop ist also gegeben. Nicht dass ich keinen Stift bei mir hätte, aber ich freue mich immer über neue Stifte. Solange sie denn gut schreiben. Tatsächlich ist das bei diesem Bloggerworkshop besonders wichtig, denn er wird sich im Nachhinein auch als besonders produktiv herausstellen. Heißt: Ich werde am Ende viele Seiten in meinem Notizbuch beschrieben haben, und das mit Inhalten, über die ich mich selbst wundere. Whiskey, Schreibworkshop und Poetry Slam – was soll das werden? Dabei war ich durchaus skeptisch, als die Einladung von Hopf Strategie aus Berlin kam. Dort macht man PR für die irische Whiskey-Marke Tullamore

Virtuelle Welten: VR in Journalismus und Wirtschaft

VR-Brillen

Ich stehe in einem Eisdom: Über mir, viele Meter in der Höhe, wachsen Eiszapfen aus der weiß-bläulichen Decke. Meine Aufgabe ist es, mit Pfeil und Bogen die dicken Seile zu durchtrennen, damit die daran befestigten Holzstücke Richtung eiserner Glocke schwingen und diese zum Läuten bringen. Ich träume dieses abenteuerliche Szenario nicht. Ich erlebe es, und es brennt sich in mein Gedächtnis ein: Ich bin in einer virtuellen Welt, VR genannt für virtual reality. Im Anschluss an den Eisdom lande ich übrigens in einer Art Hölle, in der ich mir mit einer Fackel aus einer Schale Feuer nehmen muss, um einen Strang Dynamit zu entzünden. Nur so kann ich mir den

Die Sache mit den Influencern bei Instagram

Mein Instagram-Account: bettinaopjueck

Ich staune nicht schlecht: Die schmächtige, schüchterne Frau, die ich bei einer Bloggerveranstaltung von Temma treffe, hat 21.500 Follower bei Instagram. Wir sitzen nebeneinander am Tisch und unterhalten uns darüber, was wir machen. Sie bloggt und instagramt. Ich mache auf vielen Kanälen ein bisschen was. Und bin mit meinen 537 Followern bei Instagram ein ungefähr staubkorngroßer Influencer. „Wie viele Follower hast du gekauft?“, frage ich sie. Sie schaut mich einige Sekunden ausdruckslos an. Dann: „Erst 5000. Und als es dann noch nicht lief, habe ich nochmals 5000 gekauft.“. Ich sage nichts dazu, kann mir aber gut vorstellen, dass 10.000 Follower eine gute Ausgangsgröße ist, um wahrgenommen zu werden und dem

Von wegen Totholzmedien: Digitalisierung auf der #fbm17

Frankfurt: Stadt der Banken und der Buchmesse

Auf der Buchmesse in Frankfurt gibt’s – klar: Bücher. Aber längst nicht nur. Oder besser gesagt: längst nicht nur auf Papier gedruckt. Ich fahre im Gegenteil aus einem ganz anderen Grund gerne nach Frankfurt. Und zwar, weil dort regelmäßig viel über Digitalisierung gesprochen wird. Posts zur Buchmesse findet Ihr übrigens in den sozialen Medien unter #fbm17. In diesem Jahr habe ich mir auf der #fbm17 drei Veranstaltungen dazu angehört: Content Marketing fürs Bücherschreiben bei der #fbm17 Content Marketing war das Thema in der so genannten Self-Publishing Area, also dort, wo die Stände von Epubli, BoD oder Amazon sind. Dort, wo sich viele Menschen tummeln, die gerne Bücher im Selbstverlag herausbringen

Seminar für JournalistInnen in Krisenregionen

Gewehre gehören in manchen Ländern zum Alltag

Ich bin ein überwiegend fröhlicher und höflicher Mensch. Besonders in der Arbeitswelt: Grüßt mich jemand, wenn ich geschäftlich unterwegs bin, grüße ich zurück. Auch wenn ich die Person nicht kenne. Und ich lächle. Viel und oft. Dass das nicht in allen Kulturen und schon gar nicht in Krisenregionen richtig ist, habe ich in Kenia erfahren: An einem Sicherheitsposten wunderte ich mich, warum die anderen Frauen mit versteinerten Gesichtern geradeaus schauten. Ich lächelte den Sicherheitsbeamten an und grüßte. Darauf flüsterte er mir eine etwas zweideutige Bemerkung zu, und ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Zum Glück fuhren wir in diesem Moment weiter. Erst Monate später erfuhr ich bei einem einwöchigen

Die Zukunft der Mobilität: In Paris macht man sich Gedanken

Metro in Paris

Es ist sechs Jahre her, dass ich meinen alten Golf verkauft habe. Eine unfassbar lange Zeit, wenn ich es mir richtig überlege. Ich habe dieses Auto sehr geliebt, und es fiel mir nicht leicht, es abzustoßen. Aber der Wagen stand oft wochenlang ungenutzt in der Tiefgarage, die jeden Monat 50 Euro kostete. Er war nach 14 Jahren sehr oft für teures Geld in der Werkstatt. Und sobald ich aus der Garage fuhr, stand ich im Stau. Das hat mich am meisten genervt. Und mit Mobilität an sich wenig zu tun. Wirklich vermisst habe ich das Auto seit 2011 nicht. Weite Strecken fahre ich meistens mit dem Zug, um die Zeit

Wie Fliegen digitaler wird

Sushi zu technischen Informationen

Nur drei Satelliten benötigt Inmarsat, ein Unternehmen, das mobile Satellitenkommunikation anbietet, um die ganze Erde abzudecken. Das erfahre ich beim Digital Aviation Forum der Lufthansa in Frankfurt. Allerdings sitze ich nicht in einem dunklen, kühlen Raum mit Bühne am Kopfende, einem Redner und einer Power Point Präsentation, als ich das höre. Nein, ich fliege zusammen mit anderen „Journalisten, Bloggern und Influencern“, wie es bei der Begrüßungsrede hieß, über Europa. Die Kolleg*innen sind aus aller Welt angereist: Ein Ire sitzt zwei Plätze neben mir, eine Italienerin habe ich gesehen, jemand kommt aus Sao Paolo und auch Asiaten sind viele dabei. Unser Flugzeug muss irgendwo in der Nähe von Luxemburg über den

Sechs unvergessliche Seminare

Seminartag

15 Jahre bin ich selbstständig. Und genau so lange gebe ich auch Seminare. Zu meinen Kunden gehören Hochschulen, Bildungsträger, Verbände, Ministerien und ganz selten auch Privatleute. Eigentlich sollte man ja denken, dass gar nicht so viel bei einem Seminar schief gehen kann, wenn man nur Vorne steht und sein Wissen weitergibt. Doch 2016 habe ich unvergessliche Seminare erlebt, die ich kein zweites Mal so haben muss. Angefangen hat alles ganz früh im Jahr. Ich sollte ein Seminar irgendwo auf dem ostdeutschen Land geben, und zwar zu einem Onlinethema. Die Ergebnisse wollten wir in einer eigens dafür aufgesetzten WordPress-Plattform veröffentlichen. Doch das Kongress-Hotel hatte zu viel versprochen: Das W-LAN im Seminarraum