Seminar für JournalistInnen in Krisenregionen

Ich bin ein überwiegend fröhlicher und höflicher Mensch. Besonders in der Arbeitswelt: Grüßt mich jemand, wenn ich geschäftlich unterwegs bin, grüße ich zurück. Auch wenn ich die Person nicht kenne. Und ich lächle. Viel und oft. Dass das nicht in allen Kulturen richtig ist, habe ich in Kenia erfahren: An einem Sicherheitsposten wunderte ich mich, warum die anderen Frauen mit versteinerten Gesichtern geradeaus schauten. Ich lächelte den Sicherheitsbeamten an und grüßte. Darauf flüsterte er mir eine etwas zweideutige Bemerkung zu, und ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Zum Glück fuhren wir in diesem Moment weiter.

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Die Zukunft der Mobilität: In Paris macht man sich Gedanken

Es ist sechs Jahre her, dass ich meinen alten Golf verkauft habe. Eine unfassbar lange Zeit, wenn ich es mir richtig überlege. Ich habe dieses Auto sehr geliebt, und es fiel mir nicht leicht, es abzustoßen. Aber der Wagen stand oft wochenlang ungenutzt in der Tiefgarage, die jeden Monat 50 Euro kostete. Er war nach 14 Jahren sehr oft für teures Geld in der Werkstatt. Und sobald ich aus der Garage fuhr, stand ich im Stau. Das hat mich am meisten genervt.

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Wie Fliegen digitaler wird

Nur drei Satelliten benötigt Inmarsat, ein Unternehmen, das mobile Satellitenkommunikation anbietet, um die ganze Erde abzudecken. Das erfahre ich beim Digital Aviation Forum der Lufthansa in Frankfurt. Allerdings sitze ich nicht mit vielen anderen in einem dunklen, kühlen Raum mit Bühne am Kopfende, einem Redner und einer Power Point Präsentation, als ich das höre. Nein, ich sitze in einem Flugzeug, zusammen mit anderen „Journalisten, Bloggern und Influencern“, wie es bei der Begrüßungsrede hieß. Und sie sind aus aller Welt angereist: Ein Ire sitzt zwei Plätze neben mir, eine Italienerin habe ich gesehen, jemand kommt aus Sao Paolo und auch Asiaten sind viele dabei.

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Sechs Seminare, die ich als Dozentin nicht so schnell vergessen werde

15 Jahre bin ich selbstständig. Und genau so lange gebe ich auch Seminare. Zu meinen Kunden gehören Hochschulen, Bildungsträger, Verbände, Ministerien und ganz selten auch Privatleute. Eigentlich sollte man ja denken, dass gar nicht so viel bei einem Seminar schief gehen kann, wenn man nur Vorne steht und sein Wissen weitergibt. Doch 2016 habe ich einige Seminare erlebt, die ich kein zweites Mal so haben muss.

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Multimedia-Seminar beim DJV-RLP: Ergebnisse

In Mainz habe ich für den Deutschen Journalistenverband Rheinland-Pfalz ein Seminar zum Thema Multimedia Storytelling gegeben. Wir haben uns dazu Scrollytelling-Specials angesehen, uns über mobile reporting unterhalten, verschiedene Apps besprochen, und überlegt, wie man so ein Special eigentlich am besten plant. Am Ende hatten die Teilnehmer noch eine Stunde Zeit, selbst Apps auszuprobieren. Und das sind ihre Ergebnisse:

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Workshop in Kenia: Raus aus der Komfort-Zone

Es ist heiß, 34 Grad Celsius am Tag, 32 Grad nachts im Zimmer. Schatten gibt es kaum. Im nordwestlichen Turkana County in Kenia ist es trocken, immer wieder sieht man spontane Sandwalzen übers Land rollen oder als Hosen gen Himmel steigen. Vorbeifahrende Autos ziehen Staub hinter sich her, der sich schnell in Mund und Nase verteilt. Hinzu kommt der beißende Geruch von ewig Schwelendem, der sowohl die Lunge als auch die Augen schmerzhaft reizt. In dieser unwirtlichen Gegend habe ich eine Woche lang einen Workshop zu mobile video gegeben.

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Seminarergebnisse: Multimedia mit dem Smartphone

Während der Bloggersamstage im Haus Busch in Hagen habe ich ein Seminar „Multimedia mit dem Smartphone gegeben. Die Teilnehmer haben neue Tools ausprobiert und sich mit den Möglichkeiten journalistischer Darstellung beschäftigt. Die Ergebnisse.

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„Zahl’ doch einfach mit einem Tweet“ – oder so

Geschickt finde ich, was das Land Baden-Württemberg und Mercedes-Benz auf der Republica machten, um erstens wahrgenommen, zweitens ihre Botschaften ins Web hinausposaunt zu bekommen. Sehr geschickt! Denn um ehrlich zu sein: Wer würde sich auf einer Konferenz, auf der es um Virtual Reality, 3D, die Zukunft der digitalen Gesellschaft und viel neuen heißen Scheiß geht, freiwillig mit Baden-Württemberg auseinandersetzen?

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Was einer Dozentin die Laune verderben kann

Es ist nach zwei Uhr morgens, als ich im Gästehaus eines Konferenzhotels irgendwo im tiefen Osten vom Lachen einiger Menschen auf dem Flur geweckt werde. Mich erschreckt die Vorstellung, dass das einige Teilnehmer meines Seminars sein könnten, das um 9 Uhr beginnen soll. Wer jetzt noch so fit ist, kann es kaum sechs Stunden später wieder sein. Auch nicht, wenn er über 20 Jahr jünger ist als ich.

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