Banken: Big Data oder der gläserne Kunde

„Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, Prozesse zu automatisieren“, sagt Frank-Christian Pauli, Referent Team Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Dabei denkt er beispielsweise an die Überprüfung der Kreditwürdigkeit. „Es ist auch im Sinne des Verbrauchers, keinen Kredit abzuschließen, mit dem man hinterher voraussehbar in Schwierigkeiten kommt“, betont er. Um eine solche Prüfung durchzuführen, benötigt man Informationen vom Kunden. Denn ohne diese lässt sich keine Aussage darüber treffen, ob er eine gute oder eine schlechte Bonität hat. In diesem Fall ist es gut, wenn die den Kredit betreffenden Daten gesammelt werden. Warum Banken Big Data nutzen sollten Ingolf Jungmann, Vizepräsident der Frankfurt School of Finance and Management fügt hinzu:“Banken leben von den Informationen…

„Ohne digitale Transformation werden sich Banken nicht am Markt behaupten können“

Die Bankenwelt befindet sich im Umbruch. Welche Herausforderungen kommen kurz-, mittel- und langfristig auf die Institute zu? Interview mit Ingolf Jungmann, Vizepräsident der Frankfurt School of Finance & Management. Herr Jungmann, Sie arbeiten seit 1986 in der Finanzwelt. Seither hat sich viel getan. Denken wir nur an BTX, Telefon-, Online- und Mobile-Banking – und die Entwicklung geht immer weiter. Die Rede ist hier von der digitalen Transformation. Was bedeutet das? Die digitale Transformation ist ein nicht-endender Prozess. In vielen Finanzinstituten geht man jedoch davon aus, dass eine Ruhepause kommt, wenn man den nächsten Schritt gegangen ist. Dem ist nicht so. Banken müssen sich ständig weiterentwickeln und sie werden ständig mit…