Geld verdienen mit dem Blog: Zwischen Schleichwerbung und Finanzamt

Schleichwerbung und Steuerhinterziehung sind kein Kavaliersdelikt

Wer professionell bloggt, möchte langfristig betrachtet mit dem Blog Geld verdienen. Doch dabei kommen einige Fragen auf: Wie unabhängig berichtet man denn, wenn man Reisen bezahlt oder Sachwerte geschenkt bekommt? Welche Rolle spielen sponsored posts – und wann ist die Rede von Schleichwerbung? Und was sagt eigentlich das Finanzamt zu alledem? Ich habe zum Thema schon andere Artikel geschrieben: Mit Christian Solmecke beispielsweise habe ich mich über das Thema Schleichwerbung unterhalten, mit einem Steuerberater über die Frage, wie man als Blogger seine Einnahmen richtig versteuert. Auch in der Welt war neulich ein ausgesprochen interessanter Artikel zu diesem Thema.Jetzt habe ich mich ein weiteres Mal mit der Sache auseinandergesetzt und von

Ethische und steuerliche Fragen bei Produkttests

Testberichte

Ich gebe zu: Manchmal gehen Dinge im Internet einfach an mir vorbei. Beispielsweise, dass es ausgesprochen lukrativ sein kann, Produkttests durchzuführen. Natürlich weiß ich, dass es Blogger und Vlogger gibt, die Testblogs oder YouTube-Kanäle haben. Natürlich weiß ich auch, dass sie ab einer gewissen monatlichen Besucherzahl Produkte zum Test von Firmen angeboten bekommen. Manchmal geht es dabei zwar nur um ein Schokoladen- oder Käsepaket. Oft sind es jedoch auch Kühlschränke, Handys oder Kameras. Wie ich durch eine anonyme Mail gelernt habe, braucht man gar keinen Blog oder YouTube-Kanal, um am Produktregen teilzunehmen. Es reicht, wenn man beispielsweise bei Amazon genügend Bewertungen schreibt. Das hat jedoch vielfältige Konsequenzen – und zwar

Schleichwerbung in Blogs: Fragen an Christian Solmecke

Schleichwerbung? Im Zweifelsfall entscheiden das die Gerichte.

„Ich wollte das Kinderzimmer meines Sohnes neu gestalten. Also habe ich Firmen gefragt, ob sie sich nicht daran in Form eines Sponsorings beteiligen wollen. Ich bekam Ware im Wert von rund 700 Euro: Tapeten, Teppiche, Kissen“. Das erzählte mir neulich eine Bloggerin. Und da sie einen neuen Herd benötigte, rief sie gleich noch eine Firma an. Die meinte, sie habe auch noch einen Kühlschrank übrig, und lieferte beides einige Tage später frei Haus. Ob sie denn dann auch über die Produkte blogge, fragte eine Kollegin. Na klar. Und ob sie sie denn entsprechend kennzeichne, fragte ich. „Du meinst wegen der Steuer?“, fragte sie zurück. „Nein“, sagte ich, „ich meine wegen