UofM: Über eine Rede von Michael Koretzky und die Kontaktpflege

Er scheint der Robin Hood der Journalisten zu sein: Michael Koretzky. Der Kollege aus Florida erzählte gestern bei seinem Vortrag beim 31. Kongress der Informationsfreiheit an der University of Memphis, wie er als Redakteur dem Verleger die Texte der Freien vorenthielt, um diesen dazu zu bewegen, nach drei Monaten endlich einmal die Rechnungen zu bezahlen. Das kostete ihn seinen Job – nicht zum ersten Mal. Mehrmals wurde er entlassen, weil er zu kritisch war, sich für Kollegen einsetze. Seine Geschichten machten ihn bei den Studenten zum Rockstar.

UofM: Workshop Stop Motion Video

Geschafft! 7 Leute, darunter 3 Professoren, waren heute Morgen beim Stop Motion Video Workshop an der University of Memphis – und herausgekommen sind 7 wunderbare kleine Filme. Ich finde es großartig, dass die Dozenten hier keine Berührungsängste haben: Sie kennen sich in einem Gebiet nicht aus, wollen das gerne lernen, und dann setzen sie sich eben mit den Studierenden zusammen in einen Workshop, um zu lernen. Undenkbar an vielen deutschen Universitäten.

UofM: Vortrag zu Journalismus in Deutschland im Austauschprogramm

Schwierige Aufgabe: „Kannst Du bitte das Austauschprogramm kurz erklären und etwas über Mainz, Köln und Journalismus in Deutschland sagen?“, baten mich die Organisatoren des Austauschprogramms von der University of Memphis. Ja, sicher – aber wie sollte ich diese unterschiedlichen Dinge unter einen Hut bringen? Irgendwie hat es geklappt, und ich war ganz froh, dass der Hörsaal nicht gefüllt war. Trotzdem: Einige Studenten mehr als gestern beim Vortrag zum Thema Personal Branding waren schon da. Und auch die Dozentin, bei der ich gestern saß, hat sich dazu gesetzt. Und weil der Raum so groß war, musste ich mit Mikrofon sprechen. Das mag ich nicht, aber wir sind ja flexibel. Heute lief…

UofM: Personal Branding im Reporting-Kurs

Tief beeindruckt bin ich von der Hausaufgabe, die Kursleiterin Pam Denney ihren Studenten gibt: Bis zur nächsten Stunde müssen sie einen Twitter-Account angelegt und genutzt haben. Auch eine LinkedIn-Seite sollen die Studierenden bis dahin gestaltet haben. Ich stelle mir vor, ich gebe diese Hausaufgabe in Mainz. Mit Sicherheit würden sich einige Studenten weigern, weil sie im Internet nicht präsent sein wollen. Und auch im Seminar selbst hat social media nicht diesen Stellenwert wie am Department of Journalism. Eine ganze Woche nur für social media. Was man in dieser Zeit alles machen könnte.

University of Memphis: Erster Tag als Austauschdozentin

Journalism Building, University of Memphis – geschafft, ich bin da, und es ist noch sehr ruhig. Darum drehe ich im dritten Stock eine Runde und schaue mir an, was an den Wänden hängt: Zeitungen, Namensschilder, Aufkleber an den Türen, die etwas über die Persönlichkeit derer aussagen mögen, die dort arbeiten. Ein DIN A 4 Blatt, weiß, in Farbe ist eine Deutschland-Flagge aufgedruckt. Ich schaue genauer hin und amüsiere mich, dort die Ankündigung für meinen Vortrag als Austauschdozentin über mobile reporting zu sehen.