UofM: Personal Branding im Reporting-Kurs

Memphis
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Tief beeindruckt bin ich von der Hausaufgabe, die Kursleiterin Pam Denney ihren Studenten gibt: Bis zur nächsten Stunde müssen sie einen Twitter-Account angelegt und genutzt haben. Auch eine LinkedIn-Seite sollen die Studierenden bis dahin gestaltet haben. Ich stelle mir vor, ich gebe diese Hausaufgabe in Mainz. Mit Sicherheit würden sich einige Studenten weigern, weil sie im Internet nicht präsent sein wollen. Und auch im Seminar selbst hat social media nicht diesen Stellenwert wie am Department of Journalism. Eine ganze Woche nur für social media. Was man in dieser Zeit alles machen könnte.

Ob der Kurs alles verstanden hat, was ich über Personal Branding erzählt habe, weiß ich nicht. Aber die Diskussion im Anschluss war sehr lebhaft. Während in Deutschland immer alle das Pro & Kontra von Facebook diskutieren, ging es in diesem Kurs im Wesentlichen um den Sinn von Twitter, und darum, was junge Journalisten posten sollen, die noch nichts zu sagen haben.

Vine und Google Glass sind Unterrichtsstoff

Auch über Vine haben wir gesprochen und über Google Glass. Und irgendwie hat es mir ein Gefühl der Zufriedenheit gegeben, dass auch US-amerikanische Journalismusstudenten nicht alles über das social net und deren Anwendungen wissen. Meine Befürchtung, sie könnten schon alles wissen, was ich erzählen werde, war umsonst. Gut so.

Und wenn ich diesen Vortrag noch zwei weitere Male gehalten habe, werde ich hoffentlich mit der Sprache auch nicht mehr so ins Schleudern kommen, wie es ab und zu passierte. Ein Wunder ist das nicht: Meine Englischerfahrung geht auf einen Lehrer zurück, der Badisch sprach. Folge: Ich spreche mit badischem Akzent Englisch und der letzte Unterricht ist 23 Jahre her. Zwar habe ich einen Business English-Kurs besucht, aber ich gebe offen zu, dass es mir nie so wichtig war, fehler- und akzentfreies Englisch zu sprechen. Das habe ich heute zwar ein bisschen bereut, aber: Et hätt noch immer joot jejange.

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