Rätsel des Redigierens: Wenn aus einem Pro-Text ein German-Angst-Text wird

Neulich hatte ein Kunde, für den ich schon einmal geschrieben habe, per Mail gefragt, ob ich etwas zum Thema kontaktloses Bezahlen schreiben könne. Klar, sagte ich. Und wie es von ihm gewünscht war, gab ich etwa 3600 Zeichen ab. Bekanntlich bin ich kein Technikverweigerer, und das Thema interessierte mich schon lange. Was mich bisher davon abgehalten hatte, selbst kontaktlos zu bezahlen, war die etwas kryptische Anleitung dazu von meinem kreditkartenausgebenden Institut.

Leserfrage: Ich heirate. Was mache ich mit meinem Nachnamen?

Eine Kollegin fragte mich neulich, ob ich eigentlich bei meiner Heirat den Namen meines Mannes angenommen habe. Nein, das habe ich nicht. Ich habe erst mit Ende 30 geheiratet, ich bin unter meinem Nachnamen bekannt, ich sehe ehrlich gesagt auch keinen Sinn darin, den Namen zu ändern, nur weil man heiratet. Für mich war das also keine Frage, ich wollte weiterhin Blaß heißen. Der einzige Grund, den Namen eventuell zu wechseln, wäre gewesen, wenn ich damit das ß im Namen losgeworden wäre, ein steter Quell für Probleme bei Reisen im Ausland. In meinem Fall hätte ich das ß allerdings gegen ein ü getauscht, was auch nicht wirklich besser gewesen wäre….

Warum es gut war, einen Vertrag zwei Jahre lang nicht zu unterschreiben

Ich erinnere mich genau an denn Tag im April vor zwei Jahren, als das große Kuvert meines langjährigen Kunden mich erreichte. Ohne mich vorgewarnt zu haben, legte man mir plötzlich nach zehn Jahren einen Vertrag vor. Den sollte ich als freier Mitarbeiter unterschreiben, und damit würde ich dem Verlag das Recht einräumen, meine Texte weiterzuverkaufen. Ohne dass ich an den möglichen Einnahmen beteiligt würde. Ich fand, dass das keine gute Idee ist. Ziemlich wütend habe ich darum damals den DJV-Rechtsbeistand angerufen und darum gebeten, den Vertrag zu checken und mich auf eventuelle fiese Details aufmerksam zu machen.

Wie Fliegen digitaler wird

Nur drei Satelliten benötigt Inmarsat, ein Unternehmen, das mobile Satellitenkommunikation anbietet, um die ganze Erde abzudecken. Das erfahre ich beim Digital Aviation Forum der Lufthansa in Frankfurt. Allerdings sitze ich nicht mit vielen anderen in einem dunklen, kühlen Raum mit Bühne am Kopfende, einem Redner und einer Power Point Präsentation, als ich das höre. Nein, ich sitze in einem Flugzeug, zusammen mit anderen „Journalisten, Bloggern und Influencern“, wie es bei der Begrüßungsrede hieß. Und sie sind aus aller Welt angereist: Ein Ire sitzt zwei Plätze neben mir, eine Italienerin habe ich gesehen, jemand kommt aus Sao Paolo und auch Asiaten sind viele dabei.

Sechs Seminare, die ich als Dozentin nicht so schnell vergessen werde

15 Jahre bin ich selbstständig. Und genau so lange gebe ich auch Seminare. Zu meinen Kunden gehören Hochschulen, Bildungsträger, Verbände, Ministerien und ganz selten auch Privatleute. Eigentlich sollte man ja denken, dass gar nicht so viel bei einem Seminar schief gehen kann, wenn man nur Vorne steht und sein Wissen weitergibt. Doch 2016 habe ich einige Seminare erlebt, die ich kein zweites Mal so haben muss.

Pressereisen: Wenn sich Journalisten daneben benehmen

Ich schimpfe ja gerne mal über PR-Agenturen: Darüber, dass sie mir unverlangt unpassende Pressemitteilungen schicken. Dass sie mich nicht aus dem Verteiler nehmen, obwohl ich sie mehrfach ganz nett darum bitte. Dass sie nicht erreichbar sind, nicht zurückrufen oder ganze Artikel vor der Veröffentlichung gegenlesen wollen. Allerdings sieht die Sache oft ganz anders aus, wenn man sich mit der Gegenseite unterhält. Ich habe mich darum mit PR-Kollegen unterhalten, und sie gebeten, mir zu sagen, was sie schon mit Journalisten erlebt haben. Das ist das Ergebnis, allerdings anonym:

Multimedia-Seminar beim DJV-RLP: Ergebnisse

In Mainz habe ich für den Deutschen Journalistenverband Rheinland-Pfalz ein Seminar zum Thema Multimedia Storytelling gegeben. Wir haben uns dazu Scrollytelling-Specials angesehen, uns über mobile reporting unterhalten, verschiedene Apps besprochen, und überlegt, wie man so ein Special eigentlich am besten plant. Am Ende hatten die Teilnehmer noch eine Stunde Zeit, selbst Apps auszuprobieren. Und das sind ihre Ergebnisse:

Warum ich bei Amazon mein Konto als eBook-Autor gekündigt habe

Ich finde es toll, wie schnell man bei Amazon ein eBook anbieten kann: Worddokument schreiben, als HTML speichern, hochladen, verkaufen. Super. Seit einiger Zeit geht das auch mit Multimediaelementen über die Software Kindle Textbook Creator, die ich aber noch nicht ausprobiert habe. Der Grund: Ich hatte nichts zu erzählen.

Wie man eine dienstliche Auslandsreise vorbereitet

Kenia. Für viele ein Traumurlaubsland. Für andere aufgrund von Hitze, giftigen Schlangen und Spinnen eher furchteinflößend. Zugegeben: Ich hab’s auch nicht so mit dem afrikanischen Kontinent. Die Amerikas, Asien – alles kein Problem. Nach Afrika zieht es mich jedoch nicht. Aber wenn ich muss, dann fliege ich natürlich auch dorthin. 2012 war ich als ehrenamtliche Reporterin in Tansania, in einer Region ohne fließend Wasser und ohne Strom. 2016 hat es mich nach Kenia verschlagen. Ich sagte zunächst recht unbedarft zu, weil ich davon ausging, dass ich in irgendeinem gesichtlosen Hotel in irgendeiner ebenso gesichtslosen Stadt einen Workshop geben würde. Doch es änderte sich Vieles, als ich erfuhr, wo genau ich…