Multimedia-Seminar beim DJV-RLP: Ergebnisse

In Mainz habe ich für den Deutschen Journalistenverband Rheinland-Pfalz ein Seminar zum Thema Multimedia Storytelling gegeben. Wir haben uns dazu Scrollytelling-Specials angesehen, uns über mobile reporting unterhalten, verschiedene Apps besprochen, und überlegt, wie man so ein Special eigentlich am besten plant. Am Ende hatten die Teilnehmer noch eine Stunde Zeit, selbst Apps auszuprobieren. Und das sind ihre Ergebnisse:

Warum ich bei Amazon mein Konto als eBook-Autor gekündigt habe

Ich finde es toll, wie schnell man bei Amazon ein eBook anbieten kann: Worddokument schreiben, als HTML speichern, hochladen, verkaufen. Super. Seit einiger Zeit geht das auch mit Multimediaelementen über die Software Kindle Textbook Creator, die ich aber noch nicht ausprobiert habe. Der Grund: Ich hatte nichts zu erzählen.

Wie man eine dienstliche Auslandsreise vorbereitet

Kenia. Für viele ein Traumurlaubsland. Für andere aufgrund von Hitze, giftigen Schlangen und Spinnen eher furchteinflößend. Zugegeben: Ich hab’s auch nicht so mit dem afrikanischen Kontinent. Die Amerikas, Asien – alles kein Problem. Nach Afrika zieht es mich jedoch nicht. Aber wenn ich muss, dann fliege ich natürlich auch dorthin. 2012 war ich als ehrenamtliche Reporterin in Tansania, in einer Region ohne fließend Wasser und ohne Strom. 2016 hat es mich nach Kenia verschlagen. Ich sagte zunächst recht unbedarft zu, weil ich davon ausging, dass ich in irgendeinem gesichtlosen Hotel in irgendeiner ebenso gesichtslosen Stadt einen Workshop geben würde. Doch es änderte sich Vieles, als ich erfuhr, wo genau ich…

Die Rückkehr der German Angst

Angst. Kein Wort habe ich in den vergangenen drei bis sechs Monaten häufiger gehört. In meinem weiteren Bekanntenkreis leiden akut vier Menschen unter panischen Angststörungen und werden stationär oder ambulant behandelt. Woher ihre Angststörungen kommen, wissen sie meistens selbst nicht genau. Aber Angst ist eben nicht rational. Und trotzdem stark genug, um ihren Alltag zu lähmen. Diese vier mögen Extremfälle sein, aber ich habe das Gefühl, Angst ist derzeit in Deutschland allgegenwärtig, und sie begegnet mir auch in Kommunikationsunternehmen. Es mag 30 Jahre her sein, dass im angelsächsischen Sprachbereich German Angst ein weit verbreiteter Begriff war. Gemeint ist damit eine diffuse, kollektive Angst vor vielen Dingen, die die Deutschen befallen…

App im Test: Pixotale für multimediale Geschichten

Wer im Blog versucht, Text und Bilder schön anzuordnen, weiß, dass das manchmal gar nicht so einfach ist. Mit der App Pixotale lässt sich das allerdings ganz einfach am iPhone machen. Zu große Ansprüche darf man aber nicht haben.

App im Test: Hydra für Smartphonefotos bei wenig Licht

Braucht man wirklich noch eine Foto-App fürs Smartphone? Und dann noch eine, die fast fünf Euro kostet? Die Antwortet lautet ja, wenn man sein Handy oft benutzt, um Bilder zu machen. Hydra hat nämlich nicht nur eine Low Light Funktion, sondern auch eine HDR Funktion, die bei schwierigen Belichtungssituationen eine ganze Menge aus einem Motiv herausholt. Also sowohl tagsüber als auch nachts. Außerdem gibt es eine HDR-Videofunktion, die bis jetzt für mich uninteressant war. Und die Zoomfunktion erschließt sich mir nicht ganz. Hydra gibt es bisher nur für iOS.

Geld verdienen mit dem Blog: Zwischen Schleichwerbung und Finanzamt

Wer professionell bloggt, möchte langfristig betrachtet mit dem Blog Geld verdienen. Doch dabei kommen einige Fragen auf: Wie unabhängig berichtet man denn, wenn man Reisen bezahlt oder Sachwerte geschenkt bekommt? Welche Rolle spielen sponsored posts? Und was sagt eigentlich das Finanzamt zu alledem?

Ethische und steuerliche Fragen bei Produkttests

Ich gebe zu: Manchmal gehen Dinge im Internet einfach an mir vorbei. Beispielsweise, dass es ausgesprochen lukrativ sein kann, als Produkttester tätig zu werden. Natürlich weiß ich, dass es Blogger und Vlogger gibt, die Testblogs oder YouTube-Kanäle haben. Natürlich weiß ich auch, dass sie ab einer gewissen monatlichen Besucherzahl Produkte zum Test von Firmen angeboten bekommen. Manchmal geht es dabei zwar nur um ein Schokoladen- oder Käsepaket, oft sind es jedoch auch Kühlschränke, Handys oder Kameras. Wie ich jedoch durch eine anonyme Mail gelernt habe, braucht man aber gar keinen Blog oder YouTube-Kanal, um am Produktregen teilzunehmen. Es reicht, wenn man beispielsweise bei Amazon genügend Bewertungen schreibt. Das hat jedoch…

Mailverkehr mit Spammern

Mal schreibt ein Prinz aus Uganda, mal ein schwer-kranker Mensch, der mir Millionen vermachen möchte – und jedes Mal juckt es mich erneut in den Fingern, auf diese blödsinnigen Spam-Mails zu antworten. Jetzt habe ich das einfach mal gemacht. Aus purer Neugierde. Natürlich von einem uralten Laptop, auf dem nichts ist, was relevant ist. Und natürlich auch nicht von meinem offiziellen Mailaccount: Frau Olm-Lakes ist die erste, der ich mit meiner gefakten Web-de-Adresse antworte. Frau Olm-Lakes hat nämlich Gebärmutterhalskrebs und möchte, dass ich die fünf Millionen ihres verstorbenen Mannes unters Volk bringe, der Verwandtschaft traut sie nicht. Ich antworte ihr, dass Gebärmutterhalskrebs ja häufig geheilt werden kann, und ich frage…