Leserbriefe aus der Hölle, Teil 2: „Sie leben von den Dummen“

Wie geht man besten mit doofen Kommentaren um?

Dieser Leserbrief erreichte mich als Mail und hat eine Vorgeschichte. Er bezieht sich auf einen Artikel, den ich 2013 über Postpay geschrieben habe. Der Text ist einer der meistgelesenen und -kommentierten auf meiner Homepage, und das, obwohl er schon so alt ist. Zuletzt kommentierte dort ein Mensch mit abgekürztem Vor- und ausgeschriebenem Nachnamen. Obwohl es im Artikel um Postpay geht, kam er auf Paypal zu sprechen. Ich antwortete ihm relativ kurz. Darauf kam ein langer Kommentar zurück, den ich nicht 1:1 freischalten konnte. In dem Kommentar standen nämlich Aussagen, von denen ich schlicht und ergreifend nicht weiß, ob sie stimmen oder nicht. Wären sie falsch, käme ich bei einer Veröffentlichung

Leserpost aus der Hölle, Teil 1. „Sie bekommen Provisionen“

Wie geht man besten mit doofen Kommentaren um?

Die Zahl von Kommentaren, in denen ich beleidigt werde, oder in denen mir unbekannte Menschen Dinge unterstellen, die völlig absurd sind, wächst. Es scheint eine immer niedrigere Hemmschwelle zu geben, fremde Menschen anzupöppeln. Übrigens nehmen diese unschönen Umgangsformen auch unter Bekannten und über alle sozialen Netzwerke zu, habe ich den Eindruck. Ich habe dazu neulich schon einmal einen Text veröffentlicht. Ich genehmige diese Kommentare trotzdem, zumindest ansatzweise und so, dass ich damit nicht gegen geltendes Recht verstoße. Werden also in den Kommentaren Unternehmen oder Privatmenschen angegangen mit Aussagen, die nicht belegt sind oder strafrechtlich verfolgt werden könnten, veröffentliche ich diese Passagen nicht. Schließlich hafte ich für das, was auf meiner

Wo bleibt eigentlich die Netiquette?

Hate Speech scheint mir das Thema des Jahres zu sein. Kaum eine Medienkonferenz, die ohne ein Modul zum Thema auskommt, kein Bildungsträger, der nicht mindestens einen Workshop zum Thema anbietet. Berechtigt, durchaus, denn die Welle an Hass, Verleumdungen und Bösartigkeiten, die durchs Internet rollt, ist gigantisch. Auch meine Blogs bleiben nicht immer verschont von den Kommentaren von Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als ihren verbalen Müll auf digitalen Plattformen zu äußern.

Maisel and Friends: Digitalisierung der Braubranche

Gerald Poppinger, Brauer mit iPad. Foto: Maisel & Friends

Eine Terrasse mit Blumen und Sitzgelegenheiten, ein Backsteinhaus, ein trendiger englischsprachiger Name: Maisel und Friends. Auf den ersten Blick sieht man nicht, dass man hier vor der Brauerei Gebrüder Maisel mitten in Bayreuth steht. Doch dann fallen links vom Eingang die glänzenden Malz-Silos auf, rechts hinten sieht man gestapelte Bierkästen, viele. Und überhaupt – hängt da nicht auch ein Hauch von süßlichem Braugeruch in der Luft? Bei Maisel and Friends trifft Tradition auf Moderne: 1887 wurde das Gebäude errichtet, in dem noch heute gebraut wird. Doch heute braut der Braumeister das Bier mithilfe eines Tablets.

Mit digitaler Hilfe durch die Miró-Ausstellung in der Frankfurter Schirn

Fällt dir was auf?

Kennt Ihr die Bilder von Joan Miró? Sie sind oft groß und blau, manchmal mit schwarzen Punkten oder roten Strichen. Ich gebe offen zu, dass das nicht die Art von Kunst ist, die mich begeistert. Und ich wäre tatsächlich auch nicht auf die Idee gekommen, eine solche Ausstellung zu besuchen, wenn nicht der Eintritt für die Frankfurter Schirn, in der die Bilder noch bis Juni gezeigt werden, im Preis für die Hotelübernachtung im Le Meridien inklusive gewesen wären. So dachte ich: Schau’ ich mir an.

Rückblick auf die CeBIT und #rtb2016

Rock the Blog

Lange ist es her, sehr lange, dass ich zuletzt auf der CeBIT war. 16 Jahre, um es genau zu sagen. Dass ich mich 2016 wieder für die weltgrößte IT-Messe in Hannover interessiere, liegt an der Konferenz Rock the Blog, die in diesem Jahr das zweite Mal stattfand. Leider habe ich im Vorfeld nicht wirklich viel darüber im Netz gefunden. Aber auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin war #rtb immer wieder Thema. Dummerweise hatte mir seit Beginn meiner Planung mein Terminkalender einen Strich durch die Pläne gemacht: Ich musste am Freitag schon kurz nach 12 #rtb verlassen, um weiter zu fahren – ins Wendland. Ich habe lange überlegt, ob ich wirklich

Die schwierige Diskussion mit virtuellen Chat-Beratern

Lenas Antwort

Sind Sie Fluch oder Segen? Ich kann es nicht genau sagen, bin aber erstaunt darüber, auf wie vielen Internetseiten es in der Zwischenzeit virtuelle Chat-Partner gibt: Bei Banken oder Online-Shops geht sehr schnell ein Kommunikationsfenster auf, wenn der Kunde zu lange nicht mit der Seite interagiert. Bisher habe ich diese Chats in der Regel gemieden, denn erstens komme ich meistens ohne Hilfe ganz gut zurecht, zweitens treiben mich Sprachassistenten in Hotlines zur Verzweiflung, wenn sie mein Anliegen nicht verstehen. Ich befürchtete, es könnte bei einem virtuellen Chat-Partner ähnlich sein.

„Es geht nicht ums Bilder machen, sondern darum, Erinnerungen zu teilen“

App-Vorstellung

Er kennt mein digitales Fotoalbum mit den Türen der estnischen Hauptstadt Tallinn. Ich bin überrascht. Und verstehe jetzt, warum er mich nur wenige Minuten zuvor verdutzt angeschaut hatte. Er, das ist Jos de Schiffart, Gründer von MyAlbum. Jos de Schiffart saß die letzten Stunden neben mir im Kongresszentrum der Kölnmesse, dort, wo ausführlich über die Zukunft der Fotobranche gesprochen wurde. Plötzlich, nach der Pause, stand Jos de Schiffart auf der Bühne und präsentierte seine App: Mit MyAlbum kann man sehr schnell am Handy oder über eine Webanwendung ein digitales Fotoalbum machen. Als der MyAlbum-Gründer an seinen Platz neben mir zurückkam, zeigt ich ihm meinen Smartphone-Bildschirm mit meinen MyAlbums. Er schaute

Digitalisierung: Innovationen schaffen

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Eine Konferenz zu Digitalthemen und Innovationen mit Vertretern von Google und Twitter? Lass ich mir nicht entgehen. Schon gar nicht, wenn ich als Pressevertreter dazu eingeladen werde. Ein bisschen ist es Ironie des Schicksals, dass es dann der Leiter einer Kommunikationsabteilung sein wird, der mich mit seinem Vortrag beim Digital Marketing Talk 2016 der Marketing- und Technologieagentur DigitasLBI im Rheinenergie-Stadion in Köln am meisten begeistert: Sebastian Ackermann von RWE sprach über „Die Relevanz der digitalen Transformation für das Überleben und die Weiterentwicklung von Unternehmen“. Sperriger Titel, erfrischender Typ: Mitarbeiter in der Digitalbranche tragen keine Krawatten, aber Bärte, stellt Sebastian Ackermann von RWE bei #DMT2016 fest. — Bettina Blass (@kuechenzuruf) 13.