Fluch und Segen des mobilen Arbeitens

Oh ja, es ist prima, dass wir dank Smartphone und mobiler Daten heute unsere Arbeit dort machen können, wo wir wollen. Nicht mehr gebunden zu sein an ein Büro und einen Schreibtisch, das ist eine feine Sache. Wenn auch nicht ganz neu: Schon 2005 brauchte mich eine Freundin in den USA. Ich hatte damals noch mein Schlepptop im Gepäck. Während sie tagsüber zur Arbeit ging, schrieb ich meine Texte in ihrem Wohnzimmer und verschickte sie über ihr W-LAN an meine Kunden. Niemand bemerkte, dass ich nicht in Köln war, auch wenn meine Arbeitszeiten merkwürdig waren.

Leserpost aus der Hölle. Teil 3: „Krank, wie man versucht, Leute über den Tisch zu ziehen“

Dass ich unhöfliche Mails hier im Blog bekomme, ist nicht neu. Dass allerdings auf Ebay Kleinanzeigen mir völlig unbekannte Menschen sich erlauben, mich zu beleidigen, hat mich dann doch erstaunt. So schreibt Karsten Anfang Dezember: „Sie machen sich lächerlich mit ihrem 660 Euro Preis. Der Maler wird zwischen 50-150 Euro gehandelt. Krank, wie man versucht, Leute hier über den Tisch zu ziehen.“ Hintergrund: Karsten bezieht sich auf eine Kleinanzeige, in der wir ein Bild eines Malers anbieten, dessen Stil uns nicht gefällt. Möglicherweise werden Bilder von ihm für unter 150 Euro im Internet angeboten. Die, die ich recherchiert habe, liegen aber eher zwischen 650 und 1600 Euro. Was mir beim…

Wo Medien Skills auf Alexa nachbessern müssen

Seit gut einem Monat teilt sie den Wohnzimmertisch mit uns: Alexa ist eingezogen. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, doch als ich auf der Frankfurter Buchmesse hörte, dass auch G+J Skills, also quasi Apps für Alexa, entwickelt hat, war es soweit. Ich beschloss, mir den digitalen Sprachassistenten von Amazon zu kaufen. Schließlich will und muss ich wissen, wohin sich Journalismus entwickelt.

Warum der Algorithmus und ich auf dem Kriegsfuß stehen

Ja, natürlich kann es sinnvoll sein, dass mir anhand meiner Interessen und Interaktionen Posts, Bilder, Videos, Musik oder Einkaufstipps vorgeschlagen werden. Denn wie sonst sollte man die Flut an Informationen im Internet auch nur ansatzweise durchschauen? Alleine die Zahl für YouTube ist gruselig, wenn sie denn stimmt: Jede Minute sollen 400 Stunden Filmmaterial hochgeladen werden, heißt es. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ich selbst dann, wenn ich jede verbleibende Minute meines Lebens nur noch YouTube sehen würde, nur einen Bruchteil von dem anschauen könnte, was hochgeladen wird. Also ist so ein Algorithmus mit Vorschlägen für den Verbraucher eigentlich eine gute Idee. Wäre da nicht das Aber:

Twitter: Beziehungsstatus kompliziert

Es ist einige Jahre her, dass ich mit zwei männlichen Kollegen auf einem Podium in Stuttgart saß. Wir diskutierten dort zum Thema Personal Branding. Die beiden Jungs waren sich einig: Twitter war für sie unfassbar wichtig. Sie bekamen von dort auch die meisten Klicks auf ihre Blogs. Bei mir war das anders: Ich bekam den meisten Traffic über Facebook. Vielleicht auch bezeichnend: Obwohl ich am längsten bei Twitter war, hatte ich die wenigsten Follower.

Wenn man(n) mir digital zu nah kommt

Die sozialen Medien haben zwei gewaltige Vorteile: Man kommt schnell mit dahin Unbekannten ins Gespräch Man wird unangenehme Zeitgenossen genau so schnell wieder los.

Warum ich meine Facebook Page gelöscht habe

Alles hat seine Zeit. Und manchmal ist die einfach vorbei. Weil sich die Umstände ändern beispielsweise. Oder weil es plötzlich einen Algorithmus gibt. Und darum habe ich meine Facebook Business Page für Wirtschaft verstehen gelöscht. Ob ich das genauer erklären kann, fragt mich eine Freundin. Ja, kann ich: Meine One Woman Show läuft seit mindestens zehn Jahren unter dem Namen Wirtschaft verstehen. Damals hatte ich überlegt, ob ich irgendwann wachsen möchte, ein Büro zusammen mit Kollegen gründen will. Ich habe mich irgendwann von dem Gedanken verabschiedet, weil mir meine Unabhängigkeit wichtiger war. Trotzdem gibt es noch die URL wirtschaft-verstehen.de, und meine Mails laufen ebenfalls unter dieser Kennung. Tatsächlich mache ich…

Die Sache mit den Influencern bei Instagram

Ich staune nicht schlecht: Die schmächtige, schüchterne Frau, die ich bei einer Bloggerveranstaltung von Temma treffe, hat 21.500 Follower bei Instagram. Wir sitzen nebeneinander am Tisch und unterhalten uns darüber, was wir machen. Sie bloggt und instagramt. Ich mache auf vielen Kanälen ein bisschen was. Und bin mit meinen 537 Followern bei Instagram ein ungefähr staubkorngroßer Influencer. „Wie viele Follower hast du gekauft?“, frage ich sie. Sie schaut mich einige Sekunden ausdruckslos an. Dann: „Erst 5000. Und als es dann noch nicht lief, habe ich nochmals 5000 gekauft.“. Ich sage nichts dazu, kann mir aber gut vorstellen, dass 10.000 Follower eine gute Ausgangsgröße ist, um wahrgenommen zu werden und dem…

Von wegen Totholzmedien: Digitalisierung auf der #fbm17

Auf der Buchmesse in Frankfurt gibt’s – klar: Bücher. Aber längst nicht nur. Oder besser gesagt: längst nicht nur auf Papier gedruckt. Ich fahre im Gegenteil aus einem ganz anderen Grund gerne nach Frankfurt. Und zwar, weil dort regelmäßig viel über Digitalisierung gesprochen wird. Posts zur Buchmesse findet Ihr übrigens in den sozialen Medien unter #fbm17.